Arbeiten in der Autoindustrie – Lohnt sich das noch? (feat. Dr. Manuel Kallweit)

Shownotes

Dunkle Wolken über der Autoindustrie drücken nicht nur auf die Stimmung und die Gewinnmargen der Unternehmen, auch das Schreckgespenst Stellenabbau verbreitet vermehrt Angst und Schrecken in der Branche. Die Beschäftigung hierzulande befindet sich wegen des Strukturwandels in der Autoindustrie ohnehin auf dem absteigenden Ast und ein Ende ist nicht in Sicht. Doch bei einer Talfahrt gibt es irgendwann auch wieder einen neuen Berg zu erklimmen. VDA-Volkswirt Manuel Kallweit erklärt Pascal und Yannick in der aktuellen Folge, wo Jobs wegfallen, neue hinzukommen und an welchen Stellschrauben zu drehen ist, um in der Transformation zu einer elektromobilen und durchdigitalisierten Industrie den Menschen mitzunehmen.

Die zentralen Ergebnisse der VDA/Prognos-Studie: https://www.automobil-produktion.de/management/bis-2035-entfallen-hunderttausende-auto-jobs-813.html

Was die Autoindustrie fürs Re- und Upskilling tut: https://www.automotiveit.eu/strategy/new-work/was-die-zukunft-kostet-130.html

Welche Jobs werden in der Smart Factory gebraucht: https://www.automobil-produktion.de/produktion/smart-factory/auf-diese-fachleute-kommt-es-in-der-smart-factory-an-385.html

Interview mit Prof. Frank Mantwill zum Mensch in der Zukunftsfabrik: https://www.automobil-produktion.de/produktion/kreativitaet-bleibt-die-domaene-des-menschen-937.html

Mehr zu Pascal und Yannick finden Sie auf LinkedIn: Pascal Nagel: https://www.linkedin.com/in/pascal-nagel/ Yannick Tiedemann: www.linkedin.com/in/yannick-tiedemann

Hinweis: Die im Podcast getätigten Aussagen spiegeln die Privatmeinung der Gesprächspartner wider und entsprechen nicht zwingend den Darstellungen des jeweiligen Arbeitgebers

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00:00:00: Pascal, wir beide begleiten die Autoindustrie ja jetzt auch schon mehr als zehn Jahre.

00:00:05: Aber hattest du jemals das Gefühl, dass die Stimmung und die Aussichten so negativ waren

00:00:10: wie aktuell, vielleicht noch vor zehn Jahren, als wir angefangen haben, zu Zeiten bis Diesel-Skandal?

00:00:15: Ja gut, man muss natürlich rund um die Diesel-Skandal sagen.

00:00:19: Der hat ja zumindest dann eine Transformation angestoßen, in der man heute ja auch drinsteckt,

00:00:26: an der technologischen Transformation vor allem.

00:00:28: Diesel-Skandal war ja gewissermaßen die Geburtsstunde von Case, also dem connected autonomous shared

00:00:34: und electric driving sozusagen.

00:00:36: Also insofern war vielleicht auch eine Cäsur, die etwas Gutes hatte, war vielleicht eine

00:00:43: Chance für die Branche, vielleicht ist das aktuell die Transformation auch eine Chance

00:00:47: für die Branche, für viele Menschen in der Autoindustrie.

00:00:50: Wenn man jetzt aktuell auf Sparprogramme von OEMs und von Zulieferern schaut, vielleicht

00:00:54: sagen für viele, beschäftigt in der Autoindustrie vielleicht keine Chance.

00:00:59: Ja du sagst, wir hatten in letzter Zeit ja einige Meldungen von Autoherstellern, von

00:01:18: Zulieferern, die große Sparprogramme angekündigt haben, aber damit einhergehend natürlich

00:01:24: auch großen Stellenabbau in vielen Bereichen angekündigt haben.

00:01:27: Also sowohl Mercedes-Benz Porsche, VW natürlich, die Zulieferer Bosch, ZF, Schäffler, Continental,

00:01:34: die ganzen großen der Branche haben das momentan angekündigt.

00:01:37: Und ich habe da auch noch mal eine aktuelle Studie von EY rausgesucht, denn die sagt nämlich

00:01:42: im vergangenen Jahr schon, ging in der Automobilindustrie fast 19.000 Stellen verloren.

00:01:47: Also von 2,23, 780.000 beschäftigte in der Autoindustrie in Deutschland auf dann Ende

00:01:53: 2,24, 761.000.

00:01:54: Und die Gründe, du hast sie eben schon angedeutet, die schwache Nachfrage aufgrund der anhaltenden

00:02:01: Konjunkturkrise, die viele momentan sehen und merken, der hohe Kostendruck, der auf der

00:02:06: Industrie lastet, das teure Nebeneinander von Verbrennern und Elektroautos, insbesondere

00:02:12: hat natürlich da auch die Investition in die Elektromobilität hohe Summenverschlungen,

00:02:17: ohne dass sich, und darüber haben wir hier im Podcast ja auch schon viel gesprochen,

00:02:20: die gewünschten Markterfolge im Bereich Elektromobilität wirklich eingestellt hätten.

00:02:25: Also das ist wirklich, momentan finde ich eine sehr doch durchaus dramatische und schwierige

00:02:31: Situation für die Autoindustrie, gerade eben auch was das Thema Beschäftigung und Stellen

00:02:36: anbelangt.

00:02:37: Und deswegen wollen wir heute in der Folge mal mit einem wirklichen Experten in dem Bereich

00:02:41: sprechen, der sich zum einen sehr gut mit dem Thema Autoindustrie und dessen gesamtwirtschaftlicher

00:02:47: Situation auskennen und natürlich auch einiges an Insights zum Thema Beschäftigungsperspektiven

00:02:52: hier heute mal mitbringt.

00:02:54: Wir freuen uns und ich begrüße an der Stelle den Leiter Economic Intelligence und Volkswirtschaft

00:02:59: beim Verband der Automobilindustrie, VDR.

00:03:02: Herzlich willkommen, Dr. Manuel Kahlweit.

00:03:03: Hallo Herr Kahlweit.

00:03:04: Hallo.

00:03:05: Ja Herr Kahlweit, das was ich jetzt gerade so ein bisschen skizziert habe, dass wir beide

00:03:09: jetzt gerade im Intro skizziert haben, die Situation in der Autoindustrie eben mit den

00:03:14: massiven Gewinneinbrüchen, den Sparprogrammen, den Stellenabbau-Programmen, die jetzt angekündigt

00:03:20: wurden.

00:03:21: Wie blicken Sie auch vom VDA auf die aktuellen Entwicklungen eigentlich in der Autobranche?

00:03:26: Sie haben vollkommen recht, die Situation in der Automobilindustrie ist zurzeit wirklich

00:03:31: herausfordernd.

00:03:32: Und wenn man sich das anschaut weltweit, ist es herausfordernd in Deutschland für die

00:03:40: deutsche Automobilindustrie, aber in den anderen Regionen sieht es ehrlich gesagt nicht anders

00:03:44: aus.

00:03:45: Wir haben in China große Herausforderungen, wir haben in den USA große Herausforderungen

00:03:49: und in Europa im europäischen Automobilmarkt haben wir auch imettse Herausforderungen.

00:03:54: Wir haben in den letzten Jahren verschiedene Krisen erlebt.

00:03:58: Die Pandemie hat die Märkte in Europa, den USA ziemlich mitgenommen.

00:04:05: Die Automobilmärkte, dann hat mit die Halbleiter-Krisen Krisen in den Lieferketten und so weiter

00:04:10: weiter.

00:04:11: Das hat die Automobilindustrie ziemlich durcheinander gewirbelt und dann haben wir gleichzeitig

00:04:15: eben noch die Transformation hin zur Elektromobilität und das macht allen in der Automobilindustrie

00:04:22: gerade ziemlich zu schaffen.

00:04:24: Wenn wir uns Deutschland anschauen, Deutschland ist einer der Produktionsstandorte für die

00:04:31: Herstellung von Autos.

