Was bedeutet Qualität für Volkswagen, Herr Krepp?
Shownotes
Was bedeutet Qualität in einer Zeit, in der Autos längst nicht mehr nur Maschinen, sondern digitale Produkte sind? Darüber spricht Andreas Krepp, Chief Quality Officer von Volkswagen, in der neuen Folge von WAS MICH BEWEGT. Vom klassischen Verständnis technischer Zuverlässigkeit bis hin zu Software, Nutzererlebnis und Over-the-Air-Updates beschreibt Krepp, warum Qualität heute deutlich größer gedacht werden muss als in der Vergangenheit. Im Gespräch geht es um die Herausforderungen eines globalen Automobilmarkts, die unterschiedlichen Mentalitäten in China, Europa und den USA sowie die Frage, wie sich Geschwindigkeit und Gründlichkeit miteinander vereinbaren lassen.
Andreas Krepp ist Sprecher auf dem Mobility Circle 2026. Alle Infos und Tickets unter: www.mobility-circle.com
Mehr zu Pascal und Yannick finden Sie auf LinkedIn: Pascal Nagel: https://www.linkedin.com/in/pascal-nagel/ Yannick Tiedemann: https://www.linkedin.com/in/yannick-tiedemann
Hinweis: Die im Podcast getätigten Aussagen spiegeln die Privatmeinung der Gesprächspartner wider und entsprechen nicht zwingend den Darstellungen des jeweiligen Arbeitgebers
Transkript anzeigen
00:00:00: Qualität in der Autoindustrie.
00:00:02: Das war lange eine ziemlich klare Sache, saubere Spaltmaße hochwertige Materialien technische Zuverlässigkeit.
00:00:08: doch was bedeutet Qualität wenn Software Apps digitale Dienste und ganze Plattformen längst genauso über das Kundenerlebnis entscheiden?
00:00:16: Und wenn chinesische Wettbewerber zeigen dass auch Geschwindigkeit und Innovationskraft zu Qualitätsmerkmalen werden können?
00:00:23: darüber sprechen wir heute in der aktuellen Folge Was mich bewegt mit einem spannenden Gast von einem der weltgrößten Automobilhersteller.
00:00:34: Was mich bewegt,
00:00:35: der Automotive-Podcast.
00:00:44: Hallo Janik!
00:00:45: Hallo Pascal!
00:00:46: Wir sind mal wieder physisch im Studio und das sind gleich nicht nur wir beide sondern wir sind zu dritt heute.
00:00:56: Wir wollen heute über das Thema Qualität sprechen und Janik das besprechen wir ja so explizit.
00:01:02: also ich will fast sagen wir haben glaube ich explizite über das thema qualität noch nie gesprochen in diesem podcast in fast hundert vierzig folgen.
00:01:09: Wir sprechen selten über Qualität, wobei das ja nun wirklich das Pfund ist.
00:01:14: Speziell der deutschen Autoindustrie mit denen man ja über viele Jahre und Jahrzehnte hausieren gegangen ist also Qualitätsversprechen made in Germany usw.
00:01:23: Darüber wollen wir heute sicherlich auch ein bisschen sprechen.
00:01:25: aber das verändert sich natürlich auch extrem.
00:01:26: du hast es ja in deinem Intro gesagt da gibt's viele Einflussfaktoren die das Qualitätesversprechen ja in den letzten Jahren und Jahrzenten auch spürbar verändert haben.
00:01:38: Das ist ja auch etwas, was sich die gesamte Wertschöpfungskette eigentlich zieht.
00:01:42: Und da gibt es enorme Anpassungen, technologische Natur und darüber wollen wir heute mit unserem Gast diskutieren.
00:01:50: Ja ich glaube ehrlicherweise warum wir bislang noch nie so explizit darüber gesprochen haben, das steckt wahrscheinlich schon ganz viel auch drin, was vielleicht an dem Thema problematisch ist nämlich man nimmt es als gegeben hin dass vor allem wenn wir hier in Deutschland, Industriestandort Deutschland, deutsche Automobilindustrie dann ist das Thema Qualität das was man nicht diskutieren weil man es nicht diskutiert muss.
00:02:16: Aber ich glaube wir werden heute so ein bisschen dahinter kommen, dass sich eben Qualitätsbegriff auch verändert, dass heute andere Themen als vielleicht Verarbeitungsqualität Produktionsqualität Fertigungskwalität und am Ende Materialanmutung und die Hardware sozusagen.
00:02:37: Dass das alles im Mittelpunkt steht, sondern dass vielleicht auch andere Themen dazukommen, die man vielleicht auch ein bisschen lange Zeit ausgeblendet hat oder nicht in den Mittelpunk gestellt hat und genau dazu führen, dass man ausgehend von dem Qualitätsbegriff der Immer-gegolden hat so ein bisschen Erneuerungen verpasst hat.
00:02:57: Das wollen wir heute besprechen mit jemandem der für das Thema Qualität eben komplett verantwortlich ist.
00:03:07: Ich habe es gesagt bei einem der größten Automobilhersteller der Welt, wir freuen uns heute auf den Chief Quality Officer des Volkswagen-Konzerns auf Andreas Krepp!
00:03:18: Hallo Herr Krepp, schön dass Sie heute bei uns sind.
00:03:19: Hallo Danke, dass Sie mich eingeladen haben.
00:03:22: Herzlich willkommen.
00:03:23: Ja und wir haben's gerade schon im kurzen Intro gesagt, Qualität vielleicht ein Thema was Ja, um explizit drüber zu sprechen vielleicht ein bisschen vernachlässigt ist.
00:03:35: Wir haben es zumindest im Podcast auf jeden Fall vernachlässig explizite über das Thema zu sprechen.
00:03:39: Schwingt
00:03:40: immer ein bisschen mit ne?
00:03:41: Ja,
00:03:41: schwingt häufig ein bisschen Mit.
00:03:42: aber mal sich tatsächlich damit auseinanderzusetzen was Qualität eigentlich bedeutet wie sich Qualität oder der Qualitätsbegriff Qualitätersverständnis Über die Zeit über die Jahre vielleicht auch verändert oder verändert hat Und wie dann natürlich auch die Arbeit eines Chief Quality Officer aussieht bei einem der größten Automobilhersteller in der Welt, das wollen wir heute besprechen.
00:04:02: Insofern sehr schön dass Sie da sind und ich würde mal ganz banal und ganz simpel rein starten aber mal schauen wie simpel es wirklich ist.
