Volkswagen und der Zukunftsplan 2030: Kann sich der Konzern aus der Krise sparen?

Shownotes

Volkswagen hat die drohende Eskalation abgewendet: Der Aufsichtsrat hat dem Zukunftsplan 2030 einstimmig zugestimmt. Doch hinter dem historischen Beschluss stehen harte Einschnitte. Insgesamt sollen rund 100.000 Stellen wegfallen, vier deutsche Werke stehen unter besonderer Beobachtung und der Konzern plant mit deutlich geringeren Produktionsvolumina. Gleichzeitig will VW Milliarden in neue Technologien investieren.

Was genau beinhaltet die Einigung? Welche Standorte sind gefährdet? Und ist der Sparplan tatsächlich der Befreiungsschlag, den Wolfsburg jetzt braucht? Darüber sprechen Pascal Nagel und Yannick Tiedemann in dieser Folge von „Was mich bewegt – der Automotive Podcast“. Zudem eingeordnet wird der Sparplan von Experte Frank Schwope, Automotive Consultant und Lehrbeauftragter für Automotive Management an der FHM Berlin.

Details zu Volkswagens Sparplan für die kommenden Jahre

Wie Oliver Blume den VW-Konzern umkrempelt

Das weltweite Produktionsnetzwerk von Volkswagen im Überblick

Folgt „Was mich bewegt“, wenn ihr jeden Montag wissen wollt, was die wichtigsten Entwicklungen der Autoindustrie wirklich bedeuten.

Die Hosts

Pascal Nagel und Yannick Tiedemann sind Journalisten der Fachmedien automotiveIT und Automobil Produktion.

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Pascal Nagel

Yannick Tiedemann

Hinweis: Die im Podcast getätigten Aussagen spiegeln die Privatmeinung der Gesprächspartner wider und entsprechen nicht zwingend den Darstellungen des jeweiligen Arbeitgebers

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00:00:00: Volkswagen stand wochenlang vor einer Zereißprobe.

00:00:03: Der Aufsichtsrat galt als blockiert die Fronten zwischen Management um Boss Oliver Blume, Politik und Gewerkschaftenschienen verhärtet.

00:00:12: Umso überraschender kam jetzt die Nachricht der Aufsichtsrat hat dem Zukunftsplan-Zwanzigdreißig zugestimmt – und das einstimmig!

00:00:20: Und damit den Weg frei gemacht für das wohl größte Umbauprogramm in der Geschichte des Wolfsburger Autokonzerns.

00:00:27: Vieles davon war schon länger bekannt, dennoch bleiben einige kritische Fragen ungeklärt.

00:00:38: Was mich

00:00:38: bewegt?

00:00:39: Der Automotive-Podcast.

00:00:48: Hallo Pascal!

00:00:49: Hallo Janik!

00:00:50: Pascal, wovon warst du jetzt mehr überrascht?

00:00:53: von den Wahlergebnissen gestern in Sachsen-Anhalt?

00:00:57: oder tatsächlich von der Nachricht letzte Woche dass man sich im Aufsichtsrat von Volkswagen wirklich auf diesen Sparplan geeinigt hat

00:01:05: wovon ich mehr überrascht war.

00:01:08: Ja, das ist eigentlich relativ einfach.

00:01:10: Ich war leider vom Wahlergebnis gar nicht überraszt.

00:01:13: Überrascht hat mich tatsächlich dann schon dass Die Drohende, die ja sehr akut drohende Eskalation rund um Vorstand Management vom Volkswagen Konzern und dem Aufsichtsrat.

00:01:27: Es war ja kolportiert, dass man da womöglich schon außerordentliche Hauptversammlungen als Wege um den Aufsichtrat herum.

00:01:34: Das ist ja das war im Vorfeld ja schon dann irgendwo.

00:01:37: laut Medienberichten wurden da schon die Hintertüren sozusagen aufgemacht wenn es zu dieser Eskalations kommt Und das dann direkt schon Freitag die Nachricht kommt einstimmig diesem Sparplan zugestimmt.

00:01:50: Das hat mich dann doch überrascht und Janik vielleicht dazu einmal der Satz und vielleicht dann wirklich auch nochmal zur Transparenz, dass ihr uns hier noch nicht auf dem Weg zur Arbeit gehört habt liegt daran, dass wir wirklich auch am diesen Montag am Erscheinungstermin auch wirklich erst aufzeichnen.

00:02:12: Das haben wir bewusst gemacht und haben uns dazu entschieden, dass wir da wirklich so viel wie möglich der Entwicklungen jetzt rund um das Thema mitnehmen wollten.

00:02:21: Insofern nehmen wir hier wirklich am Montag auf und wenn ihr das Ganze dann hoffentlich auf dem Weg von der Arbeit nach Hause hört, dann haben wir da auch ... Zum Teil ja wirklich auch Janik heute einige sehr brandaktuelle Nachrichten.

00:02:36: Ganz akute Entwicklung

00:02:37: noch mit.

00:02:37: daher kommen wir gleich noch zu, deswegen habe ich auch ein bisschen auf die Wahl gestern abgehoben.

00:02:40: dann wird jedem klar dass wir heute am Montag aufnehmen direkt auch um eine wirklich brandheiße Folge rauszubringen das natürlich wie gesagt kein so schönes Ereignis gestern gewesen.

00:02:51: Umso positiver kann man ja vielleicht sagen, dass es im Volkswagen-Konzern mit Betriebsraten und Landespolitik da jetzt nicht so eine große Eskalation gekommen ist.

00:03:01: Sondern das man sich tatsächlich hier auf einen Plan für die nächste Zeit, für den nächsten Jahre auch verständigt hat.

00:03:08: Wobei, da kommen wir sicherlich gleich in der Folge noch zu... Einige der Entscheidungen, die vielleicht hätten auch schon gefallen und getroffen werden können.

00:03:16: Auch so ein bisschen vertagt wurden jetzt mit dieser Einigung.

00:03:19: Da wollen wir gleich mal drauf zu sprechen kommen.

00:03:21: Aber Pascal dann lass uns doch mal kurz einfach bevor wir jetzt nochmal zur Bewertung kommen dazu eben auch später noch mehr haben wir uns auch wieder einen Experten mit dazugeholt, der das Ganze nochmal so ein bißchen einordnet.