00:04:32: In der Vergangenheit, wenn wir so zehn Jahre zurückgehen, da haben wir in Deutschland so

00:04:36: 5,6, 5,7 Millionen Autos gebaut mit über 830.000 Beschäftigten und heute bauen wir noch 4,1

00:04:46: Millionen Autos, also anderthalb Millionen Autos weniger als vor zehn Jahren.

00:04:51: Aber die Beschäftigung ist nicht im gleichen Umfang zurückgegangen, sondern die ist so

00:04:56: 6,7 Prozent niedriger als damals.

00:04:58: Das heißt, wir bauen heute relativ mit mehr Menschen pro Fahrzeug, weniger Fahrzeuge

00:05:08: als in der Vergangenheit der Fall war.

00:05:09: Wenn man sich diese Produktionszahlen der letzten zehn Jahre anschaut, da ging es in

00:05:14: den Krisen runter, dann hat sich es in den letzten Jahren wieder etwas stabilisiert,

00:05:20: dann konnte man schon erwarten, dass natürlich auch auf die Beschäftigung in Deutschland noch

00:05:25: was zukommen wird.

00:05:27: Und das ist in Deutschland zum Beispiel schon ein Schritt gegangen, aber das ist auch was,

00:05:31: was in anderen Regionen der Welt sich auch noch auswirken wird.

00:05:36: Wir haben ja dazu, und da wollen wir jetzt mal ein bisschen drauf kommen, im vergangenen

00:05:41: Jahr Ende des Jahres eine Studie herausgegangen, zusammen mit Prognos, indem sie sich genau

00:05:45: auf dieses, was sie jetzt gerade schon skizziert haben, eben auf die Beschäftigungsentwicklung

00:05:49: in der Vergangenheit geschaut, aber eben auch so ein bisschen ja in die Zukunft geschaut,

00:05:56: wie es jetzt in der Zukunft in der Automobilindustrie in Deutschland aussehen wird.

00:05:59: Und da zeichnen sie ja für den Standort Deutschland schon eher ein düsteres Bild, oder kann man

00:06:05: das so eigentlich gar nicht sagen, weil es vielleicht so ein bisschen auch ein natürlicher

00:06:08: Lauf der Dinge ist, wenn man sich die Entwicklung in der Branche anschaut.

00:06:11: Also ich würde nicht sagen, dass wir ein düsteres Bild zeichnen, wir zeichnen in erster Linie,

00:06:18: würde ich sagen, ein realistisches Bild.

00:06:20: Und das ist ehrlich gesagt nicht besonders düster.

00:06:24: Wir haben in Deutschland, haben wir ja auch einen demografischen Wandel und wir haben

00:06:29: auch in vielen Bereichen Fachkräfte Engpässe und das ist auch in der Automobilindustrie

00:06:35: der Fall.

00:06:36: Und wenn man sich die Branche insgesamt anschaut, dann sieht man einmal, wie sich die Gesamtzahlen

00:06:41: verändern, aber wenn man den Deckel einmal hebt, dann sieht man, dass sich darunter

00:06:46: extrem viel verschiebt.

00:06:47: Es gab auch in den vergangenen Jahren schon riesige Veränderungen.

00:06:51: Es gibt Bereiche, die haben deutlich an Relevanz verloren, andere Bereiche haben immens an

00:06:56: Relevanz gewonnen.

00:06:57: Und wenn wir in die Zukunft schreiben, da gibt es natürlich auch Wachstubsbereiche in der

00:07:02: Beschäftigung in der Automobilindustrie.

00:07:04: Ein Auto heute ist viel digitaler, hat viel mehr Quellcode, viel mehr Software, als das

00:07:12: in der Vergangenheit der Fall war.

00:07:14: Es ist heute ein Produkt, wo man ganz andere Fähigkeiten auch benötigt.

00:07:18: Und in diesen Bereichen herrschen heute schon Engpässe und suchen die Unternehmen, Hersteller,

00:07:24: Bizulieferer hinderingend nach Fachkräften.

00:07:27: Andere Jobs, die in der Vergangenheit eine große Rolle gespielt haben, werden heute

00:07:31: können heute automatisiert werden und werden an Bedeutung verlieren.

00:07:36: Und da wir in der Gesellschaft leben, die auf der einen Seite älter wird, wo wir auf der

00:07:40: anderen Seite aber auch immer relativ weniger junge Leute haben, geht es schon drum, wie

00:07:46: wir eigentlich die Fachkräfte der Zukunft, an welchen Stellen wir die eigentlich wie

00:07:49: einsetzen.

00:07:50: Und diese demografische Entwicklung, das hat eben in so einer Transformation, bietet das

00:07:56: Chancen in manchen Problemen, Feldern, sorgt es auch für größere Fachkräfte, Engpässe.

00:08:02: Aber grundsätzlich, wenn man so eine Veränderung auf sich zukommen sieht, ist das nicht von

00:08:08: vornherein schlecht, weil wir einfach die Menschen auch in andere produktive Produkte

00:08:16: Bereiche in anderen produktiven Bereichen sehen werden in Zukunft.

00:08:20: Wenn man dann jetzt in diese Analyse reingeht und wenn Sie das jetzt hier auch beschreiben,

00:08:24: dann wirkt das natürlich auch in erster Linie plausibel und auch in der Entwicklung, die

00:08:29: abzusehen war.

00:08:30: Jetzt sieht man aber vielleicht so ein bisschen die Headline des Ganzen.

00:08:33: Ich habe ja hier auch mal das sozusagen die Kernaussage bzw. die Kernzahl ihrer Studie

00:08:38: auch rausgenommen, 186.000 Jobs weniger im Jahr 2035 im Vergleich zum Jahr 2019.

00:08:45: Das ist ja jetzt erstmal so ein bisschen, deswegen meinte ich auch so ein bisschen der

00:08:48: Eingang, eine düstere Zahl ist ja das, was ja vielleicht auch bei den einen oder anderen,

00:08:52: der das vielleicht in den Medien konsumiert.

00:08:53: Erst mal, ohacht, wie geht es denn jetzt auch mit meinem Job weiter und wir sehen es ja

00:08:58: aktuell auch, wie düster für viele jetzt auch vielleicht die Zukunftsperspektive ist.

00:09:03: Wir erleben es jetzt gerade bei Ford in Köln, in Saloi, wie da die Situation ist, wie der

00:09:07: Druck da steigt und auch der Unmut wahrscheinlich auch in der Belegschaft.

00:09:10: Also das ist ja schon für viele auch doch keine positive Zukunftspognose an der Stelle.

00:09:16: Wichtig ist mir, dass wir sehen, in so einer Transformation verändert sich sehr viel.

00:09:24: Es fällt Dinge weg, aber es entstehen eben auch neue Dinge.

00:09:28: Und man muss diese ganze Situation natürlich auch gerade auch für die Politik als Gestaltungsaufgabe

00:09:37: sehen.

00:09:38: Wir müssen es in Deutschland und in Europa eben schaffen, dass die neuen Dinge, die entstehen,

00:09:43: die man in der Transformation ja ganz genauso braucht, dass die eben sich auch hier bei uns

00:09:47: in Deutschland ansiedeln können.

00:09:49: Und auch in der Vergangenheit, wenn wir die letzten, Sie haben gesagt, wir haben uns die

00:09:54: Entwicklung seit 2019 in der Studie angeschaut.

00:09:57: Von 2019 bis 2023 sind in Deutschland in der Automobilindustrie 46.000 Jobs weggefallen.

00:10:04: Es sind aber auf der einen Seite sind welche entstanden, ungefähr 26.000 und 79.000 sind

00:10:13: sind weggefallen.

00:10:14: Das heißt, dass was weggefallen ist, war viel größer als das, was entstanden ist.

00:10:17: Und das ist natürlich bedauerlich.

00:10:21: Und die Frage ist, kann man verhindern, dass das was wegfällt, wegfällt oder kann man

00:10:26: bewirken, dass das was entsteht, dass das vielleicht größer ausfällt.