00:04:11: Es ist nämlich Herr Krepp was eigentlich Ihr Verständnis von Qualität?
00:04:15: Ja, das ist eine interessante Frage, eine gute Frage.
00:04:19: Was ist Liebe?
00:04:22: Wenn ich die kurze Antwort darauf wüsste, dass wäre ja viel einfacher.
00:04:28: Qualität ist wie Sie schon gesagt haben das ist überall es ist in den Prozessen es ist im Verständnis Es ist in der Einfachheit der Dinger.
00:04:40: auch ich habe die letzten zwanzig Jahre das Glück gehabt im Ausland arbeiten zu dürfen.
00:04:48: Ich bin seit kurzem wieder zurück in Deutschland und Da habe ich hier und da die Facetten von der Qualität auch nochmal für mich selbst neu entdeckt.
00:05:00: Ich finde den Spruch, denn die Amerikaner öfters mal bringen ganz charmant if it's not easy its broken.
00:05:10: Das heißt auch das ist Qualität!
00:05:12: Wenn einer ein Kunde das Produkt nicht versteht dann ist es für ihn qualitativ minderwertig.
00:05:19: Also es geht von der Grundqualität, wo beim Fahrzeug ich sage mal ein Rad abfällt bis hin zu was passiert eigentlich wenn ein Software einen Bug hat also eine Over the Air Update oder einfach wie viele Schritte habe ich bis zu einem bestimmten Menüsenpunkt zu kommen?
00:05:42: ist das gleich sichtbar?
00:05:43: Oder brauche ich da ein PhD um dahin zu kommen?
00:05:47: Das ist alles Qualität.
00:05:49: Es ist sehr vielschichtig und es entwickelt sich auch ständig.
00:05:53: Ja, das wäre jetzt nämlich direkt meine Folgefrage gewesen.
00:05:56: Wie hat sich denn Ihr Verständnis von Qualität eigentlich über die letzten Jahre geändert?
00:06:00: Nicht nur weil Sie auch viele Stationen im Ausland hatten – das werden wir sicherlich heute an der einen oder anderen Stelle noch mal ansprechen, weil's natürlich auch interessant ist wie sich vielleicht ein Qualitäts- Begriff und Qualitätsverständnis in verschiedenen Märkten womöglich auch unterscheidet oder zumindest Schwerpunkte, die dort kundenseitig nachgefragt sind.
00:06:19: Aber weil sich eben über die letzten zehn, zwanzig Jahre die Welt natürlich weiter bewegt hat und Sie haben es schon angesprochen Themen wie Software immer wichtiger geworden sind.
00:06:27: Wie hat sich denn Ihr Verständnis von Qualität im Laufe ihrer Karriere verändert?
00:06:32: Oder Hat es sich überhaupt verändert?
00:06:34: oder gilt ein Grundzügen eigentlich immer das Gleiche?
00:06:37: nur vielleicht betrachtet man manchmal bis in anderen Gegenstand.
00:06:43: Es ist immer mehr geworden.
00:06:45: Also es ist immer etwas on top gekommen, das ist vielleicht der bessere Ausdruck.
00:06:52: Ich habe ja vor vierundreißig Jahren als Lehrling angefangen bei uns im Unternehmen Industriemechaniker.
00:07:00: und wie war damals mein Qualitätsverständnis?
00:07:06: Das war einfach beim U-Stahlfallen entweder hat man die Spezifikation erreicht oder nicht, mit Toleranzen plus minus ein paar Zehntel.
00:07:15: Und da war das Bauteil oder das Ergebnis qualitativ hochwertig.
00:07:19: Dann ist man beurteilt worden mit einem Punktesystem und so habe ich damals auch die Qualität des Fahrzeugs gesehen.
00:07:27: Das heißt im Großen und Ganzen die Bauqualität.
00:07:31: Danach kam diese ganzen Themen wie mit Spaltmaße usw.
00:07:37: Das ist natürlich die Grundlage Und die mussten nach wie vor stimmen.
00:07:45: Was dazugekommen ist, ist dass wenn sie vor dreißigvierzig-fünfzig Jahren ein Fahrzeug betrieben haben – Sie sind in den Urlaub gefahren über den Pass nach Italien und das Auto ist heile angekommen.
00:07:59: Da waren sie schon heilfroh!
00:08:04: Dass der Kühler nicht irgendwo den Geist aufgegeben hat….
00:08:10: Das ist heute nicht mehr so.
00:08:11: Das wissen Sie, das weiß ich.
00:08:13: Ich bin noch nie angerufen worden von einem fröhlichen Kunden der mich dann gesagt hat... Ich bin jetzt wirklich auf Sardinien angekommen und ich finde super!
00:08:27: Mir ist nichts passiert.
00:08:29: Das ist das Thema.
00:08:31: Auch das andere Thema ist wo ich doch oft Briefe von den dankbaren Kundenkriegen ist, wenn mal was passiert.
00:08:43: Das heißt, wenn ein Unfall passiert.
00:08:46: Meistens gibt es dann ein Bild vom Auto wo du denkst wow!
00:08:52: Ist da jemand lebend rausgekommen und dann ist das oft so?
00:08:55: Dann gibt's ja Bilder der Familie, uns ist nichts passiert.
00:09:00: Und dann kann Volkswagen, dann kann ein Konzern
00:09:02: usw.,
00:09:03: je nachdem von welcher Marke Das Fahrzeug ist, also auch das ist Qualität.
00:09:09: Was jetzt immer mehr dazugekommen ist, ist das Thema UX-UI.
00:09:20: Das ist auch eine neue Sichtweise für die Qualität und auch Jedi Power beschäftigt sich ja da stark.
00:09:28: Also es gibt Kundenstudien überall auf der Welt mit unterschiedlichen Firmen, mal macht das Epsos, mal Jenny Bauch, andere Firmen.
00:09:37: Das heißt auch, dass es Qualität ist.
00:09:40: Wie intuitiv ist die Bedienung von einem Fahrzeug?
00:09:45: Und wie auf dem Markt zugeschnitten ist ein Fahrzeug und da kann man Bücher drüber schreiben.
00:09:54: Ich habe mich die letzten Jahre sehr stark damit beschäftigt.
00:09:57: Auch das ist Qualität!
00:09:58: Kann man dann eigentlich sagen, es geht nicht mehr darum dass man ankommt.
00:10:02: Dass das das Qualitätsversprechen ist sondern auch die Art und Weise wie man ankommt.