00:03:32: dazu gleich mehr.

00:03:34: aber lasst uns erstmal bischen auf den Details gucken.

00:03:35: was wurde denn da jetzt eigentlich überhaupt beschlossen?

00:03:38: Was ist denn?

00:03:38: immer sind die Eckpfeiler quasi diese Einigungen Und der größten Bretter, die auch schon so ein bisschen im Vorfeld durch die Medienlandschaft ging war natürlich der Stellenabbau.

00:03:50: Der jetzt auch nochmal deutlich erweitert wird.

00:03:54: also bereits Ende vierundzwanzig hatte Volkswagen ja schon angekündigt das bis zwanzig dreißig fünfzigtausend Stellen abgebaut werden müssen.

00:04:01: Jetzt kommt noch eine weitere Reduzierung hinzu.

00:04:04: nach diesen Beschlüssen jetzt der letzten Woche sollen nochmal rund fünfzig tausend weitere Arbeitsplätze zurück wegfallen einschließlich auch und das ist auch bemerkenswert an der Stelle.

00:04:15: Und sollte man auch an dieser Stelle betonen, auch Management Positionen sind hier von Betroffen.

00:04:20: Eine relativ große Zahl auch an Management Positionen, die getroffen sind.

00:04:25: Die wegfallen soll.

00:04:27: Volkswagen begründet das offiziell mit steigenden Wettbewerbsdruck, mit verändertem Nachfahrgestruktur und technologischen Wandel der Branche.

00:04:33: Das sind all die Gründe, die wir ja auch kennen und die jetzt nicht neu sind.

00:04:37: also insgesamt haben wir hier einen geplanten Stellenabbau von rund hunderttausend Jobs innerhalb von weniger Jahre ist schon ein ganz schönes Brett, was jetzt quasi auch offiziell verlautbart wurde.

00:04:51: Vorher wussten wir ja schon so ein bisschen von in welche Richtung das gehen soll.

00:04:53: aber das ist schon krass.

00:04:55: an der Stelle muss man sagen Besonders relevant für Deutschland ist eben auch, dass das hat auch Niedersachsens Ministerpräsident Olaf Lies gesagt.

00:05:04: Dass etwa die Hälfte der zusätzlichen Kürzungen auf deutsche Standorte entfallen.

00:05:10: also hier ist ganz klar der Fokus des Abbaus ist auf Deutschland oder der Anpassungsbedarf den hier der Konzerne sieht.

00:05:19: es sieht ganz klar Deutschland im Fokus.

00:05:21: Das war auch zu erwarten Und deswegen wird ja auch drüber diskutiert über die Werke in Deutschland.

00:05:28: Das gehört jetzt auch so ein bisschen zum Teil der Einigung, die hier getroffen wurde?

00:05:33: Ja genau und du sagst es ganz deutlich und vor allem auch Hälfte des neuen Bedarfs in Deutschland.

00:05:39: das ganze geht natürlich zahlt natürlich einen auf die Diskussion rund um den Industriestandort Deutschland, rund um die Kostenstrukturen, die wir hierzulande haben aber eben auch die Überkapazitäten, Ja, vor allem hier in Deutschland und Europa haben.

00:05:56: Das heißt da kommen wir jetzt gleich zum nächsten Punkt und das vielleicht ja sogar der Punkt Janik von dem ich jetzt sagen würde, der wurde vielleicht mit der größten Spannung erwartet.

00:06:05: Und da wurde man vielleicht auch am größten enttäuscht wenn man eine konkrete Aussage sich erhofft hat.

00:06:13: Wenn wir auf die Werke schauen, die dort eben so ein wenig zur Disposition standen und kam auf womöglich halt immer noch stehen.

00:06:21: Wir reden von Ämten, wir reden von Zwickau , wir reden vom Hannover Janik, also hier bei uns vor der Haustür und wir reden über das Audiwerk in Neckar-Sollen.

00:06:32: Im Vorfeld hieß es ja schon als dann auch die ersten so ein bisschen internen Mitteilungen durch die Medienlandschaft geflattert sind.

00:06:40: Hieß es beschlossene Sache diese vier Werke sollen dicht gemacht werden.

00:06:44: und da haben natürlich ganz klar Schauter der Standort Deutschland vor allem aber natürlich die Beschäftigten an diesen Standorten.

00:06:52: Ja, bange dann auf die Nachrichtenlage wenn dann eben diese Aufsichtsratsitzung vorbei ist.

00:06:58: und siehe da so richtig schlauer als vorher sind wir jetzt nicht unbedingt.

00:07:03: Es ist weiterhin so.

00:07:05: ich denke man kann ein bisschen die Headline verwenden das glasklare Werksschließungen sind ja zu ein bisschen abgewendet worden.

00:07:13: Das hat auch der Betriebsrat natürlich sehr begrüßt.

00:07:19: verabschiedet, dass diese Standorte auf jeden Fall nach Ablauf der aktuellen Fahrzeugprogramme definitiv dicht gemacht werden.

00:07:29: Aber Volkswagen spricht ganz klar von einer Überkapazität von ungefähr fünfhunderttausend Fahrzeugen pro Jahr Und vor dem Hintergrund geht es natürlich ganz klar darum, dass Volkswagen für sich identifiziert hat.

00:07:43: Vor allem in Deutschland und Europa vor diesem Hintergrund dieser Überkapazitäten eben nicht mehr wettbewerbsfähig produzieren zu können.

00:07:51: so was macht man jetzt mit den vier Standorten?

00:07:55: Ja man hat jetzt natürlich offiziell sozusagen eingeräumt, dass es um diese vier Werke und deren Wettbewerbsfähigkeit aktuell eben nicht sagen wir mal so gut bestellt ist.

00:08:05: Und hat sich auch nicht glasklar committed das diese Standorte in Zukunft eine wichtige Rolle im Fahrzeugproduktions Netzwerk des Konzerns spielen.

00:08:18: aber Man will wohl bis Juni, siebenundzwanzig also hat da jetzt noch etwas Zeit sich sozusagen erbeten.