00:10:30: Und ich glaube, da muss der Fokus darauf liegen.

00:10:33: Auch in der Vergangenheit hat eben der technische Fortschritt und die Automatisierung zum Beispiel

00:10:38: dazu geführt, dass manche Aufgaben eben nicht mehr so arbeitsintensiv sind, wie das in der

00:10:43: Vergangenheit der Fall war.

00:10:45: Ganz banal früher hat man, was weiß ich, im Bau eben mit mehr Menschen gearbeitet,

00:10:50: als man noch nicht so viele Maschinen hatte, als das heute der Fall ist.

00:10:54: Und trotzdem ist es jetzt im Baubereich nicht jeder arbeitslos geworden, sondern wir haben

00:10:59: immer noch einen Riesenfachkräftebedarf im Baubereich.

00:11:02: So, die Leute können dann einfach anders eingesetzt werden.

00:11:05: Aber es muss dann halt auch möglich gemacht werden, dass hier viele Dinge entstehen können.

00:11:10: Und da sind wir bei ganz vielen Themen, die Sie auch aus der Berichterstattung insgesamt

00:11:16: kennen, Planungsverfahren, Bürokratie und so weiter, die es eben momentan schwierig

00:11:21: machen in Deutschland zu investieren.

00:11:23: Und von daher sehen wir auch, dass gerade in der Automobilindustrie die deutschen Unternehmen

00:11:27: also inzwischen auch verstärkt im Ausland investieren.

00:11:30: Nicht mehr so stark hier in Deutschland.

00:11:32: Und da muss man eben den Hebel umlegen, damit dann die Beschäftigung, die neuen Jobs dann

00:11:36: halt auch hier entstehen können.

00:11:38: Ja, das war jetzt so ein Punkt, den ich gerade im Kopf hatte, weil Sie haben ja auch ganz

00:11:42: am Anfang schon im Prinzip in Ihrer direkten ersten Antwort ja schon gesagt, na ja, es

00:11:47: ist natürlich auch einfach eine Entwicklung, die der Demografie geschuldet ist.

00:11:50: Sprich, wir haben heute vielleicht die Situation, dass wir, Sie haben es schön skizziert, dass

00:11:55: wir momentan weniger Autos fertigen, aber mit einem ähnlich großen, vielleicht personellen

00:12:00: Überbau, der dann vielleicht einfach zu groß ist für das, was wir eigentlich in Deutschland

00:12:04: noch fertigen.

00:12:05: Und auf der anderen Seite, wenn man natürlich mal reinschaut, gibt es einen demografischen

00:12:08: Wandel, der eher dafür sorgt, dass weniger Menschen zur Verfügung stehen.

00:12:11: Das heißt, das Ganze könnte sich ja sozusagen wieder einpendeln, wenn man es vielleicht

00:12:14: mal ganz salopp formuliert.

00:12:17: Jetzt haben wir natürlich aber trotzdem eine Situation und ich hatte gerade erst die Gelegenheit,

00:12:22: mich mit einem hochrangigen Produktioner zu unterhalten.

00:12:25: Da ging es um eigentlich um was ganz anderes, aber da ging es um ein bisschen um dieses

00:12:29: "Made in Germany" und die Antwort war, na ja, nur weil wir zum Beispiel als Automobilhersteller

00:12:35: vielleicht nicht in Deutschland, aber woanders in Europa fertigen, verstehen wir das Ganze

00:12:40: trotzdem noch als ein "Made in Germany" oder zumindest ein "Made in Europe".

00:12:43: Das ist immer noch mit einem hohen Qualitätsanspruch verbunden.

00:12:46: Aber und jetzt nehmen wir mal nur als Beispiel uns mal den Volkswahnkonzern raus, der in

00:12:50: Spanien, in Portugal, in Tschechien, in der Slowakei fertigen kann und das auch tut und

00:12:56: da natürlich auch in der Lage ist, Kapazitäten natürlich auch irgendwo zu jonglieren, die

00:13:01: vielleicht aber in der aktuellen Kostenstruktur, vor allem auch auf dem Industriestandort

00:13:05: Deutschland, vielleicht die günstigeren Standorte sind und das aber für gleich sozusagen aus

00:13:10: der Managementperspektive weiterhin mit einem Qualitätsanspruch "Made in Europe" sozusagen

00:13:15: betrachten.

00:13:16: Aber meine Überlegung ist jetzt gerade, kann das Ganze aber trotzdem noch dazu führen,

00:13:21: dass wir über diesen Punkt, an dem muss die Demografie vielleicht gar nicht mehr so viele

00:13:25: Fachkräfte zur Verfügung stellt, dann dennoch quasi hinausgehen kann beim Rückgang der

00:13:30: Beschäftigung in Deutschland?

00:13:31: Ja, also es ist so, dass diese demografische Entwicklung, die wir haben, dass die in den

00:13:38: nächsten zehn Jahren nicht ausreicht, um diese Beschäftigungsveränderung, die wir erwarten,

00:13:46: sozusagen aufzunehmen.

00:13:47: Das heißt, man kann das nicht nur darüber gestalten, dass die Menschen aus dem Erwerb

00:13:52: zu leben aussehen, das wird nicht reichen.

00:13:55: Das ist leider so.

00:13:57: Und wir sehen ja auch, dass auch Anpassungen, die Unternehmen vornehmen müssen, dass sie

00:14:03: das mitunter nicht entlang der demografischen Entwicklung, entlang der demografischen Kurve

00:14:08: eins zu eins zu machen, sondern sie müssen auf Dinge reagieren, die jetzt gerade der Fall

00:14:14: sind.

00:14:15: Und von daher ist das nicht die Lösung der Aufgabe, die da die Unternehmen vor sich haben.

00:14:22: Es wird nicht reichen.

00:14:23: Es ist so, dass wir in Deutschland auch in der Vergangenheit nicht die günstigsten Autos

00:14:28: der Welt gebaut haben und wir hatten hier immer höhere Kosten als an anderen Standorten.

00:14:32: Und das, was uns auszeichnet, ist ein hervorragendes industrielles Netzwerk.

00:14:37: Das ist Forschung, das ist die Ausbildung.

00:14:40: Darum beneiden uns nach wie vor viele Regionen der Welt, was wir hier für eine Möglichkeit

00:14:45: haben, die Leute auch sozusagen in die Berufe reinzubringen.

00:14:49: Gerade in Amerika wird davon geträumt, weil wir hier einfach Qualitäten nach wie vor

00:14:55: liefern können, die woanders eben so nicht eins zu eins abgebildet werden können.

00:15:02: Und das ist das, was uns hier auszeichnet und von daher ist es auch zum gewissen Maße

00:15:07: okay, dass wir hier höhere Kosten haben und auch eben höhere Löhne zahlen für Fachkräfte,

00:15:12: die es halt woanders nicht gibt.

00:15:14: Die Frage ist nur, wo ist sozusagen die Grenze, wo das nicht mehr funktioniert?

00:15:21: Und da würde ich sagen sind die Löhne nicht der Hauptpunkt, sondern der Hauptpunkt ist,

00:15:27: dass wir eben eine Wirtschaft und eine Industriepolitik machen müssen, die es halt auch sinnvoll,

00:15:33: betriebswirtschaftlich sinnvoll erscheinen lässt, dass man halt Arbeitsplätze hier in

00:15:38: Deutschland schafft.

00:15:39: Wenn Sie im Börsen notiert, dass Unternehmen sind und Aktionäre von überall auf der Welt

00:15:43: haben, dann müssen Sie ja gute Argumente haben, warum Sie an einem gewissen Standort

00:15:49: investieren.

00:15:50: Und wenn man in so einer Transformation ist, wie die Automobilindustrie gerade ist und

00:15:54: man eben neue Standorte über neue Standorte und andere Standorte nachdenkt, dann ist

00:16:00: man jetzt in einem internationalen Standortwettbewerb.

00:16:03: Und da braucht man gute Argumente.