00:10:06: sozusagen wenn sie sagen UX ist ein ganz wichtiges Thema in der Qualitätzicherung und Qualitäzmanagement.
00:10:11: Dass sich das dahingehend verschoben hat ist eben der Weg da hin eben auch viel stärker im Blickwinkel des Qualitäzt-Managements ist?
00:10:19: Total!
00:10:21: Das ist ja... Früher, wir in der Qualitätssicherung.
00:10:25: Früher haben wir zum ersten Mal das Auto gesehen als es schon auf den Rädern stand.
00:10:31: Ein Prototyp oder ein früheres Vorsärenfahrzeug und dann ist das für viele Sachen schon zu spät.
00:10:40: Dann sagst du auch Mensch warum sind die Knöpfe denn so?
00:10:46: Wo ist der Cup-Holder?
00:10:48: Wie viel gibt es da?
00:10:51: meine Brille ablegen und so weiter und sofort.
00:10:54: Und dann ist das schon für vieles zu spät, sind immer schon in den Werkzeugen da gibt es schon Bauteile und sagen ok zur Produktaufwertung oder zum nächsten Modell machen wir das.
00:11:05: Dann ist dieser Zyklus, dieses Cycle ganz lange.
00:11:13: Was wir jetzt machen ist natürlich... Wir sitzen jetzt im Design mit den Designern in der Sitzkiste Und wir sagen, wir haben die Daten.
00:11:22: Wir gehen weg von den gefühlsbasierten Entscheidungen.
00:11:26: So nach dem Motto Menschen.
00:11:27: meine Frau hat gesagt so und so müsste das sein.
00:11:31: ich finde es gut oder ich fände das und dass.
00:11:35: Nein, nein, nein!
00:11:36: Wir haben Daten.
00:11:37: Dreihunderttausend Leute haben gesagt Das und das gefällt ihnen und das und das Gefällt ihnen nicht.
00:11:44: D.h.,
00:11:45: wir sind da schon viel früher in einem Prozess wo wir von vornherein das schon richtig machen können, weil Qualität kostet nichts.
00:11:53: Es ist immer die schlechte Qualität, die etwas kostet auch Reputationen schaden, auch monitär schaden und das können wir alles eliminieren.
00:12:05: Wir sind gerade noch so ein bisschen am Anfang bei der... Bei dem, ich würde mal sagen bei Setting the Scene zum Thema Qualität.
00:12:11: Also erstmals ein gemeinsames Verständnis herstellen und überhaupt erstmal nicht nur das Thema Qualitet irgendwo einführen und setzen auch natürlich ihr Verständnisses aber auch ihre Arbeit.
00:12:23: wo würden sie eigentlich sagen liegt so ein bisschen der größte Unterschied zwischen Qualitätsmanagement in der Theorie und Qualitäzmanagement In der Praxis?
00:12:29: was sind Dinge wo man sagt auf dem Papier denkt man ganz oft Das oder auf den Papier würde man ganz Oft jenes tun.
00:12:37: Aber die Praxis in Produktion, Entwicklung und Engineering ist dann am Ende eine ganz andere.
00:12:41: Weil Qualitätsmanagement muss ja auch etwas sein... Da geht es ja im Prinzip um das Abbilden der Realität.
00:12:48: Naja, es ist schon ein großer Unterschied zwischen Theorie und Wirklichkeit.
00:12:53: Deswegen gibt's auch die Qualitäzsicherung.
00:12:56: Wenn ich die Wirklichkeiten nicht gebe und alles so wäre wie in der Theorie, dann bräuchte man das nicht weil das würde ja alles laufen, wie es eigentlich sein sollte.
00:13:07: Wir haben Gott sei Dank in allen Prozessen aber Menschen und Menschen haben ihre Meinungen.
00:13:19: Und daher haben wir dann auch mal Abweichungen von dem, wie ein eigener Denk der Prozess sein sollte.
00:13:34: in einer positiven Richtung, aber manchmal geht das auch in die andere Richtung.
00:13:40: Wo halt Mitarbeiter denken, ich meine das aber anders.
00:13:44: und dann ist es natürlich wichtig im realen Qualitätsmanagement, dass an bestimmten Meilenstein nochmal ein Vergleich stattfindet bin noch auf dem richtigen Pfad.
00:14:00: Das wie so ein Navigationssystem.
00:14:04: Du hast es irgendwo eingegeben und das Ziel hast du aber rechts gebogen, der fährt dann nochmal nachgerechnet.
00:14:12: Du solltest jetzt aber doch links.
00:14:15: Das ist ein bisschen der Unterschied zwischen Theorie und Praxis und für uns ist es wichtig dass wir schnell den Nachschalten und sagen hey da läuft etwas in die falsche Richtung.
00:14:30: Im Endeffekt ist es so ein bisschen ein Zusammenspiel aus Prozessen, auch irgendwo natürlich aus Standards und Standardisierung.
00:14:36: Aber auf der anderen Seite aber auch mit den entsprechenden Prozesse arbeiten, aus Arbeitsorganisationen, aus Führung, aus Kultur.
00:14:47: würden Sie sagen dass gerade im Qualitätsmanagement genau diese zwei Welten sehr stark zum Tragen kommen sozusagen die die menschlich-kulturelle auf der einen Seite und aber natürlich Standards, Prozesse, klares Vorgehen, klare Nachvollziehbarkeit.
00:15:01: Weil am Ende sprechen wir über Qualität.
00:15:03: Wir sprechen am Ende darüber das was auch immer man gerade betrachtet sei es Software, sei es Hardware am Ende genau so den Weg zum Kunden findet wie man sich als Unternehmen das vorstellt, aber auch eben wie der Kunde sich das vor stellt?
00:15:17: Natürlich!
00:15:18: Es ist ja... Wir haben ja die Möglichkeit, dadurch dass wir natürlich auch für die ganzen Freigaben zuständig sind.
00:15:28: Sein Fahrzeugfreigaben also Gesamtfahrzeug-Freigabe oder Bauteile, Lieferanten und so weiter und so fort, das wir in der Lage sind zu sehen, dass es A, das sind die technischen Vorgaben, die erfüllt werden müssen.
00:15:48: Dann aber ist ein Mensch, eine Qualitätssichere in dem Fall der dann sagt macht das überhaupt Sinn.
00:15:56: So und das ist denke ich mal ganz wichtig Und dass wird oft übersehen weil sonst bräuchten wir die Qualitätersicherung ja nicht sondern okay er hat es erfüllt technisch Das macht gar keinen Sinn oder andersrum.