00:08:25: Man könnte vielleicht auch auf Betriebsratseite sagen im Bestzeit rausgeschlagen ein neues Konzept für genau diese europäische Produktionsstruktur und auch die besagten vier Werke zu finden.

00:08:38: parallel werden zum Beispiel auch alternative Nutzungsmöglichkeiten für die Standorte geprüft.

00:08:43: Da hat man allerdings schon sehr offen gelassen, was das für alternative Nutzung sein kann.

00:08:50: Klammer auf!

00:08:51: Sicherlich natürlich auch eine Frage mit der man sich beschäftigt entsprechende Standorte womöglich auch zu sichern indem man sie veräußert.

00:08:59: Da haben wir nämlich jetzt gerade eine brandheiße Meldung Janik und da war es dann schon fast wert dass wir noch gewartet haben mit der Aufnahme dieser Folge.

00:09:10: denn wirklich nur Minuten Vor der Aufnahme dieses Podcasts kam die Nachricht rein, dass Volkswagen das Werk Osnabrück verkaufen wird oder planen zu verkaufen.

00:09:21: Und das wird momentan eben geprüft.

00:09:23: dafür hat man eine Vereinbarung getroffen mit dem Land Niedersachsen und der Aurelius Capital Unternehmen ein ja ein Investmentunternehmen aus Israel spezialisiert auf Investments rund um Innovation im Bereich Rüstung, Sicherheit, KI, kritische Infrastruktur.

00:09:43: Und der Plan ist jetzt eben das Volkswagenwerk Osnabrück mit dem Mehrheitseigner Aurelius Capital und aber auch dem Land Niedersachsen zu einem Zentrum für Sicherheits- und Verteidigungslösungen weiterzuentwickeln.

00:10:00: Also auch das natürlich schon in der Vergangenheit häufig kolportiert und wir haben es ja euch auch häufig schon besprochen, dass eine Nutzungsmöglichkeit bestehender Automobilwerke eben in diesem Bereich Rüstung und Verteidigung liegen kann.

00:10:14: Das ist im Ossner Brück jetzt der Fall.

00:10:16: Frage könnte das natürlich auch ein bisschen eine eine Blaupause für die Für die Werke sein über die wir gerade gesprochen haben?

00:10:23: Das wird sich jetzt sicherlich in Zukunft zeigen.

00:10:25: also da ehrlicherweise Noch keine noch keine Klarheit vielleicht eben auch nicht die Gewissheit, dass sie auf jeden Fall dicht gemacht werden aber weiterhin auch wirklich ja so ein bisschen auf der Kippe.

00:10:37: Ja absolut also die Entscheidung an das ist auf jeden fall eine der Entscheidungen die hier so ein bißchen einer der kritischen Entscheidungen getroffen werden müssen dir so ein Bißchen vertagt wurden an der Stelle.

00:10:46: und dass die Formulierung alternative Nutzungsmöglichkeiten die lässt natürlich offen für Interpretation was das bedeuten kann.

00:10:55: Wir hoffen natürlich quasi, dass wir dann nicht mehr von einem Rüstungspum sprechen und dass wir weiterhin diese Kapazitäten enorm brauchen.

00:11:06: An der Stelle wollen wir das natürlich nicht hoffen, dass das die alternative Nutzungsmöglichkeit ist.

00:11:11: Aber das ist wie gesagt einer der Fragen, die irgendwie noch ungeklärt bleiben Eine Frage die nicht umgeklärt ist, wo man denn auch so von den Zielen von den Konzern-Zielen her hin will in Zukunft.

00:11:25: Auch das war Teil der Einigung, dass man innerhalb dieses Zukunftsplan eben seine Konzertenziele neu ausrichtet.

00:11:32: Man will ein bisschen abrücken von der Logik des maximalen Volumens.

00:11:36: also künftig plant der VW-Konzern eine Jahresproduktion von nur rund neun Millionen Fahrzeugen.

00:11:42: Also nicht mehr dieses Rennen mit Toyota... darüber gesprochen haben, wenn man diese zehn Millionenmarke die natürlich anvisiert wurde.

00:11:50: Jetzt ist es eine Million weniger als heute und deutlich weniger auch als vor der Corona-Pandemie hier anvisieren werden gleichzeitig.

00:11:59: Und das ist ja auch immer so ne Marke über die wir viel gediskutiert haben.

00:12:02: Ist das Thema Profitabilität, die man massiv steigern will?

00:12:05: Die operative Umsatzredite soll bis zwanzig dreißig auf neun Prozent steigen.

00:12:10: Auch dass ein Ziel, das ja schon vorher im Vorfeld bekannt war.

00:12:15: Jetzt, wenn man auf das letzte halbjahr schaut lag der werk nur bei drei acht Prozent.

00:12:19: also hier gibt es noch einiges zu tun.

00:12:22: Aber man dass das Ziel zeigt auch so ein bisschen wie groß der Druck auf die die kostenstrukturen sind auf die Prozesse auf das Produktfolio Portfolio und deswegen sind wir die Anpassung von nöten.

00:12:33: insgesamt geht man von einem operativen Ergebnis von rund einen dreißig Milliarden Euro als zielgrößer aus die hier erreicht werden sollen.

00:12:42: Zugleich soll eben auch Komplexität reduziert werden, also auch das Modellportfolio soll deutlich reduziert wird.

00:12:50: bis verspricht sich Volkswagen wirklich größere Stückzahlen je modell geringere Entwicklungskosten bessere Skaleneffekte.

00:13:07: Und das soll alles eben auf diese Zielgrößen, die ich eben angesprochen habe hinwirken.

00:13:14: Ja, ich glaube man kann hier ganz klar sagen Volkswagen hat schon jetzt einfach in der Beschäftigung mit sich selbst festgestellt dass man einfach insgesamt deutlich zu komplex und so groß aufgebaut ist ja sei es in der Personal- und Organisationsstruktur, sei's in der Produktionsstruktur und Werkstruktur.