00:16:06: Und sie hat wie Beispiel aus Europa angesprochen, es ist in Portugal, in Spanien, in osteuropäischen

00:16:13: Ländern, wir kurrieren mit den allen, die haben alle Zugang zum europäischen Binnenmarkt,

00:16:17: die haben auch Fachschäfte und so weiter und die haben dann mit unteren Bedingungen,

00:16:22: die dann halt zur Zeit besser passen, als das hier bei uns der Fall ist.

00:16:26: Und von daher entstehen eben gerade auch in anderen europäischen Ländern neue Jobs in

00:16:32: der Automobilindustrie.

00:16:33: Aber es entstehen ja sozusagen neue Jobs, nicht nur einfach so, sondern vor allem natürlich

00:16:41: auch in den europäischen Ländern.

00:16:42: Und Sie haben es ja auch schon angedeutet, in den ja, ich sage mal, Innovationsbereichen,

00:16:46: die momentan in der Automobilindustrie natürlich auch eine Rolle spielen.

00:16:49: Elektromobilität, Digitalisierung, Automatisierung.

00:16:51: Ich habe gestern einen Beitrag gesehen im Fernsehen tatsächlich zu einer Robotikmesse,

00:16:56: wo es dann auch hieß, dass Deutschland beim Thema Robotik und auch beim Thema humanoide

00:17:01: Roboter und das ist ja auch ein großes Thema in der Autobranche mittlerweile führend

00:17:04: ist in der Welt, also was die technologischen Kompetenzen anbelangt.

00:17:08: Also geht es dann im Kern darum, dass wir jetzt da zusehen müssen, dass wir eben gerade

00:17:14: bei den innovativen Themen auch mehr Fachkräfte ausbilden, aber auch finden, vielleicht auch

00:17:19: international finden.

00:17:20: Ist das jetzt vielleicht dann auch der entscheidende Entlösungsweg, diesem Problem, der vielleicht

00:17:26: sich ein negativ ausrollenden Beschäftigungsentwicklung entgegen zu wirken?

00:17:30: Ja, da haben Sie vollkommen recht.

00:17:34: Wir haben Bereiche, die Sie angesprochen haben.

00:17:37: Wir Automatisierung denken Sie beispielsweise an die Logistik, die bei uns Lagerzentren

00:17:42: organisiert werden können.

00:17:44: Inzwischen vollautomatisch, da fahren die Fahrzeuge ganz alleine rum, holen die Sachen

00:17:49: aus den Lagern und verstauen das dort wieder.

00:17:53: Das ist eine Spezialität, die die deutsche Industrie hat, die sozusagen die Digitalisierung

00:17:58: von Industrieprozessen.

00:18:00: Das ist das, was uns, glaube ich, wirklich ein Wettbewerbsvorteil geben kann gegenüber

00:18:07: anderen.

00:18:08: Und da brauchen wir natürlich Fachkräfte.

00:18:10: Wir brauchen natürlich in diesem Bereich Mechanik, Automatisierungstechnik, Elektrotechnik,

00:18:18: Energietechnik, spielt auch eine große Rolle beispielsweise.

00:18:21: Und dann natürlich diese Fächerinformatik, IT-Systemanalyse und diese ganze Bereiche.

00:18:29: Das wird extrem wichtig.

00:18:30: Und natürlich hilft uns in gewissen Bereichen beim Programmieren in Zukunft auch die künstliche

00:18:35: Intelligenz.

00:18:36: Aber man braucht natürlich trotzdem Leute, die das alles auch anwenden können und die

00:18:42: künstlichen Intelligenz dazu bringen, die Probleme, die es dann auch gibt sozusagen

00:18:48: zu lösen.

00:18:49: Und ja, da müssen wir auf der einen Seite natürlich bei unserer Ausbildung immer anpacken.

00:18:56: Und da dafür sorgen, dass die Menschen sozusagen auch Lust haben, in diesen Bereichen zu arbeiten.

00:19:04: Aber auch natürlich der internationale Arbeitsmarkt und das Gewinn von Fachkräften aus anderen

00:19:13: Rekionen kann natürlich auch eine große Rolle spielen.

00:19:15: Und hier ist es natürlich auch vorteilhaft, dass wir als deutsche Automobilindustrie natürlich

00:19:19: an vielen Standorten der Welt Autos bauen, außerhalb Deutschlands in, ich glaube, in

00:19:24: zwischen 19 Ländern.

00:19:25: Und gerade die Zulieferindustrie ist ja fast überall vertreten.

00:19:29: Und wenn man so ein weltweit aufgespanntes Produktionsnetzwerk hat, hat man natürlich

00:19:34: auch einen sehr guten Überblick über die einzelnen Arbeitsmärkte.

00:19:37: Und da kann man natürlich auch gerade in den größeren Unternehmen über gewisse Programme

00:19:41: es den Mitarbeitern auch ermöglichen, auch mal an anderen Standorten zu arbeiten und

00:19:46: dann sozusagen auch nach Deutschland zu kommen.

00:19:48: Und wenn man eben meine Dwegen in einem Werk, in einem anderen Land arbeitet oder in einem

00:19:53: Entwicklungsprojekt oder wie auch immer.

00:19:58: Also das ist, glaube ich, in den großen Unternehmen auch ein Vorteil, den die haben, dass sie innerhalb

00:20:04: ihres Konzernverbunds einen guten Überblick über die nationalen Arbeitsmärkte haben.

00:20:09: Und dort auch, wenn Sie sehen, wir haben hier in einer Region viele kluge Köpfe, die uns

00:20:15: hier weiterbringen können, dass sie dann vielleicht auch an anderen Standorten, wenn Sie Lust haben,

00:20:20: eingesetzt werden können.

00:20:21: Jetzt sind wir natürlich gerade auf der Seite schon der Themen, vielleicht auch der Jobprofile,

00:20:28: die in Zukunft noch nachgefragt sind oder stärker nachgefragt sein werden als je zuvor.

00:20:34: Auf der anderen Seite müssen wir natürlich aber auch danach fragen und auch das zeigt

00:20:36: ja Ihre Studie und da können Sie uns vielleicht nochmal ein wenig mitnehmen.

00:20:39: Was sind denn jetzt eigentlich so die klassischen Bereiche, von denen man sagen muss, da wird

00:20:43: die beschäftigten Zahlen und auch die Nachfrage überhaupt nach diesen Themen in Zukunft sinken?

00:20:47: Ja, das ist beispielsweise der Bereich Metallverarbeitung oder Metalloberflächenbehandlung, Schweißtechnik,

00:20:59: Metallbau, Lagerwirtschaft ist auch was, was das wird vor allem sehr stark automatisiert.

00:21:07: Und ja, Maschinenbaubetriebstechnik, das wird auch in Zukunft natürlich noch gebraucht,

00:21:16: aber diese klassischen Metallberufe, die natürlich auch sehr stark am Verbrennungsmoder

00:21:23: und am Antriebsstrang gehangen haben, das wird natürlich weniger werden und es ist

00:21:30: auch nochmal ein weiterer Punkt, der hinzukommt.

00:21:32: Das sind ja auch viele sehr energieintensive Bereiche und was wir davon in Zukunft in Deutschland

00:21:40: werden machen können, ist glaube ich auch ein bisschen schwieriger geworden.

00:21:45: Wir haben in Deutschland hohe Energiepreise, wir werden auch in Deutschland wahrscheinlich

00:21:49: nicht die günstigsten Energiepreise in Zukunft hinbekommen und da ist natürlich alles energieintensive,

00:21:55: ist natürlich seit einigen Jahren in Deutschland ziemlich unter Druck und das wird dann eben

00:22:00: auch dazu führen, dass die Beschäftigten in diesem Bereich weiter zurückgehen.