00:16:09: naja auf Papier ist es nicht erfüllt Es hat aber keine Auswirkungen.
00:16:14: das heißt und diese Grauzone Die muss ausgefüllt werden und die ist größer als man denkt.
00:16:23: Herr Krepp, bevor wir jetzt quasi noch mal ein bisschen in die Feinheiten der QS reingehen und vielleicht auch die Herausforderung nochmal besprechen möchte ich ganz gerne nochmal einen Abstraktionslevel nochmal nach oben gehen und nochmal den Begriff der Qualität nochmal in den Blick nehmen und wie er sich auch über die Jahre verändert hat Und da ist ja ein Label steht ja so ein bisschen gerade in Deutschland ja ganz oben.
00:16:41: das ist das Made In Germany Label Begriff und das, was dahinter steckt oder das, wat damit schwingt.
00:16:47: Das hat sich ja in den letzten Jahren auch ein wenig verändert gerade mit den globalen Playern die so aus dem asiatischen Raum noch dazugekommen sind.
00:16:58: Wofür steht dieser Claim Ihrer Ansicht nach heute noch?
00:17:01: Ist es immer noch der gleiche, das gleiche Qualität, uneingeschenkte Qualitätsversprechen wie es vielleicht vor zwanzig Jahren war?
00:17:07: Ja, das ist eine gute Frage weil ja Qualität an sich eine Variable ist, muss natürlich auch derjenige, der diese Qualität erfüllt, sich mitentwickeln.
00:17:27: Und ich denke mal – und ich finde das super!
00:17:31: Dass wir jetzt einen echten Wettbewerb haben, auch mit den chinesischen Wett bewerbern, dass die uns auch zeigen Da geht etwas ganz anders, da müssen wir das übernehmen auf keinen Fall.
00:17:48: Aber wir gucken da rein und schauen was ist für uns drin?
00:17:54: Weil ich sage mal, wir sind immer noch... Ich kann jetzt von Volkswagen vom Konzern reden.
00:18:04: Wir sind ja ein Riesenkonzern!
00:18:05: Wir sind überall auf der Welt zu Hause Und wir haben so viel Wissen über Fahrzeugbau.
00:18:14: Das ist wie kein anderer.
00:18:16: Wir bauen ja von den ganz kleinen Budget-Fahrzeugen bis zu Autos, wo ein Preis in Millionen Höhe geht.
00:18:27: Das heißt wir haben das alles!
00:18:28: Wir können zwanzigtausend Autos am Tag bauen von der gleichen Sorte und wir können aber auch einen Auto von der gleiche Sorte bauen.
00:18:35: Das Wissen ist da und jetzt geht es darum zu lernen... auch von anderen Wettbewerbern.
00:18:43: Wie können die etwas anders machen und dann das, was wir brauchen dafür zu übernehmen?
00:18:48: Und ich denke mal, dass gilt auch für die anderen deutschen Hersteller.
00:18:54: Man sagt den chinesischen OEMs ja nach
00:18:56: bzw.,
00:18:57: es ist ja auch so, dass sie in vielen Bereichen gerade wenn man so... Wir haben am Anfang schon ein bisschen auf die neuen Themen angesprochen, wir haben das Thema UX, wir hatten das Thema Software angesprochen gerade in diesen innovativen Bereichen, dass sie dort schneller sind.
00:19:09: Dass die dort auch in manchen Bereichen oder in vielen Bereichen auch innovativer sind als vielleicht der eine oder andere deutsche oder der eine traditionelle wenn man es mal ein bisschen von Deutschland weg bewegen will.
00:19:18: Wir sprechen ja auch über die großen amerikanischen Automobilhersteller, die da die Probleme haben.
00:19:24: also ist das quasi so ein neues Qualitätsversprechen was da aufkommt und wie muss man dem als deutschen OEM auch begegnen?
00:19:33: an dieser Stelle?
00:19:35: Passend dazu auch noch mal ein Zitat vom Automobil-Experten Stefan Bratzel mitgebracht hat, der das schon häufig auch gesagt hat.
00:19:41: Wer teurer als die Chinesen sein will, der muss besser
00:19:43: sein.".
00:19:44: Also das ist ja das was sozusagen die Situation ganz gut abbildet momentan?
00:19:48: Ist das wirklich so?
00:19:50: Ja kann ich unterschreiben.
00:19:52: Wichtig ist bei der ganzen Geschichte natürlich dass wir also wenn ich jetzt von Volkswagen rede Wir sind ja rein deutscher Hersteller und wir sind ja auch Chineses Wir sind ja auch die Amerikaner.
00:20:08: In Südamerika, in Südafrika und überall unterwegs.
00:20:12: Das heißt wir sind ein Teil von dem Ganzen.
00:20:14: Und wir lernen auch von dort – das ist ja der Scooter!
00:20:20: Wir haben ja auch Entwicklungszentren in China und jetzt neue Fahrzeuge am Start, die technisch sehr weit dem einem oder anderen Fahrzeughersteller voraus sind.
00:20:37: Also das ist schon was tolles, was wir dort gerade auf den Weg bringen.
00:20:45: Das ist wichtig und ich kann ja mehr über uns reden, was bei uns wichtig ist technisch überlegen ist, sondern es muss ja das gesamte Erlebnis da sein.
00:21:10: Das heißt was passiert im Falle einer Panne?
00:21:15: Wie schnell wird einem geholfen?
00:21:17: Gibt das ein Händlernetz?
00:21:20: Giptes Bauteile sind die Bauteilen verfügbar gibt es aber die Update und so weiter und sofort diese ganze Journey dieses ganze Erlebnisse das ist ja alles ein Teil von der guten Qualität.
00:21:34: trotzdem habe ich ein wenig das Gefühl, wir hatten es gerade, du hast gerade Made in Germany nämlich als Label schon angesprochen und Made In China ist so nicht ausgesprochen.
00:21:44: Aber das ist ja dort auch schon angeklungen.
00:21:47: also wir haben mit mich.
00:21:48: eine ganze Zeit lang haben wir mit Made In Germany einen Claim gehabt der für höchste Verarbeitungsqualität stand und mit Made in China ein Label gehabt war für was für das genaue Gegenteil stand und etwas was häufig In den letzten vielleicht nicht mehr in den letzten fünf oder zehn Jahren, aber mindestens mal in den zwanzig dreißig Jahren davor ein Label war was verbunden war mit dass es billig.