00:13:31: Sei es vor allem im Bezug auf Modellportfolio und

00:13:35: Co.,

00:13:36: also die Ausstattungsvarianten, die dort für sämtliche Marken möglich sind... Also das ist ja fast schon pervertiert eigentlich was im Prinzip die Auswahlmöglichkeit des Kunden angeht wenn man sich mal anschaut wie viel am Ende in der Realität eher dann doch über einfache Ausstattungsvarianten gelöst werden könnte.

00:13:57: Also deswegen finde ich sogar, die sind dieses seventy-fünf Prozent Angebotskomplexität reduzieren.

00:14:02: Das ist schon... sicherlich ein großer und aus meiner Sicht auch notwendiger Hebel.

00:14:07: Ja, ganz interessant nur weil wir in der letzten Folge über den Hyundai-Konzern gesprochen haben und da haben wir natürlich über so ein bisschen der gegenteilige Tendenz gesprochen.

00:14:14: das Portulio hat ausgebaut über hundert neue Modelle

00:14:18: usw.,

00:14:19: oder überarbeitete Modelle haben wir die Zahl genannt.

00:14:21: in der Folge also da sehen wir unterschiedliche.

00:14:24: hier geht man von unterschiedlichen Plateaus quasi auch aus und unterschiedlichen Ausgangspunkten an dieser Stelle Und in eine andere Richtung an der Stelle.

00:14:33: Aber es geht nicht nur um Reduzieren und Effizienz, sondern es gibt auch noch eine andere Ausprägung dieser Einigung.

00:14:42: Ja definitiv aber erst mal nur kurz zu Hyundai weil du hast ja in der Folge mit Hyundai selber angesprochen dass das natürlich nicht ganz vergleichbar ist weil wir über einen Konzern mit zwei drei Marken sprechen und wie bei Volkswagen über einen Ja mit Marken im zweistelligen Bereich sprechen.

00:14:58: Dreizehn, vierzehn Konzernmarken wenn man als Carriott mitzählt das hat hier natürlich nichts mit Modellvielfalt zu tun aber... Deswegen meint ich die unterschiedlichen

00:15:05: Ausgangspunkte ja an der Stelle.

00:15:07: Das

00:15:07: da natürlich eine ganz andere Komplexität schon vorliegt und ein ganz anderes Portfolio über die alle Marken hinweg vorliegen und eine andere Komlexität.

00:15:16: Das ist hier natürlich auch klar, weil du hast es gerade gesagt.

00:15:19: Da soll nämlich gleichzeitig gar nicht bedeuten dieser ganze Zukunftsplan dass das hier einfach nur sparen um jeden Preis und Hauptsache wir werden günstiger sondern muss ihr ganz klar sagen Volkswagen rüstet sich sozusagen für die Zukunft Und hat all das eben auf der problematischen Seite vielleicht festgestellt was wir gerade besprochen haben Volkswanger aber gleichzeitig klar gemacht und auch entschieden Dass man einen enormen in investitionsbudget freisetzt und zwar im dreistelligen Milliardenbereich.

00:15:53: In den nächsten Jahren also allein für den Zeitraum von siebenundzwanzig bis einunddreißig sollen Investitionen von einhundert fünfunddreizig Milliarden Euro getätigt werden in Sachanlagen aber auch in Forschung und Entwicklung, also Hier an der Stelle die Message ganz klar, ja wir sehen.

00:16:09: Wir sind zu komplex in Modellpalette, in Produktionsnetzwerk, in Organisationen und Co.

00:16:14: das stimmt!

00:16:15: Wir müssen uns schlanker aufstellen weil wir nicht mehr webbewerbsfähig sind.

00:16:18: aber gleichzeitig sollen natürlich hier wirklich also dreistelliger Milliardenbereich investiert werden in die Zukunftsfähigkeit des Konzerns in Technologien und Co.

00:16:29: Weil natürlich auch ich kann mir auch vorstellen Janik Es gab natürlich auch die ein oder andere Meinung im Vorfeld rund um das ganze Thema Volkswagen bis hin zur höchsten politischen Ebene, wo man natürlich auch gesagt hat.

00:16:44: Man sollte hier natürlich einer der größten Industrie vorzeige Konzerne Deutschlands sollte jetzt nicht nur auf die Tränendrüse drücken sondern gleichzeitig ja selbstbewusst und mit breiter Brust sagen dass man bei all dem was nötig ist dennoch den Anspruch haben muss vorne mitzuspielen und zwar ganz vorne.

00:17:02: Und dafür sind eben solche Investitionen auch nötig, genauso wie Verschlankungen und Strukturanpassung auf der anderen Seite nötigt sind.

00:17:09: also ich hatte Volkswagen das schon gehört und macht hier nochmal deutlich ne Neleude es geht nicht nur ums sparen Es geht schon ganz klar auch ums investieren da wo's gut tut unnötig ist.

00:17:21: Ja absolut Das ist ja auch das Entscheidende.

00:17:24: an der Stelle haben wir in diesem Podcast ja auch schon viel darüber diskutiert Dass es jetzt nicht nur darum geht sich klar gesund zu sparen sondern dass man natürlich jetzt auch weiterhin an die auf die Themen setzt, die man in den letzten Jahren auch gesetzt hat sei es in den Antriebsbereich im Batterie Bereich aber auch bei neuen Technologien rund ums autonome fahren und so weiter das man da auch weiter in den Anschluss hält.

00:17:46: Das ist ja unabdingbar an der Stelle, weil was hilft das Ganze?

00:17:50: sparen und Effizienz bestreben wenn am Ende des Tages man bei den neuen Technologien überhaupt nicht mehr mit vorne dabei ist.

00:18:01: Das kann ja auch nicht der Anspruch sein.

00:18:03: an dieser Stelle

00:18:04: Nein, absolut.

00:18:05: Und Janik jetzt bevor wir das Ganze gleich nochmal einordnen lassen natürlich du hast es gesagt auch durch einen Experten noch der letzte Punkt und auch dass mit sicherlich auch einer gewissen Neugier Beobachtet wie da die Entscheidung ausfällt denn es wurde durchaus im Vorfeld auch kolportiert Dass man sogar über eine Ausgliederung der Kernmarke Volkswagen PKW nachdenkt.

00:18:27: Das ist vom Tisch.

00:18:30: Das hat natürlich auch wieder großes, großen Alarm ausgelöst.