00:22:05: Was mich in der Stelle interessiert, was Sie auch gerade gesagt haben, dass die Player

00:22:12: aus der Automobilindustrie ja auch davon profitieren, dass sie ein internationales Produktionsnetzwerk

00:22:17: haben, viele verschiedene Standorte, viele verschiedene Kulturen und Mentalitäten natürlich

00:22:22: im Konzern haben, aber wenn wir so von der Autoindustrie sprechen, dann sprechen wir

00:22:26: jetzt ja nicht immer nur von Mercedes-BMW, ich hatte zum Beispiel letztes Jahr die Gelegenheit

00:22:31: BMW in Südafrika zu besuchen und dort den dortigen IT Hub zu sehen und da hat man auch

00:22:37: gesehen, was für ein Potenzial da auch in anderen Regionen der Welt steckt, was man

00:22:41: vielleicht hier in Europa in Deutschland gar nicht so vor Augen führt, was da auch an

00:22:45: ein IT Know-How, an Digitalkompetenz schlummert und wie stark solche Hubs zum Beispiel dann

00:22:54: für das gesamte Netzwerk eines OEMs dann auch helfen, aber und darauf will ich jetzt

00:22:58: eigentlich hinaus, wenn wir von der Autoindustrie sprechen, sprechen wir ja auch von Zulieferern

00:23:01: und damit meine ich jetzt gar nicht so die Top-Zuliefer, denen es ja momentan auch nicht

00:23:05: gut geht, aber auch mittelständische Unternehmen kleinere und mittelständische

00:23:08: Unternehmen, für die die Transformation sowohl was das Technologische anbelangt, also Innovation

00:23:14: im Digitalbereich natürlich eine enorme und viel größere Herausforderung aufgrund der geringeren

00:23:19: Ressourcen und vielleicht auch das geringere Know-House, was eben in diesem Netzwerk vorhanden

00:23:24: ist, schlummert. Aber wie ist das jetzt auch in Sachen Fachkräfte? Wie kommen die an die Leute,

00:23:31: die es auch schaffen, in so einem Unternehmen mit den Wandeln auch anzustoßen und auch an

00:23:36: den richtigen zukunftsweisenden Positionen zu sitzen oder auch zum Beispiel Umsetzung KI,

00:23:41: das ist eine große Herausforderung für gerade für den Mittelstand in Deutschland.

00:23:45: Das stimmt. Es ist tatsächlich eine große Herausforderung. Jetzt hat der Mittelstand

00:23:52: auf der einen Seite zahlt er sehr gute Löhne, wenn wir uns die mittelständischen Unternehmen

00:24:01: in Deutschland anschauen. Viele sind wirklich ganz tolle Unternehmen, die in ihrer Region auch

00:24:07: eine riesen Rolle spielen. Man kennt nicht, man kennt nicht jeden, aber wir haben in der Automobilindustrie,

00:24:12: wie auch in anderen Industrien, ist Deutschland übersät von ganz tollen Mittelständlern,

00:24:17: die ganz tolle Produkte haben, wo sie auf Ideen kommen und Lösungen anbieten, die viele andere

00:24:24: gar nicht schaffen. Und das ist, glaube ich, immer noch grundsätzlich ein attraktiver Arbeitsplatz

00:24:29: und wird auch in Zukunft ein attraktiver Arbeitsplatz sein. Wenn wir an die Transformation denken,

00:24:34: dann haben Sie dann Thema angesprochen, was es den Zudieferern natürlich schwerer macht als

00:24:41: anderen. Man hat beispielsweise, stellen Sie sich ein Unternehmen vor, das hat einen oder zwei

00:24:46: Produktionsstandorte und macht da Produkte, die meinetwegen in den Verbrennungsmotor reingehen.

00:24:53: Dann ist es natürlich nicht so einfach, sich jetzt komplett neues Geschäftsmodell zu überlegen

00:24:58: und zur Elektrobobilität zu wechseln. Das ist einfach schon mal eine riesen Herausforderung. Dann

00:25:05: gibt es aber, das ist aber nur ein kleiner Teil, es gibt auch andere, die eben jetzt nicht am Verbrennungsmotor

00:25:09: hängen, die haben auch vielleicht nur ein oder zwei Standorte produzierende was und entwickeln

00:25:15: sich schon weiter, haben da mitunter vielleicht auch eine kleine Entwicklungsabteilung, die sie

00:25:20: weiterbringt. Aber dann sehen Sie beispielsweise, wir wollen jetzt Fachkräfte haben und wollen

00:25:27: unsere bisherigen Fachkräfte weiterentwickeln und wollen die vielleicht auch umschulen. So,

00:25:32: das ist für so ein kleines Unternehmen, ist das eine riesen Herausforderung, weil wenn ich jetzt

00:25:37: jemanden, der beispielsweise Ingenieur ist, wenn ich den weiterbilden möchte zu einem Software

00:25:42: Ingenieur meintetwegen, dann brauche ich da ja vielleicht ein halbes Jahr oder ein dreiviertel

00:25:46: Jahr, wie ich diese Person qualifiziere. In der Zeit muss ich natürlich, dann kann der wahrscheinlich

00:25:52: weniger arbeiten, dann zahl ich ihm sein Gehalt, ich zahl die Fortbildung, die er macht, das heißt,

00:26:00: das Unternehmen investiert extrem mit diesen Mitarbeiter, aber es hat natürlich keine Gewissheit,

00:26:05: dass der Mitarbeiter nach seiner Weiterbildung dann noch bleibt. So, es gibt dann welche geben,

00:26:10: auch wenn das nur ein Teil ist, der dann sagt, das ist toll, das bin ich hier, habe ich mich weiter

00:26:16: entwickelt und jetzt habe ich ganz neue Möglichkeiten und jetzt bleibe ich vielleicht nicht bei dem

00:26:20: Mittelständler, sondern geht dann vielleicht zu dem Tierwand, zu dem großen Zulieferer oder

00:26:25: vielleicht auch zu einem Hersteller oder mache etwas ganz anderes. Und das ist natürlich ein

00:26:31: Problem für die Unternehmen, dass sie auf der einen Seite finden, sie auf dem Arbeitsmarkt eben nicht

00:26:37: wegen der Engpässe eben mitunter nicht die Fachkräfte, die sie benötigen und sie haben,

00:26:43: es gibt eben so ein Hemmnis in die Weiterbildung, in solchen Maßnahmen, wie ich sie gerade beschrieben

00:26:49: habe, zu investieren, weil es extrem viel Geld kostet und ich kann niemand dazu zwingen,

00:26:53: danach bei mir zu bleiben und das macht es eben extrem, extrem teuer und das ist was, was den

00:27:00: Mittelständlern, glaube ich, schon zu schaffen macht, das muss man so deutlich sagen und da muss

00:27:06: man überlegen, was es dafür für Möglichkeiten gibt, wo man dann vielleicht auch über Weiterbildungsprogramme,

00:27:15: die irgendwie gefördert werden, sich etwas überlegt, wie man diese Anreize für Unternehmen

00:27:21: eben die Mitarbeiter weiterzubilden, wie man das eben vergrößern kann. Sehen Sie hier an der

00:27:28: Stelle auch die, man sagt ja immer so gerne, was kann die Politik tun an der Stelle, sehen Sie da

00:27:34: die Politik auch in der Pflicht vielleicht bestimmte Hürden, was das anbelangt, was das Thema

00:27:38: Weiterqualifizierung oder Weiterbildung anbelangt aus dem Weg zu räumen oder eben, wie sie es

00:27:43: ja gerade schon genannt haben, auch Incentives oder Förderung eben in Aussicht zu stellen, dass die

00:27:48: Unternehmen da auch, dass für die Unternehmen auch dann Attraktivität gewinnt, da auch die

00:27:52: Mitarbeiter weiterzubilden, wobei es ja eigentlich eine intrinsische Motivation der Unternehmen

00:27:57: geben sollte, das zu tun, aber sie haben mir gerade das Problem beschrieben, dass eben die

00:28:01: die weiterqualifizierten Mitarbeiter*innen dann vielleicht zu anderen Unternehmen abwandern,

00:28:06: also was kann man denn da vielleicht an vielleicht politischer Rahmen, einen politischen Rahmen

00:28:11: vielleicht geben? Grundsätzlich ist es ja, sagen wir mal, die meisten Unternehmen sind,

00:28:17: sage ich mal, stehen in Verbindung mit Gewerkschaften, die Mitarbeiter dort sind,