00:22:14: das wird auch nicht lange halten und vielleicht bestelle ich das bei Amazon nicht.
00:22:19: Mein Eindruck ist, dass sich beide Labels aber klein wenig verändert haben Und es vielleicht ein bisschen gedauert hat und das vielleicht auch ganz klein wenig, so ein bisschen auch einer der Knackpunkte am Industriestandort Deutschland ist.
00:22:32: Nämlich ein bisschen zu lange Gebrauch zu haben um zu verstehen dass sich diese Welten verändert haben.
00:22:38: Das Made in China nicht mehr die schlechte Verarbeitungsqualität billig.
00:22:44: ich muss nicht viel dafür bezahlen bekommen aber auch nicht viel Dafür.
00:22:47: und made in Germany Das ist die höchste Verarbeitung.
00:22:50: Das ist Top Shelf, das ist die Höchste verarbeitungsqualität, die man sich überhaupt nur in Industrie- und Ingenieursleistungen vorstellen kann.
00:22:58: Während dass eine auf der einen Seite vielleicht ein klein wenig Staub angesetzt hat, ist es auf der anderen Seite aber definitiv aus China etwas geworden.
00:23:04: Janik, du hast es gesagt, wo man über Geschwindigkeit, Innovation spricht?
00:23:08: Würden Sie mitgehen, dass es vielleicht eine Phase gab, in der man so'n bisschen – und das gar nicht auf Volkswagen geblickt, sondern einfach so'nn bisschen Industriestand auch Deutschland oder der industrielle Westen Vielleicht ein bisschen zu lange übersehen hat, dass sich Dinge verändern?
00:23:22: Ja es ist eine gute Frage.
00:23:24: Ich kann ja nur sagen ob ich das Gefühl habe, dass es so war.
00:23:29: Ich hab die letzten zwanzig Jahre im Ausland verbracht und von zwanzich zwölf bis zwanzix neunzehn war ich selbst in China sieben jahrelang und hab dort Fabriken aufgebaut und Fahrzeuge gelauncht.
00:23:46: Das heißt ich hab schon gesehen dass sich da etwas entwickelt, ist das immer gleich hier in Deutschland angekommen?
00:23:55: Glaub ich nicht.
00:23:56: Also hier und da... Aber es ist denke ich mal auch normal, dass das nicht gleich ankommt.
00:24:05: Wäre es besser, hätten wir's schneller verstanden?
00:24:07: Jawohl!
00:24:08: Ich glaube viel wichtiger ist, dass dieses Thema angekommen ist, und dass wir daraus gelernt haben.
00:24:19: Ich sage, es ist... Wir müssen unseren Weg gehen!
00:24:24: Wir müssten jetzt nicht den chinesischen weg kopieren, nicht den amerikanischen.
00:24:29: Wir müssen unsern Weg gehen und dafür kämpfen, dass das Made in Germany etwas Besonderes ist dass Made in Germany ist.
00:24:43: Aber hatten Sie, das ist ja die spannende Frage weil sie gerade sagen naja sie waren ja quasi dieser Phase gar nicht in Deutschland wenn ich mal runterbreche.
00:24:50: aber das sind dann die spannenden Folgefrage, hatten Sie in China zum Beispiel das Gefühl, dass Made In Germany noch etwas war dem man sozusagen nachgeeifert hat oder wo das in der Zwischenzeit vielleicht auch zu etwas geworden ist und man gesagt hat naja ich glaube wir sehen zwischen entscheidende Punkte die können wir vielleicht selber auch ganz gut oder sogar besser.
00:25:07: also Hat man das schon auch gemerkt?
00:25:09: In der Zeit, wo ich da war.
00:25:11: Das war vor Covid bis zum Jahr zwanzig neunzehn.
00:25:14: War das schon so dass deutsche Fahrzeuge dann schon selbst... Ich sag mal deutsche Fahrzeuge aus China, aus chinesischer Fertigung dann anders gesehen worden sind als deutsche Fahrzeuge aus deutscher Fertigung.
00:25:29: Das war damals noch so also sehr stark, sehr präsent.
00:25:33: ich weiß nicht ob das immer noch hundert Prozent so ist kann ich nicht behaupten aber es war schon noch damals.
00:25:43: Es hat sich ja in diesen Jahren, selbst seit dieser kurzen Phase einiges geändert.
00:25:47: Also heute ist dieser Stempel oder dieses Qualitätsmerkmal Made In Germany habe ich manchmal den Eindruck wird abgelöst durch den Stempelt China Speed auf der anderen Seite eben dass das jetzt quasi das ist wonach jetzt alle eifern.
00:25:59: wir müssen eben diese Geschwindigkeit reinbrechen bekommen.
00:26:02: Sie sagen aber auch gerade, wir wollen ja das Label Made in Germany weiterhin aufrechterhalten?
00:26:06: Wie kriegt man es denn schlau zusammen?
00:26:08: also dass man quasi diese Gründlichkeit dieser technologische Reife eben auch mit dem Thema Geschwindigkeit eben am Ende des Tages auch verheiratet.
00:26:17: Auch wenn es nachher darum geht diese Qualität die dann vielleicht entsteht oder die entstehen soll auch zu sichern.
00:26:22: Also das ist eine gute Frage weil ja Made in nichts mit der Geschwindigkeit zu tun haben sollte.
00:26:31: Made in Germany soll ja nicht heißen langsam und Made in China schnell, sondern es geht auch gut und schnell!
00:26:39: Und da lernen wir – und wir beschleunigen hier unsere Prozesse.
00:26:44: also sie werden ja sehen die Fahrzeuge, die jetzt rauskommen in den... Also die neue Familie der Elektrofahrzeuge jetzt gerade bei Brain Group Core rauskommt.
00:26:58: Die sind schon deutlich schneller entwickelt worden, deutlich mehr auf UXIY fokussiert und deutlich weiter ich sag mal auf dem technologischen Ebene.
00:27:09: Aber dann trotzdem nochmal die Nachfrage wenn man quasi von anderen herangehensweisenden Entwicklungen auch lernen will oder in der Qualitätssicherung und den ganzen Prozessen eigentlich auch an der Produktion was das Thema Automatisierung uns so anbelangt muss man bestimmte Dinge vielleicht aufgeben oder ist es nicht notwendig, das zu tun?
00:27:30: Also was muss man denn eigentlich aufgeben um diese Geschwindigkeit zu erreichen ohne dieses Qualitätsversprechen aufzugeben.