00:18:34: Vor allem beim Betriebsrat bei IG Metall das ist klar.

00:18:38: man hatte so ein bisschen gewittert dass man da bestimmte Mitbestimmungsrechte und vielleicht sogar irgendwie aushäbeln wollen würde.

00:18:45: Da war im Vorfeld wirklich die Panik groß.

00:18:48: jetzt ist erstmal klar dieses Szenario Volkswagen PKW wird ausgegliedert aus dem Konzern.

00:18:54: das ist erst mal vom Tisch.

00:18:58: Ganz unverändert soll die Struktur aber nicht bleiben.

00:19:01: Auch das ist jetzt mal noch nicht klar, wie es aussehen soll.

00:19:03: der Aufsichtsrat hat aber den Vorstand aufgefordert ein ganz neues Modell für zukünftige Entscheidungskonzernstruktur zu entwickeln.

00:19:12: man fordert schnellere Entscheidungen klare Verantwortlichkeiten geringere Bürokratie.

00:19:18: Der Aussicht der Aufssichtsrat will sich künftig übrigens auch stärker auf Entscheidungen konzentrieren die für den Gesamtkonzernen wirklich von strategischer Bedeutung sind.

00:19:28: Also auch da sollen insgesamt Entscheidungswege und dann nimmt sich der Aufsichtsrat gar nicht raus, deutlich vereinfacht und verschlankt werden.

00:19:35: Das heißt, der Marke Volkswagen PKW geht es hier nicht an den Kragen.

00:19:38: aber der Auftrag an den Konzernen auf jeden Fall dort auch Einfachheit in den Strukturen zu schaffen.

00:19:45: was man ja nicht jetzt aber sagen muss ist und das kam dann im Nachgang so ein bisschen die Nachricht nämlich dass wohl seht als Marke durchaus auslaufen könnte.

00:19:56: Nicht, dass man das ganze ausgliedert sondern, dass sich von der Markenführung der Marke Seat verabschiedet.

00:20:03: Das waren dann auch Medienberichte, dass das Ganze durchaus auch im Aufsichtsrat in den Sitzungen Donnerstag-Freitag diskutiert wurde.

00:20:10: Seat selbst hat inzwischen eine Nachricht herausgegeben die ehrlich sagt, dass es ein Szenario ist, offen ist und dass die Szenarien jetzt unterschiedliche Szenarien geprüft werden.

00:20:26: Und ein mögliches Szenario ganz klar ist, das die Marke seht ausläuft!

00:20:32: Das kann also durchaus passieren.

00:20:34: wenn die jetzt den nächsten geplanten Modelle- und Modellpflegen in den nächsten Jahren bis Anfang der dreißiger Jahre kommen dann kann es durchaus sein, dass die Marcke sehtausläuft hat ja auch einen relativ einfachen Grund nämlich CUPRA hat Seat eigentlich längst als Zugpferd innerhalb des Unternehmens, der Seat SA nämlich längst überholt.

00:20:56: Das heißt die zukünftige Relevanz des Unternemens Seat wird gar nicht in Frage gestellt.

00:21:04: ja wir haben schon häufig darüber gesprochen.

00:21:06: Martaurell wird ein wichtiges Werk, wird die kleinen Befs für den ganzen Konzern fertigen.

00:21:10: das heißt die Zukunft von Seat ist hier nicht infrage gestellt.

00:21:15: wenn wir aufs Unternehmen schauen.

00:21:17: sehr ist es gelungen mit kubra hier eine neue marke mit ganz neu marken image aufzuziehen und sogar im prinzip größer werden zu lassen als die kernmarke wenn man so will.

00:21:28: Und da ein scenario das wird nicht unwahrscheinlich sein würde ich sagen, ist es dass mein zukunft dort eher einfach kuba weiterführen wird auch mit großen zielen.

00:21:38: doch will man nämlich drei prozent marktanteil in europa erreichen bis zwanzig dreißig.

00:21:42: also hier ganz klares wachstumsziel.

00:21:44: aber womöglich Könnte für die Marke seht, dann tatsächlich Schluss sein.

00:21:48: Das könnte so sein das ist ja auch etwas was hier in letzter Zeit oder eigentlich schon länger auch koportiert wurde.

00:21:53: dass das passieren könnte es jetzt auch nicht die allergrößte Überraschung an der Stelle.

00:21:58: aber Pascal insgesamt muss man schon sagen einige Entscheidungen oder einige Ziele die jetzt in diesem Zukunftsplan hier definiert würden die sehr spannend sind und die auch immer noch Anlass zur Diskussion geben.

00:22:09: also hier Kann man jetzt nicht davon von einem abgeschlossenen Diskussionsprozess irgendwie sprechen, sondern da wird es ja weitergehen.

00:22:16: Aber ich habe in dem Zuge auch die Gelegenheit gehabt das Ganze noch mal ein bisschen einordnen zu lassen.

00:22:23: aus der Experten-Sicht hat mir schon mehrfach angekündigt und dafür mit Frank Schwoppe gesprochen.

00:22:30: Der war hier auch schon mehrfach Gast im Podcast Automotive Consultant und Lehrbeauftragte für Automotive Management an der FHM Berlin aktuell und in das Gespräch, da wollen wir eben kurz mal reinhören.

00:22:45: Hallo Herr Schope!

00:22:48: Schön dass Sie mal wieder mit dabei sind hier bei Was mich bewegt.

00:22:51: Ja schönen guten Tag.

00:22:53: Herr Schoppe, Sie selbst haben in der letzte Woche in einem LinkedIn-Posting direkt quasi nach der Einigung im VW Aufsichtsrat ja von einem Paukenschlag gesprochen, der alle verblüfft hat.

00:23:04: Warum waren sie so überrascht?

00:23:06: Oder warum sind sie so?

00:23:08: Ja, ich glaube die Mehrheit oder fast alle haben sich auf einen langen Arbeitskampf eingestellt.

00:23:12: So waren ja eigentlich auch die Äußerungen vom Betriebsrat von der Gewerkschaft, dass da einiges passieren könnte.