00:28:23: sind organisiert und es ist so was ist natürlich ein Thema zwischen Arbeitgeber, Arbeitnehmer,

00:28:28: zwischen wo auch die Gewerkschaften natürlich ein großes Interesse haben, sozusagen, dass sie die

00:28:36: Mitarbeiter weiterqualifiziert werden und dass da wirkliche Hürden abgebaut werden. Von daher kann

00:28:41: sowas auch im Rahmen von Tarifverträgen beispielsweise Tarifverhandlungen, kann das ein Thema sein,

00:28:48: wo dann die Experten in diesem Bereich sich auch tatsächlich was überlegen können, aber

00:28:55: Tarifrechtsexperte bin ich leider nicht, ich sehe nur als Ökonom sozusagen die Anreizproblematik

00:29:03: und das ist eben auch das, was ich in den Gesprächen mit den Unternehmen immer wieder höre, die dann

00:29:08: auch so Weiterbildung machen und die sagen, wir haben hier sehr extrem viel Geld in die Hand genommen

00:29:11: und haben hier die Leute ein halbes Jahr freigestellt, um damit rein zu investieren und wir hoffen,

00:29:17: dass die halt bleiben, weil wir brauchen sie. Der Punkt ist nur, dass diese Gruppe, die man

00:29:23: dabei darbildet, das wird nicht von sich aus mehr, das werden halt einfach nur weniger,

00:29:27: aber hofft hat, dass möglichst viele halt einem erhalten bleiben. Dann ist eben die Frage an der

00:29:32: Stelle, inwiefern sich die vielleicht kleineren Unternehmen auch unternehmenskulturell oder

00:29:37: andere Anreiz schaffen, da müssen wir jetzt an der Stelle nicht drüber sprechen, aber da gibt es

00:29:41: natürlich auch viele Möglichkeiten, dass sich da auch eine Transformation einstellt, die ist dann

00:29:45: auch den Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern am Ende des Tages auch vielleicht interessanter macht,

00:29:51: dann bei dem Unternehmen zu bleiben, aber ich sehe das auch, wie sie auch als großes Problem,

00:29:55: Geld in zu investieren, in sozusagen die Workforce und dann nicht unbedingt die Gewissheit zu haben,

00:30:00: dass die dann auch eben an Bord bleiben. Also das ist schon klares Problem. Aber was ich die

00:30:06: ganze Zeit nach dem Kopf habe, ist, weil wir sind ja gerade schon so ein bisschen an einem Punkt,

00:30:09: was kann man tun, was kann man machen, ja, wir haben uns gerade so ein bisschen nach der Frage der

00:30:13: Unterstützung durch die Politik irgendwie gesprochen. Weiterbildung ist generell eine,

00:30:18: kann eine Lösung sein, auch eine, die aber nicht ganz ohne Faltstrecke ist, wie wir gerade schon

00:30:23: gesagt haben, was ich mich gerade noch fragen, und wir haben es heute an mehreren Stellen schon

00:30:26: ein bisschen angesprochen, ist einfach so das Thema auch Kommunikation von Transformation und zwar an

00:30:32: ganz vielen Stellen, weil wir haben es natürlich an vielen Stellen, das haben wir jetzt heute schon

00:30:35: besprochen, mit einem Wandel zu tun, der wahr abzusehen, der wahr antizipierbar, Janik, wir haben aber

00:30:42: auch schon im Podcast darüber gesprochen, auch in zugehens der ganzen Sparprogramme oder vor

00:30:46: allem in zuge zum Beispiel jetzt der ganzen Diskussion rund um Werkschließungen, Kündigungen bei

00:30:52: Volkswagen, wo wir gesagt haben, Mitarbeiter des Volkswagen Konzerns kennen Unsicherheit nicht,

00:30:58: das heißt die sind Prinzip, die sind dahin gegangen, um 40 Jahre beim Volkswagen zu schaffen und dort

00:31:04: dann in Rente zu gehen und das haben zum Teil manchmal vielleicht die Generation vorher, das hat

00:31:08: vielleicht der Vater oder auch der Großvater auch schon gemacht und da kommt man ja an so ein

00:31:12: Punkt, wie sehr oder wie kann man das unterstützen, einen Wandel, der unvermeidbar ist, vernünftig zu

00:31:20: kommunizieren, zu moderieren, zu begleiten, natürlich auch über mehrere Jahre, wo man ein

00:31:25: bisschen dann natürlich auch irgendwo eine Balance finden muss aus einem sozialverträglichen,

00:31:31: aus einer sozialverträglichen Transformation und gleichzeitig auch der Notwendigkeit natürlich

00:31:36: wirtschaftlich sinnvoll aufgestellt zu sein, weil es erinnert mich jetzt sagen wir vielleicht in

00:31:39: das plakativste Beispiel ist ein bisschen der Brown-Cole-Abbau im Ruhrgebiet, weil die Tatsache,

00:31:44: dass das natürlich schwierig ist für die Beschäftigung in dieser Region, kann nun mal aber nicht

00:31:51: darüber hinwegtäuschen, dass es einfach keine Zukunftsaussicht mehr hat dort unter Tage

00:31:56: irgendwie abzubauen und das gleiche ist, das kam mir gerade eben vorhin der Gedanke, weil wir das

00:32:00: auch, wir haben viele bei Automatisierung gesprochen, auch über Metallbearbeitung und das dadurch

00:32:03: Automatisierung vielleicht viel wegfällt, ich glaube heute würde niemand in einem Automobilwerk

00:32:09: darüber diskutieren, ob es sinnvoll ist oder nicht im Karosseriebau einen Automatisierungsgrad

00:32:14: von über 90 Prozent zu haben. Das haben früher auch alles mal irgendwie Menschen gemacht oder

00:32:20: mit deutlich höheren manuellen Anteil gemacht und heute würde niemand auf die Idee kommen zu sagen

00:32:24: "Lass uns doch mal bitte wieder Menschen an diese unglaublich ja auch gefährlichen Aufgaben sozusagen

00:32:31: dieser riesengroßen Schweißaufgaben usw. zu stellen" und das ist natürlich was, da hat es ein

00:32:38: Wandel schon dahin gegeben, dass sich im Nachhinein als etwas herausstellt, wo man sagt da braucht

00:32:44: man ja gar nicht mehr darüber diskutieren, aber wir stehen jetzt eher in vieler Fällen ja auch an

00:32:47: einem Punkt wo wir vielleicht vor dieser Transformation stehen und wie man jetzt aber eigentlich dieser

00:32:52: ja irgendwo den Beschäftigten in der Automobilindustrie, die ja immer noch 100.000 in Deutschland sind,

00:32:58: wie man den jetzt auch vermitteln kann, das ist eine Transformation, die am Ende vielleicht auch

00:33:03: insgesamt gesamtgesellschaftlich gesehen eine gute ist, das ist so ein bisschen gerade die Frage,

00:33:07: die ich mir stelle und wer muss da eigentlich diese moderierenden Aufgaben übernehmen? Sie

00:33:13: sprechen ein ganz wichtiges Thema an, wie geht man eigentlich damit um und wie nimmt man den Menschen

00:33:19: auch die Angst vor der Veränderung? Sie haben ja positive Beispiele genannt, wir haben heute

00:33:26: Sachen automatisiert, die waren in der Vergangenheit, wurden die manuell gemacht und das war mit

00:33:31: unter keine einfache Aufgabe und das ist ja wirklich eine tolle Weiterentwicklung, dass

00:33:36: man das heute nicht mehr machen muss und ich kenne auch Beispiele gerade auch aus der Metallbearbeitung,

00:33:41: wo wir Unternehmer sagen, wir haben Mitarbeiter, die sind seit über 30 Jahren dabei und vor 30

00:33:47: Jahren war nichts automatisiert, auch die Maschine nicht und heute nehmen die das iPad mit nach Hause

00:33:52: und steuern die Maschine halt mit dem iPad von zu Hause und schauen da halt nochmal nach, ob das