00:27:37: Na ja gut den Schalter, der mal umlegen muss, dann suche ich auch noch.
00:27:42: aber es wird einen Schalter nicht geben.
00:27:44: und das heißt dass Wissen da ist geht darum zu schauen was macht Sinn?
00:27:54: Wenn die Prozesse sinnvoll sind, dann müssen sie weiterhin gefahren werden.
00:27:59: Wenn Sie wenig Sinn ergeben, müssen sie weg oder verändert werden.
00:28:04: Da arbeiten wir die ganze Zeit jeden Tag und Nacht daran um das zu verbessern.
00:28:11: Wir haben schon ganz gute Erfolge erzielt.
00:28:13: Sind wir schon da?
00:28:15: Nein!
00:28:16: Aber wir sind auf dem Weg und lernen schnell in den Prozessen Aber auch in den Produkten, wenn man sich anschaut.
00:28:25: Ich war ja persönlich dabei als wir die ersten Elektrofahrzeuge hier, also vollelektrischen Fahrzeugen, die BEVs gelaunched haben, ID-III und so weiter und sofort der Golf VIII mit dem Slider.
00:28:49: Wir haben ja auch gedacht, wow super das muss irgendwas Spaceship ähnliches sein.
00:28:57: Das ist ein Elektrofahrzeug und alle werden begeistert sein.
00:29:01: es muss schon so nach dem Raumschiff Enterprise ausschauen innen keine Regler und alles mit Slider usw.
00:29:07: Und wir mussten auch lernen ganz schnell lernen dass es genug Leute gibt, die sagen hey ich wollte Elektroauto haben.
00:29:20: Ich wollte eigentlich zwischen Diesel, Benzin und Elektro auswählen.
00:29:24: Ich wollt eigentlich nicht viel mehr verändert haben außer den Antrieb ne?
00:29:31: Und wir haben gedacht okay jetzt lass uns mal die Raumschiffe draus bauen.
00:29:35: und jetzt gehen wir da zurück und sagen ok das muss auch Nicht unbedingt etwas Schlechtes sein, wenn man einfach physische Schalter haben.
00:29:48: Wenn wir Drehregler haben und so weiter und sofort.
00:29:50: Es hat sich etabliert und es ist gut so.
00:29:52: Setzt dich ja gerade in der Branche auch die Diskussion fort bei anderen Herstellern?
00:29:57: Und nicht nur in Europa.
00:30:00: Amerika waren immer bei den Hardkeys.
00:30:04: Europa hat sich davon entfernt, weil wir auch gesagt haben, guck mal was in China passiert.
00:30:10: Da müssen wir hin.
00:30:11: Deswegen sage ich lasst uns mal gucken und auf dem uns aufstellen was wir können und dann das was notwendig ist übernehmen.
00:30:23: Weil China geht jetzt gerade auch von komplett digital schrittweise zurück, also sind spezielle Funktionen die nur durch harte Knöpfe dann bedient werden müssen dürfen und es ist jetzt Gesetzgebung in der Vorbereitung.
00:30:45: Es sind einige Funktione die per Spracherkennung gar nicht mehr geschaltet werden dürfen weil sie sicher als Themen sind.
00:30:54: auch Sie lernen jetzt.
00:30:57: Ich denke mal, wir laufen jetzt gerade US- also Amerika Europa und China so ein bisschen in die gleiche Richtung.
00:31:08: Was auch gut ist.
00:31:09: Aus unterschiedlichen Ecken sozusagen kettelt man sich auf einem offensichtlich...
00:31:12: Genau der eine hat den Überschuss gehabt und gesagt ich will jetzt nur noch fliegende Autos haben dann gemerkt okay das Geht so nicht, also die Türgriffe von außen, Fleisch geht nicht und da hilft natürlich auch der Staat.
00:31:26: Ich finde das eine gute Entscheidung.
00:31:30: deswegen von vornherein nicht kopieren gucken was Sinn macht weil das setzt sich durch letztendlich entscheidete Kunde.
00:31:39: Jetzt würde ich aber gerne mal und das markiert jetzt ein bisschen den Übergang nämlich einfach auch zu ihrer tagtäglichen Arbeit, wie sie das ganze auch bei Volkswagen angehen.
00:31:46: Und was ich jetzt interessant finde ist ja auch das Interessante an Ira Wieter.
00:31:49: wir sprechen gerade über die großen Weltregionen sozusagen Europa USA China und Sie kennen alle diese Märkte und waren in diesen Märkten auch selbst schon tätig.
00:32:02: gibt es unterschiedliche Herangehensweisen an das Thema Qualitätsmanagement, Qualitäzsicherung in den verschiedenen Regionen?
00:32:10: wo sie heute sagen okay.
00:32:12: Das ist total wertvoll für meine aktuelle Arbeit als Chief Quality Officer im Volkswagen Konzern dass ich weiß wie wir in Deutschland das Thema Kualität angehen, dass ich weiss wie man in Amerika das Thema kvalitet angeht nämlich ganz anders und ich weiß die man in China das Thema qualitätssicherung angeht, nämlich wiederum anders und kann mir sozusagen best of Best of Read, best of Worlds kann wir das sozusagen zusammenbauen.
00:32:36: Vielleicht nehmen Sie uns mal mit was die Erfahrungswerte... weil wir haben jetzt gerade so ein bisschen darüber gesprochen was man vielleicht tatsächlich von den Herangehensweisen lernt.
00:32:44: aber wenn wir jetzt wirklich aufs Qualitätsmanagement schauen?
00:32:46: Was kann denn das Qualitäzmanagement lernen von der Herangehnweise in den USA und China?
00:32:52: Oder vielleicht fallen einfach auch konkrete Beispiele ein, wo man sagt, da hätte hier in Wolfsburg niemand nachgefragt.
00:32:57: Aber in China bin ich das als erstes gefragt worden ist.
00:33:00: Also irgendwie so... Vielleicht gibt es ein paar ganz plakative Beispie, wo dann sagt, dass die Frage, die wäre hier nie aufgekommen?
00:33:06: Na ja!
00:33:07: Was in China immer mitschwingt ist, lass uns erstmal etwas starten und mal gucken was passiert.
00:33:17: So unterwegs können wir's dann fix'n.
00:33:20: Das ist super für UX UI Themen, weil man da sofort ein Feedback vom Kunden aufsammelt.
00:33:29: Das ist ganz schlecht.