00:23:19: umso überraschender war denn diese Einigung auch am Donnerstag das am Donnersdag erscheinbar schon die Sitzung stattgefunden hat im Aufsichtsrat nicht erst am Freitag dafür müssen ja auch erstmal alle aufsichtsratsmitglieder versammelt sein.

00:23:29: also ist schon eine große Überraschung gewesen und jeder mit dem ich gesprochen habe war eigentlich wirklich baff oder verblüfft.

00:23:36: In der Tat, man hat sich auf jeden Fall darauf eingestellt dass diese ganzen Verhandlungen jetzt noch mal länger dauern würden.

00:23:42: Jetzt ist aber schon so ein bisschen die Frage ja es gibt jetzt diese Einigung Es gibt jetzt diesen Umstrukturierungsplan der aus zwanzig vierundzwanzig quasi noch herrührt und nochmal jetzt klarer gemacht wurde oder spezifiziert wurde auch noch Ist das für Sie an Ihrer Einschätzung einen Etappensieg für das Management um Oliver Blume?

00:24:02: Und gleichzeitig aber auch ein schwerwiegendes Signal für die Belegschaft bei Volkswagen, oder ist dieser Konflikt jetzt quasi ja auch irgendwo nur vertagt?

00:24:11: Also erstmal ist es so eine Art Sieg der Vernunft glaube ich auf alle Fälle weil das Unternehmen muss restrukturiert werden.

00:24:19: Dann kann man glaube ich schon sagen, dass es eine Etappen-Sieg für Herrn Blume ist.

00:24:22: Aber was ihr Eingang sagt diese Überraschung das so schnell einer Einigung getroffen wurde könnte aber darauf hinaus darauf hindeuten auch Das im Hintergrund vielleicht einige Vereinbarungen Getroffen wurden die wir noch gar nicht kennen eventuell irgendwelche Zusagen Für das eine oder andere Werk.

00:24:40: also Ich Glaube Es Ist Eine Etappensieg Für Herrn Bluma auf alle Fälle aber es ist kein.

00:24:49: Ist das jetzt eher so eine Art?

00:24:51: oder wie würden sie die Position des Gesamtbetriebsrats einschätzen?

00:24:56: Ist man hier quasi eingeknickt, weil Sie auch gesagt haben von Vernunft gesprochen haben schon das richtige Signal zur richtigen Zeit an der Stelle.

00:25:06: Es ist ein Signal der Vernunft sozusagen, weil es muss etwas passieren im Konzern.

00:25:12: Ob das nun die knallharte Schließung von Werken ist oder nicht?

00:25:14: Das sei mal dahingestellt.

00:25:15: Ich glaube so weit wird es auf alle Fälle in den vier zu Dispositionen stehenden Werken auch nicht kommen.

00:25:21: aber grundsätzlich ist glaub ich für die Mehrheit der Betrachter das ganze Szenario einen Einklicken des Betriebsrates beziehungsweise der Gewerkschaft da.

00:25:32: Sie haben die vier Standorte, um die es ja jetzt auch in diesen Verhandlungen ging angesprochen.

00:25:37: Da ist ja jetzt quasi immer noch relativ unklar.

00:25:39: also wir sprechen nur das nochmal deutlich zu machen um Ämten Neckar-Sul, Hannover und Zwickau.

00:25:45: Es ist immer noch ziemlich unklar, was jetzt mit diesen Standorten passiert.

00:25:48: Da gab es zwar ein paar Äußerungen oder auch Verlautbarung dazu, was da jetzt mit passieren soll.

00:25:55: Es wird über Anschlussverwendungen gesprochen wenn Produktionen auslaufen das ist aber alles noch so'n bisschen diffus.

00:26:04: Gerade die beiden Werke jetzt Empten und Zwickau auch in den letzten Jahren für das Zukunftsfeld der Elektromobilität ja umgerüstet wurden wirklich auf dieses Thema hin konzentriert und fokussiert wurden.

00:26:17: Schlüsselstandorte sind für die E-Mobilität.

00:26:21: Da fragt man sich schon, warum jetzt hier immer noch im Unklaren bleibt?

00:26:25: Warum bleiben hier die konkreten Aussagen weiterhin aus?

00:26:30: liegt das auch so ein bisschen daran, dass man sich so um diese schwerwiegende Entscheidung die da vielleicht auch am Ende des Tages ansteht.

00:26:36: So ein bisschen rumdrückt und es versucht irgendwie noch ein bisschen in die Zukunft zu schieben?

00:26:41: oder fehlt da wirklich noch einen Plan?

00:26:42: was ist also ihre Einschätzung?

00:26:45: Ich glaube, dass man Zeit gewinnen will auf alle Fälle.

00:26:47: Dass man nur nicht den hundertprozentigen Plan hat das man teilweise eine Nachverwendung sucht wie man sie in Osnabrück erscheinbar gefunden hat.

00:26:55: Da soll es ja eine nach Verwendung für die Rüstungsindustrie geben und kann natürlich nicht vier deutlich größere Werke als aus der Brücke in die Rüstungsindustrie umswitschen.

00:27:07: Aber ich glaube, man ist noch händeringt auf der Suche nach Nachnutzungsmöglichkeiten für die Werke beziehungsweise auch auf der suchen nach neuen Modellen für diese Werke.

00:27:18: Es ist ja jetzt nicht ausgeschlossen dass in diesen Bergen keine Autos mehr gebaut werden.

00:27:22: es kann durchaus sein das der VW-Konzern und das der Vorstand wieder neue Fahrzeuge an diese Werken vergibt wenn dort aufräumen arbeiten getätigt wurden oder dass man möglicherweise Stadt-VW Modellen, Modelle mit Joint Venture Partnern beziehungsweise mit Beteiligungspartnern produziert wie beispielsweise XPENG oder auch SAIC.

00:27:42: Sind Sie dann aber schon auf der Ansicht das über kurz oder lang Volksfragen Standorte schließen müssen und was würden sie sagen?

00:27:51: Wie viel mindestens geschlossen werden müssen am Ende des Tages?

00:27:55: Nein, ich glaube nicht dass Standorte zwingend geschlossen werden müssen.

00:27:58: Es gab ja in den Neunzelneunziger Jahren auch schon mal die Möglichkeit der Einführung einer Viertagewoche das heißt alle... Personen haben zwanzig Prozent weniger gearbeitet.