00:33:57: alles passt. Das heißt auch, deren Jobs gehen nicht alle verloren, nur weil sich die Technik weiter

00:34:03: entwickelt, sondern viele Mitarbeiter haben ja auch Freude daran, sie wissen noch, wie das früher war

00:34:09: und finden das jetzt auch gar nicht so schlecht, dass sich die Dinge weiter entwickeln und dass

00:34:13: ein oder andere ziemlich unangenehme mitunter auch erspart bleibt. Also grundsätzlich glaube ich,

00:34:19: müssen wir einfach schon einfach auch sagen, was einfach sagen, was los ist und der Punkt ist die

00:34:27: Elektromobilität, das kann man die Studien, kann man von vor, also ich weiß es, wir haben 2017

00:34:33: eine Studie gemacht, das stand schon drin, Elektromobilität wird zu weniger Beschäftigung

00:34:37: führen. Das ist aber immer, das sagt immer für einen immensen Aufschreiß, gibt denn immer welche,

00:34:42: aber die dann sagen aber, das kann man doch so nicht sagen und dann entsteht doch ganz viel anderes,

00:34:47: es entsteht was anderes, aber es ist mal weniger komplexen Elektromotor zu bauen als ein Verbrennungsmotor,

00:34:55: das ist halt so und das ist dann nochmal unterschiedlich, ob es jetzt ein Dieselfahrzeug ist,

00:35:02: ein Benziner, das ist auch nochmal unterschiedlich komplex, aber das gehört schon mal dazu zu sagen,

00:35:09: wenn wir diese Transformation begleiten, wenn wir da losgehen, dann wird es dazu führen,

00:35:16: dass sich auch die Jobs, die wir in der Automobilindustrie haben, verändern, das muss man einfach

00:35:21: auch mal sagen und jedes mal, wenn sie das machen, für das in gewissen Kreisen immer zu einem

00:35:28: Aufschrei, das ist so, aber es ist nun mal der Fakt und ich glaube, der Hauptpunkt ist einfach

00:35:38: darüber zu reden, wie schaffen wir es, das Ganze sozusagen gewinnbringend für möglichst viele

00:35:45: Haltitze bekommen und das ist auf der einen Seite eben, wenn wir weniger Beschäftigung benötigen,

00:35:51: ist die Frage, was kann man demografisch sprachen, was gibt es eben für neue Beschäftigungsfelder,

00:35:56: wo ich die bisherigen Mitarbeiter für was anderes nutzen kann, aber man darf nicht so tun und

00:36:01: sagen, wir wollen, dass wir jetzt eine CO2-neutrale Mobilität haben, wir wollen, dass sich alles

00:36:06: verändert, aber die Beschäftigung, das muss alles genauso bleiben wie es ist, sondern da müssen

00:36:11: wir auch diese Veränderungen zulassen und müssen das halt gestalten und den Leuten die Angst nehmen

00:36:16: und wir sehen, wir haben viele Veränderungen durchgemacht, aber der Beschäftigungsstand in

00:36:20: Deutschland ist so hoch, fast so hoch wie noch nie, also wir haben viele Entwicklungen durchgemacht

00:36:25: und es hat sich auch so weiterentwickelt, dass wir auch in verschiedenen Bereichen einfach auch

00:36:32: tolle, weitere tolle Jobs haben und das muss man eben auch zulassen. Was natürlich aber für

00:36:38: im Prinzip auch sozusagen angstfreie Transformation wichtig ist, ist am Ende auch irgendwo ein Zielbild,

00:36:46: also wie gut kann man erklären, wo man eigentlich aus welchen Gründen hin will und ich denke da

00:36:51: jetzt auch tatsächlich daran, wie vielleicht am Ende dieser Transformation am Ende auch

00:36:55: Beschäftigung aussieht, wie vielleicht am Ende dieser Transformation Beschäftigungszahlen

00:36:59: aussehen können, das ist ja alles das, was Sie sozusagen auch mit Ihrer Studie auch irgendwo

00:37:02: so ein bisschen abgedeckt haben, über welche Beschäftigungszahlen sprechen wir überhaupt,

00:37:07: über welche Jobs sprechen wir, wie viele Jobs kommen vielleicht in Innovationsbereichen hinzu,

00:37:12: wie viele fallen am Ende vielleicht aber auch in Bereichen weg, die eben aufgrund von Automatisierung

00:37:17: und Technologie vielleicht auch wegfallen können, wo landet man am Ende, haben Sie das Gefühl,

00:37:22: dass es aber so ein Zielbild bei den Automobilherstellern, bei den großen Zulieferern überhaupt

00:37:28: gibt, weil man kann momentan auch den Eindruck bekommen, dass vieles gerade ein bisschen kurzfristiger

00:37:33: Natur ist, vielleicht auch böse könnte man auch Aktionismus sagen manchmal, dass man so ein

00:37:39: bisschen sagt, wir müssen jetzt aber schnell und auf einen Schlag jetzt zu einer Lösung kommen,

00:37:43: haben Sie denn den Eindruck aber, dass genau so ein Zielbild, wir wissen genau wo wir hin wollen,

00:37:47: wir wissen ungefähr, also mein Gott keiner kann den Glaskugel gucken, aber wir wissen,

00:37:51: wo wir stehen wollen 2030, 2035, wir haben ungefähr den Eindruck, wir können personal in die

00:37:57: eine Richtung vielleicht auch weiter entwickeln, auf der anderen Seite über die nächsten Jahre

00:38:02: sozial verträglich abbauen und dann landen wir dann 2030, landen wir dort, haben Sie das Gefühl,

00:38:09: dass es diese Zielbild gibt? Nein, das Gefühl habe ich nicht, aber das ist nicht so negativ gemeint,

00:38:17: wie Sie das jetzt vielleicht bei Ihrer Frage denken würden, weil erstens glaube ich, dass es

00:38:23: unterschiedliche Zielbilder gibt innerhalb der Unternehmen, dass da auch unterschiedliche

00:38:29: Bereiche eben ganz unterschiedlich drauf schauen, wie das aussieht und zweitens sind wir ja gerade in

00:38:36: der Situation, wie wir es eingangs beschrieben hatten, wo wir gerade wirklich den perfekten

00:38:41: Sturm haben, der den Unternehmen wirklich gerade sehr zu schaffen macht, dass es wie gesagt die

00:38:48: Themen, die wir im Markt haben, der Hochlauf der Elektromobilität, aber schauen Sie sich auch

00:38:54: diese geopolitischen Schwierigkeiten an, die Diskussion um Zölle, das heißt es stand heute

00:38:59: nicht so einfach nach vorne zu schauen, wir sind in Deutschland sehr auf den Export ausgerichtet,

00:39:06: wir exportieren drei von vier Fahrzeugen, die wir in Deutschland herstellen, exportieren wir. Letztes

00:39:10: Jahr war das wichtigste Landet, das wir exportiert haben, waren die Vereinigten Staaten 450.000

00:39:15: Autos aus deutschen Werken, ging nach Amerika in die USA. Jetzt hat man eine Diskussion um Zölle,

00:39:22: da ist die Frage was heißt das denn für unseren Standort und dann ist natürlich die Frage wie

00:39:30: geht es weiter mit dem chinesischen Markt gesehen durch den Hochlauf der Elektromobilität,

00:39:36: dass auch die Produktionsstärke in den einzelnen Regionen für die Regionen stattfindet und

00:39:42: gleichzeitig ist Deutschland der Produktionsstandort für Elektrofahrzeuge in Europa, der zweitgrößte

00:39:48: Produktionsstandort für Elektrofahrzeuge in der Welt. Da ist gerade so viel im Wandel, dass man

00:39:54: natürlich sich so ein Zielbild vorstellen kann, aber deshalb habe ich eben gesagt, es gibt es gibt

00:40:01: mehrere für unterschiedliche Szenarien, haben glaube ich zumindest einmal das Unternehmen,

00:40:09: aber dann wahrscheinlich auch nochmal die Betriebsrat und Gewerkschaftszeit, haben wahrscheinlich