00:33:30: bei Sicherheitsthemen haben wir jetzt gelernt auch mit Türgriffen und so weiter und so fort.
00:33:36: Und das ist eine wichtige Geschichte in Deutschland.
00:33:41: Ganz anders Lass uns erstmal wie wir denken oft es ist alles sicherheitsrelevant lass uns erst mal hundertzwanzig prozentige Lösung haben dann probieren wir es noch mal aus und so.
00:33:55: Und da kommt das Thema Geschwindigkeit mit dem Spiel, das ist gar nicht so dass wir vielleicht zu lange entwickeln sondern wir wollen es halt hundertzwanzig prozentig machen.
00:34:07: und da muss man gucken und sagen hey das ist jetzt gut to go!
00:34:11: Das passt jetzt schon.
00:34:14: Damit fangen wir jetzt an.
00:34:16: Da müssen wir auch ganz klar gucken, ist es ein Gefahr für Leib und Seele?
00:34:20: Dann gibt's auch keine Kompromisse.
00:34:22: oder ist das ein Thema wo man sagt Mensch da wird der Markt entscheiden ob das gut ist oder nicht weil da hilft er auch nicht noch ein halbes Jahr dran rum zu entwickeln?
00:34:32: Das ist das Thema USA.
00:34:37: dann wieder ganz anders.
00:34:40: Auch dass oft die Frage macht das Sinn Ist das konvinient?
00:34:45: Ja, okay.
00:34:46: Dann lass uns das mal machen also weniger jetzt Design ästhetisch sondern wow ist das geht es gleich kaputt?
00:34:54: nein geht nicht kaputt super.
00:34:55: dann lasst uns das so machen.
00:34:58: und das ist das ist ein ganz anderer Vorgehensweise.
00:35:02: und Das Beste ist wir lernen von allen drei.
00:35:06: Jetzt ist ja so Und das fand ich jetzt gerade spannend, nämlich was Sie gesagt haben.
00:35:10: Dass es natürlich Themen gibt in denen muss man nicht zum Start perfekt sein.
00:35:14: Es gibt Themen bei dem muss das so sein und es gibt Themen da muss das nicht so sein.
00:35:18: Das heißt ja dass für Ihre Arbeit, für ihre ganz praktische Arbeit heute mit Ihrem Qualitätsteam einmal Konzernen auf der anderen Seite verantworten sie das Ganze auch noch für die Brand Group Coa und vor allem die Volkswagen Kernmarke.
00:35:32: Für Ihre konkrete Arbeit heißt es ja, dass Sie ja auch irgendwo festlegen müssen Wo müssen denn hundertprozent sein wo reichen achtzig zum start.
00:35:43: und genau wie gehen sie das?
00:35:44: Wie gehen Sie das denn konkret an?
00:35:46: weil erstens Es wird ja all das was sozusagen definiert werden muss wird immer komplexer.
00:35:50: wir sprechen nicht mehr nur über hardware.
00:35:52: Wir sprechen nicht über spaltmaß, wir sprechen ich über verarbeitungsqualität nur Sondern wir sprechen über software über apps wir sprechen Über ökosysteme wir sprechen darüber welche welche qualität um?
00:36:04: welches maß an Qualität liefern wir dann im im Bereich Mobilität und nicht einfach nur in meinem Auto auf vier Rädern.
00:36:13: Wie gehen Sie das Thema an, dass man sozusagen auch definiert okay wo welche Bereiche sind jetzt eigentlich die wo welche Standards gelten?
00:36:22: Anstatt einfach nur einen einzigen Standard durchzuziehen.
00:36:25: Sie haben es gerade gesagt.
00:36:26: Das ist der Standard des Masterdinges für alles.
00:36:29: Jetzt wird's ja sowohl komplexer als auch individueller.
00:36:34: Es ist so und da habe ich für mich eine Maslo-Pyramide im Kopf, das ist ganz unten.
00:36:45: Das sind die Basics.
00:36:46: Das ist die Sicherheit.
00:36:48: Und dann gibt es keine Kompromisse.
00:36:49: Das muss funktionieren.
00:36:50: also sie müssen immer noch von A nach B ankommen weil wenn Sie von a nach b nicht an kommen oder nicht sicher ankommen dann interessiert sich auch nicht ob Sie ihr Auto mit dem Handy verbinden können oder nicht.
00:37:05: Das ist ganz... Also das muss stehen, ne?
00:37:08: So!
00:37:09: Sie werden aber dafür keinen Glumstrauß gewinnen, sondern das ist einfach, das ist gegeben weil das auch viele jetzt können und deswegen so.
00:37:19: Und dann geht es weiter.
00:37:22: Wie ist UXUI und so weiter und sofort und dann geht das immer höher und dann sind sie irgendwo dann oben wo sie sagen, das ist eine Komfortfunktion.
00:37:35: Die funktioniert jetzt noch nicht hundertprozentig aber ich traue mir zu das Auto so ins Feld zu lassen weil ich weiß wenn ich das Thema gefixt habe finde ich noch drei andere Themen die auf einem gleichen Ebene sind die auch noch gefixtures werden müssen.
00:37:52: dass heißt Ich bin nie fertig ähnlich wie wie das mit den Telefonen ist und mit den Computern.
00:37:58: wichtig ist dass sie eine Fähigkeit besitzen oder die Fahrzeuge und auch das Ganze drumherum.
00:38:07: Die Fähigkeiten besitzt, das dann regelmäßig abzudäten, schnell abzudehnen so, dass die Fahrzeugen ober dir fähig sind.
00:38:17: Das heißt ich bei es gibt Themen da gucke ich okay, da gibts keine Kompromisse.
00:38:23: entweder Es ist erfüllt also Sicherheitsdemo usw.
00:38:30: Dann mache ich einen Haken.
00:38:31: Und dann geht es weiter und da kommt diese Grauzone, da kann ich abwägen, okay traue ich mir zu.
00:38:38: Erst mal muss ich wissen habe ich die Ursache verstanden.
00:38:41: Wie lange dauert das ein Fix im Software?
00:38:43: Das sind meistens Software dem.
00:38:46: Wie lang dauert es, ein Fix zu kreieren?
00:38:49: Okay!
00:38:50: Und dann kann ich gucken wie viele Fahrzeuge hab' ich bis dahin gebaut, halte ich das aus?
00:38:58: Das will ich dann ab und diskutiere natürlich das intern.
00:39:04: Und dann gibt es eine Entscheidung.