00:28:08: Das wäre auch eine Option, um auf einige Zehntausend Stellen zu kommen und diese Zehentausendstellen zu kürzen.

00:28:14: Darum könnte man theoretisch alle Werke erhalten.

00:28:17: Allerdings wäre das natürlich ein bisschen oder eine ganze Ecke teurer als wenn man einen Werk dicht machen würde und sich auf die anderen drei Werke konzentrieren würde.

00:28:26: aber ich gehe mal stark davon aus dass definitiv nicht vier Werke geschlossen werden sondern maximal eins

00:28:33: Wenn wir schauen wie es weitergeht.

00:28:35: Jetzt geht es ja nicht nur um das Thema Sparen am Ende des Tages und um das thema Kosteneffizienz.

00:28:40: Das steht natürlich momentan sehr stark im Fokus, aber parallel zu diesem Sparprogramm hat VW auch angekündigt ein hohe Milliardensumme auch weiterhin zu investieren in Forschung und Entwicklung unter anderem.

00:28:53: worauf sollte ihre Ansicht nach Wolfsburg?

00:28:56: sollte man in Wolfsbruck jetzt besonderes Augenmerk legen?

00:28:58: In welchen Technologiebereich sollte man jetzt wirklich auch nochmal nachlegen.

00:29:03: Ist das eher der Bereich der Antriebe, der Batterien?

00:29:06: Ist es der Bereich autonomes Fahren?

00:29:07: Wo würden Sie sagen sollte man da jetzt noch mal nachlegen und wirklich den Fokus drauf legen?

00:29:12: Ja grundsätzlich habe ich immer so den Eindruck dass in Wolfsburg so ein bisschen die Visionen fehlen für neue Märkte neu Technologien und dergleichen, aber der Konzern muss sie definitiv auf die Batteriefertigung fokussieren.

00:29:25: Auf die Solid-State-Battery von der ja eine oder andere Konzert schon Erfolgsmeldung mitgeteilt hat in den letzten Monaten oder Jahren.

00:29:35: Und wir erleben gerade eine Disruption durch Elektromobilität Die letzten Jahre und Ende der Dekade Anfang der dreißiger Jahre Erleben wir bestimmt die nächste Form der Destruktion durch das autonome fahren.

00:29:46: Das wird enorm wichtig und wir sehen es bei wemow, wir sehen ist bei du Wir sehen es bedingt bei Tesla dass da was sehr starkes auf die Autoindustrie zukommt etwas stärker disruptives möglicherweise als die Elektromobilität Und dementsprechend ist es glaube ich ganz wichtig Dass sich alle deutschen Hersteller und vielleicht auch große Zulieferer zusammen tun, um dort wirklich einen Schritt nach vorne zu machen im Bereich des autonomen Ferns.

00:30:16: Ja passiert momentan viel auch von anderen Akteuren im Weltmarkt oder in dem Business.

00:30:22: bleibt spannend wie sich ein Unternehmen in so einem Transformationsprozess da jetzt aufstellt.

00:30:30: Stichwort aufstellen ist auch noch eine gute stichworte an der Stelle ein dicker steines Anstoß.

00:30:35: in der ganzen Diskussion ging es ja wirklich um die Struktur des Volkswagen Konzerns.

00:30:39: Es wurde über eine mögliche Ausgliederung der Marke VW auch gesprochen, die jetzt wohl vorerst vom Tisch ist.

00:30:45: Gleichzeitig hat der Aufsichtsrat den Vorstand aber auch beauftragt ganz grundlegend mal über die Konzertstruktur nachzudenken um künftig schneller entscheidend zu können flexibler zu sein.

00:30:57: Und ein großer Roadblock oder ein großes Thema bei diesem Thema ist ja nun mal die besondere VW Konstellation aus eben Konzern, aus Unternehmen, aus Gewerkstadt und Politik in Form des Land Niedersachsen.

00:31:09: Ist das für sie ein quasi Modell auf Zeit?

00:31:13: Ein überholtes Modell?

00:31:14: oder ist es schon etwas... Was aufgrund dieser Gravitas dieses Konzerns nicht nur was die Autoindustrie anlangt, was der Industrie allgemein anbelangt.

00:31:23: Was die Gesellschaft in Deutschland auch anbelankt ja eine so besondere Rolle einnimmt das ist auch so eine besonderen Konstellation weiterhin Bedarf?

00:31:32: Naja erst mal muss man natürlich sagen dass diese Konstellations nicht auf Zeit gewählt wurde beziehungsweise dass sie seit gut achtzig Jahren glaube ich oder seit fast achtzig jahren relativ gut und stark funktioniert werden.

00:31:43: ja beispielsweise General Motors Und Kreisler, das war in dem Jahr im Jahr die neue Insolvent gegründet oder gestartet wurde.

00:31:51: Aber die waren pleite, die amerikanischen Automobilhersteller Volkswagen hat alle zwanzig Jahre eine tiefgreifende Krise.

00:31:58: Das war in den Siebzigern so und das war mit dem Diesel-Skandal so.

00:32:04: Aber VW ist aus diesem Krisen immer gestreckt hervorgegangen.

00:32:07: Und ich glaube, dass die Konstellation auch mit dem Einfluss der Arbeitnehmer nicht das Schlechteste ist, weil auf die Arbeitnehmer natürlich ein Rieseninteresse am Fortbestand des Unternehmens haben.

00:32:17: und wir haben ja gesehen, dass am Donnerstag relativ vernünftige Entscheidungen getroffen wurden.

00:32:25: Zumindest auf den ersten Blick.

00:32:26: Wir kennen gar nicht die Details.

00:32:27: also Ich glaube schon, dass in der Not man wirklich zusammenhält, am gleichen Strand zieht und dass Unternehmen wirklich zukunftsfähig ist.

00:32:35: Und zur Umstrug der Regen des Konzernes auch noch mal, ich glaube es ist letzten Endes gar nicht möglich die Marke vor WPKW auszugliedern.

00:32:44: das hat ja den Hintergrund sie dem VW Gesetz zu entziehen.