00:40:13: auch nochmal ein anderes Bild und von daher ist es glaube ich nicht so einfach dieses Zielbild zu

00:40:21: haben, wo ich sage, da will man hin, weil man einfach aktuell zu viele Ungewissheiten hat,

00:40:27: die es uns hier gerade in Europa einfach auch sehr schwierig machen. Ich glaube auch, also

00:40:33: ich glaube selten, da war es schwieriger und herausfordernder für die Unternehmen, da wirklich

00:40:37: eine Strategie für die nächste Zeit auch zu entwickeln auch und dem auch an dieser Strategie

00:40:43: auch festzuhalten und wir sehen ja auch gerade wie die Autoherstellerreinweise auch wieder ihre

00:40:47: gerade Elektroobilitätsstrategien wieder kassieren und wieder mehr Richtung Verbrenner schielen und

00:40:53: da gibt es ja schon wieder einiges, was für eine andere Richtung läuft und die haben es angesprochen,

00:40:58: die geopolitischen Herausforderungen mit der neuen Trump-Administration in den USA, aber auch mit

00:41:04: dem was in der Ukraine passiert, das sind ja auch Dinge, die auch wirtschaftliche Auswirkungen haben,

00:41:10: also da glaube ich ist es momentan, dazu kommen die ganzen Transformationsströme, die wir haben,

00:41:15: wir haben sie angesprochen, Digitalisierung, Elektromobilität, Nachhaltigkeit CO2 Neutranten,

00:41:20: also es ist wirklich multiple, wie da gerade die Herausforderungslage für die Hersteller ist,

00:41:24: also ich glaube auch, dass ist momentan vielleicht die schlechteste Situation für die Unternehmen

00:41:30: da auch wirklich ein klares Zielbild zu formulieren. Na absolut, es ging mir ja auch gar nicht,

00:41:34: also ich wollte ja auch gar nicht unfair sozusagen der Automobilindustrie gegenüber sein, aber es

00:41:38: ging mir natürlich darum, wenn wir den der berühmte Satz "die Menschen mitnehmen wollen" ist

00:41:43: natürlich eine Form von "da wollen wir hin" und das bedeutet das und das bedeutet das vielleicht

00:41:48: für die einen Berufsgruppen, das bedeutet das für die anderen, aber in Zukunft werden wir

00:41:52: folgendes Bild haben und das könnte so ungefähr aussehen. Das ist ja schon etwas,

00:41:56: wie man die einzige Möglichkeit, wie man kommunikativ jemanden mitnehmen kann,

00:42:00: ist natürlich ein möglichst möglichst genaues Bild zu zeichnen, dass das momentan aber schwierig

00:42:06: ist, das ist natürlich außer Frage. Ja, aber da kann ich zustimmen, wenn man so ein Bild hat,

00:42:13: wo das hingeht, macht es den Leuten das leichter da mitzugehen und das muss man wie gesagt den

00:42:21: Menschen auch zutrauen, auch den Beschäftigten. Auch viele junge Leute treffen ihre Berufsentscheidung

00:42:27: und die müssen ja richtig informiert werden, was eigentlich in den einzelnen Bereichen auf

00:42:32: sie zukommt und von daher ist das ganz wichtig. Aber wenn Sie mit diesen kleinen Schwenk erlauben,

00:42:38: wir haben ja in Deutschland in verschiedenen Bereichen in letzter Zeit das Gefühl, dass man

00:42:45: irgendwas erst mal nicht sagt, das haben wir ja vor der Wahl gesehen, was man dann danach vielleicht

00:42:51: ein bisschen anders sieht, weil man denkt, okay ich muss das jetzt irgendwie so machen.

00:42:55: Ja, ich habe so ein paar Beispiele, ja. Sie wissen was ich meine, aber mit Blick auf die

00:43:02: Transformation sollte das Ziebel sein. Ich kann es Ihnen sagen, wir sind in 2030 der Produktionsstandort

00:43:10: für Elektrofahrzeuge in Europa. Wir sind das heute schon, aber wir sind 2030 noch mal gestärkt

00:43:15: und wir werden tolle Fabriken haben. Das wird eine wesentliche, wir werden Batterieproduktionen

00:43:23: in Europa sehen an verschiedenen Standorten, vielleicht nicht so viel in Deutschland, aber

00:43:28: immerhin auch in Deutschland. Und die Automobilindustrie wird mehr High-Tech sein als heute und das

00:43:35: wird an der einen oder anderen Stelle vielleicht ein bisschen sauberer sein, als man sich das vor

00:43:41: 20 Jahren hätte vorstellen können. Aber das werden tolle, super bezahlte Jobs sein. Die Automobilindustrie

00:43:49: war in der Vergangenheit die Stütze der deutschen und europäischen Volkswirtschaft und das wird

00:43:56: auch im Jahr 2030 so sein und da arbeiten wir ganz dran. Und das, was Sie eben eingangs gesagt hat,

00:44:02: die Lage ist gerade schwierig. Ich sage nochmal, die ist für alle schwierig und die Frage ist,

00:44:07: wer kommt mit der Komplexität, mit der Komplexität, in der wir heute leben, mit der Automobilindustrie

00:44:12: bestens klar? Und ich sage Ihnen eins, das sind die deutschen Hersteller und Zudieferäute.

00:44:17: Kommt damit besser klar als alle anderen. Ja, dann sind wir jetzt ja zum Ende der Folge auf einer

00:44:21: wirklich positiven, optimistischen Note sozusagen geendet und haben das düstere Bild am Anfang

00:44:26: hier jetzt die düsteren Wolken vertrieben. Also vielen Dank Herr Keilbert für diesen Punkt.

00:44:32: Und natürlich Herr Keilbert auch vielen Dank für Ihre Insights und Ihre Perspektiven auf das Thema

00:44:37: Beschäftigung in der Automobilindustrie. Wir sind am Ende der Folge angekommen. Ich möchte an der

00:44:41: Stelle vielleicht auch nochmal hinweisen, dass wir jetzt sozusagen im März bei Automotive IT und

00:44:46: bei Automobilproduktion unsere Themen Monate hatten, wo wir uns mit digitalen Karrieren,

00:44:51: mit Karrieren in der Factory und in den Werken der Hersteller und Zulieferer beschäftigt haben

00:44:57: und ganz viele interessante Aspekte da zusammengestellt haben. Also wer sich dann nochmal ein

00:45:01: bisschen den Deep Dive wünscht in das Thema neue Jobprofile, wo es in der Fabrik und eben auch

00:45:06: im Bereich IT-Digitalisierung in der Autobranche hingeht, dem sei das ans Herz gelegt und kann

00:45:13: dann gerne auf unseren Seiten dann nochmal schauen, so viel Eigenwerbung muss sein an der Stelle.

00:45:17: Wir sind ja auch ein Podcast von einem Printmagazin nennen und online auftritten. An der Stelle

00:45:24: darf das natürlich erlaubt sein. Ja, auf der Seite ganz ganz lieb, danke Manuel Kahlwald für die

00:45:29: Einschätzungen heute. Danke auch, dass wir wie gesagt, dass Sie auch wirklich schönes Schlusswort

00:45:35: gefunden haben. Das sollte uns natürlich Mut machen. Und wir haben natürlich auch etwas wie

00:45:39: als Journalisten etwas, was wir die nächsten fünf Jahre beobachten können, um dann am Ende auch

00:45:42: den Abgleich zu machen, ob es dann so gekommen ist. So machen wir es. Ich komme gerne nochmal vorbei

00:45:47: und dann sehe wir, dass wir alle recht hatten. Und nicht erst 2,35. Herzlichen Dank Kahlwald und an

00:45:56: alle, die zuhören, sagen wir bis nächste Woche und Tschüss. Auf Wiedersehen. Tschüss.

00:46:01: Was mich bewegt. Ein Podcast von Automotive IT und Automobilproduktion. Alle Infos zur

00:46:08: Folge in den Showmots. Weitere Folgen überall, wo es Podcasts gibt.

00:46:12: [Musik]

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