00:32:48: Ich glaube wird das Land Niedersachsen nicht mitmachen.

00:32:51: bei bestimmten Punkten beißen sich ja das Aktiengesetz Und das VW-Gesetz ein Stück weit, aber ich glaube es wäre schwer möglich für den Vorstand wirklich die Komponente und die VWPKW aus dem Unternehmen auszuliedern.

00:33:03: Ein großer Brocken an der Struktur quasi ausgegliedert werden würde.

00:33:08: Wobei wir jetzt zum Beispiel sehen ist eine andere Konstellation, aber wird ja auch in Zukunft von der Marke Seher natürlich gesprochen wobei dann lange quasi die Spekulation beziehungsweise die Tendenz dazu ging, dass diese Marke auslaufen wird.

00:33:24: Weil es ja eine neue Marke mit Kupra gibt, die jetzt ganz klar auf das Thema Elektromobilität geht.

00:33:30: Da wird's natürlich auch spannend sein was da in der nächsten Zeit noch passiert.

00:33:34: aber die Zeichen stehen schon darauf, dass für die klassische Marke Seat ein Ende hat an dieser Stelle.

00:33:41: Ja, das ist schon eine kuriose Konstellation.

00:33:43: jahrzehntelang wurde Seat Trotz oder jahrelang wurde sehr trotz Verlusten mitgeschleppt.

00:33:48: Dann war die Marke mal erfolgreich, hat auch mal schwarze Zahlen geschrieben.

00:33:53: aber die letzten Jahre ich glaube sechs Jahr oder acht Jahre gab es ja kein richtig neues Modell abgesehen von Facelift.

00:33:58: Es deutet alles darauf hin.

00:34:00: schon seit einigen Monaten oder seit einigem Seit zweiter Jahren gibt's oder war man so Gerüchte durch durch die Community und dass sie eingestellt werden könnte, es deutet ein bisschen darauf hin zumal Cupra ja deutlich mehr Fahrzeuge mittlerweile verkauft als sie hat.

00:34:15: Was natürlich aber auch steuerbar ist.

00:34:17: wenn die eine Marke neue Modelle hat die andere nicht dann ist das natürlich vorgezeichnet was ich da ein bisschen bedauert oder vermisse ist auch die fehlende Vision wie ich vorhin schon mal gesagt hatte.

00:34:27: VW hat beispielsweise keine Billigmarke.

00:34:29: das ist schon seit Jahren oder seit Jahrzehnten eigentlich

00:34:32: einen

00:34:32: Kritikpunkt am Konzern.

00:34:34: Renault hat beispielsweise die Billigmarke Dacia, mit der man durchaus Geld verdienen kann.

00:34:38: VW ist das nie gelungen oder VW hat es nie probiert?

00:34:40: Es wäre meines Erachtens durchaus eine Option zu versuchen, sehr mit schlichter Technologie, etwas älterer Technologien und alten Produktionsanlagen quasi als Billig-Marke weiterzuführen mit einem Absatz von zweihundert, dreihundertausend Fahrzeugen pro Jahr.

00:35:00: Das würde ja quasi dem entsprechen, was er so verkaufen kann.

00:35:04: Es gibt auch noch eine Stammklientel.

00:35:06: es gibt viele Leute die günstige Fahrzeuge im Sinne eines Dutcher suchen und zuhundert bis dreihunderttausend Fahrzeug entsprechend.

00:35:13: letztendlich ist auch ein Werk das man da nicht schließen möchte müsste.

00:35:15: wenn es einem gelingt sehr als Billigmarke umzuswitschen

00:35:19: Ja, das wäre auf jeden Fall eine Option.

00:35:21: Es werden aktuell glaube ich verschiedene Szenarien diskutiert.

00:35:25: Momentan sieht es eher danach aus dass die Marke keine Zukunft mehr hat.

00:35:28: wir werden das natürlich weiter verfolgen wie das jetzt sich in den nächsten Wochen sag' ich mal ausspielt und wir werden auch insgesamt natürlich dabei bleiben und schauen wie es jetzt weitergeht.

00:35:37: Herr Schope Ich danke Ihnen erstmal an dieser Stelle für Ihre Einschätzung zu der Einigung in der letzten Woche und ja wünsche Ihnen noch eine gute Woche an der Stelle!

00:35:44: Vielen Dank und gerne bis zum nächsten Mal.

00:35:50: Ja, das war Frank Schwoppe.

00:35:52: Vielen Dank noch mal für die Einschätzung zu der Einigung im Volkswagen-Konzern.

00:35:58: Da ist noch einiges offen und da wird noch einiges diskutiert werden.

00:36:02: Und wir werden sicherlich hier an der Stelle im Podcast auch nochmal in den nächsten Zeit über Volkswagen sprechen.

00:36:08: Die Entscheidungen und die News, die kommen ja jetzt gerade täglich rein.

00:36:11: Wir haben es ja heute auch wieder gesehen mit der Entscheidung aus Nahbrück.

00:36:14: Da wird noch einiges bekommen.

00:36:17: ob wir jetzt in nächster Woche wieder darüber sprechen?

00:36:18: Das schauen wir mal!

00:36:19: Wir haben ja noch andere gute Themen, die wir besprechen wollen.

00:36:22: aber es bleibt auf jeden Fall spannend.

00:36:24: Definitiv weil so lange warten... da würden wir ewig warten.

00:36:28: Irgendwann muss man aufnehmen und drohen.

00:36:30: vielleicht dann auch eine Stunde nach dem man aufgenommen hat kommt da vielleicht noch die nächste große Meldung.

00:36:35: Dafür passiert momentan einfach zu viel, insofern würde ich sagen sollte sich im Laufe der Woche hier noch wirklich Entscheidendes zusätzlich ergeben dann sprechen wir es natürlich in der nächsten Woche an.

00:36:46: freue mich darauf wenn sie, wenn ihr eine nächste Woche wieder zuschaltet sage danke der Yannick Danke an Frank Schwoppe Dank fürs Zuhören und bis kommende Woche Ciao.

00:36:54: Bis dann ciao.

00:37:02: Alle Infos zur Folge in den Schobens.

00:37:05: Weitere Folgen überall, wo es Podcasts gibt!

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