00:39:07: Aber da haben sich sicherlich auch in den letzten Jahren, zukünftig werden sicher die Kompetenzen innerhalb des Teams der QS sich ändern, wenn wir über das Thema Software sprechen ... Die Update-Fähigkeit, die Zusammenarbeit auch mit der Softwareentwicklung am Ende des Tages.
00:39:22: Da hat sich sicherlich auch in den letzten Jahren einiges in den Teams verschoben auf was die Kompetenzen anbelangt und was braucht es noch?
00:39:29: Total!
00:39:29: Also wir brauchen offene Leute also Mindset, die mit den Werkzeugen arbeiten können wollen.
00:39:38: das ist ja das Thema weil wir können ja jetzt... Es gibt ja alle möglichen Systeme auch jetzt KI basiert.
00:39:48: Ich kann ja auch simulieren, wie viele Ausfälle ich habe.
00:39:56: Das ganze System mag durchsimulieren und dann weiß ich schon, wie ist die Ausfallrate?
00:40:03: Wie ist das Sicherheitsthema
00:40:05: usw.?
00:40:06: Ich brauche natürlich aber die Leute, die damit arbeiten, die den Sachen vertrauen.
00:40:11: Das ist eine ganz wichtige Geschichte.
00:40:14: Wir sind gerade dabei.
00:40:17: Wir müssen auch von oben anfangen, auch Führungskräfte.
00:40:23: Ist das einfach?
00:40:23: Nein!
00:40:25: Also wir wissen... Das ist ja die andere Seite der Medaille bei einem erfolgreichen Automobilhersteller.
00:40:35: Du denkst dir irgendwann mal du machst alles richtig.
00:40:38: Und da zu gucken und diese Lernfähigkeit beizubehalten, das ist ganz wichtig.
00:40:43: Also Lernfähigkeit, Offenheit.
00:40:45: Aber trotzdem da noch mal die Frage des Thema Automatisierung künstliche Intelligenz.
00:40:51: Da geht es ja dann nicht nur um Effizienz auch in der Qualitätssicherung?
00:40:56: Nicht nur in der Produktion oder in der Entwicklung sondern auch an der Qualitätssicherung.
00:41:00: brauchen Sie denn trotzdem mehr Leute um das zu bewältigen?
00:41:05: Wie wird sich das künftig verschieben, wenn sich auch andere Bereiche?
00:41:09: bei Volkswagen gibt es ja nun auch gerade einen großen Transformationsprozess der auch ansteht.
00:41:12: Auch was das Thema stellen und so weiter anbelangt?
00:41:15: Was meinen Sie?
00:41:16: wie wird sich dass in Zukunft weiterentwickeln?
00:41:18: also ich würde nicht sagen, dass wir mehr Leute brauchen.
00:41:21: Also es sind ja auch Bereiche wo weniger Leute jetzt gebraucht werden weil durch die Automatisierung usw.
00:41:29: Und wenn man es schaffen diese Leute mit den modernsten Werkzeugen auszustatten.
00:41:37: Dann braucht man nicht mehr Leute, ob wir dann weniger brauchen also nicht signifikant mehr Leute.
00:41:44: Signifikant weniger kann ich jetzt nicht sagen aber es ist... Ich sehe da jetzt nicht das Problem in der Anzahl, nicht in der Quantität.
00:41:54: Bin ja bei der Qualität.
00:41:55: deswegen rede ich über die Qualität der Leute.
00:41:58: Die Leute müssen offen für die neuen Sachen sein für die neuen Vorgehensweisen sein, dann gibt es auch kein Problem.
00:42:09: Also man sagt ja oft ist das die KI, die einem den Job wegnimmt und so was.
00:42:16: Wenn's ins Philosophische entlangt – das ist nicht die KI!
00:42:19: Das ist der Mensch, der mit KI arbeitet an einem anderen Menschen, der ohne KI unterwegs ist, den Job möglicherweise wegnehmen könnte.
00:42:27: Deswegen ich sehe da gar keine Probleme.
00:42:31: Das heißt wir haben heute so viele Werkzeuge Wenn man dem ganzen Ofen gegenübersteht und das sich aneignet, kann man ja zu Hause machen.
00:42:41: Der eine oder andere macht das.
00:42:44: Also ich bin sehr positiv in der Zukunft hingegen.
00:42:49: Was ich jetzt gerade... Ich komme noch mal ein bisschen auf den Punkt zurück, den wir gerade so'n bisschen mit den Regionen hatten.
00:42:55: weil haben wir darüber gesprochen ob man nicht auch aus anderen Regionen lernen muss dass bestimmte aspekte nicht bei hundert prozent sein müssen.
00:43:03: also sprich wir haben erstens vielleicht einen komplexeren qualitätsbegriff als früher weil mehr aspekt zu einem qualitativ hochwertigen fahrzeug gehören als das vielleicht früher der fall ist, weil ökosysteme, weil software und so weiter mit dazukommen.
00:43:18: Wir haben aber auch ein punkt an dem wir heute spätestens jetzt an einer stelle sind an den wir sagen die one fits all strategie sozusagen großer automilersteller Die kommt so ein bisschen Ende.
00:43:32: Ich glaube, es ist ja auch so ein bisschen einer tatsächlich aus Ihrem Hause einen Ausspruch, dass das Fahrzeug entwickelt in Deutschland produziert in Europa und verkauft auf der ganzen Welt ist ein bisschen ein Auslaufmodell.
00:43:45: Sondern wir brauchen natürlich an lokale Markegebenheiten angepasste Fahrzeuge womöglich lokale Produktionen, lokale Entwicklung, lokales Design.
00:43:54: Das ist da der Trend.
00:43:55: wo's hingeht heißt für mich auch in der Frage brauche ich dann Lokales Qualitätsmanagement?
00:44:01: im Sinne von ihr Team muss natürlich nicht nur die steigende Komplexität in all diesen Themenbewerkstelligen, die wir gerade schon angesprochen haben weil sich einfach das Produkt auch verändert und alles was dazu gehört.
00:44:12: Und auch weil man vielleicht innerhalb dieser verschiedenen Bereiche unterschiedliche Standards und Level definiert sondern auch weil sie und ihr Team natürlich auch beim globalen Automobilhersteller betrachten müssen.
00:44:25: Die Anforderungen sind in dem Markt ganz anderer als in dem Markt und wiederum in dem markt andere.
00:44:30: Und dort ist der Qualitätsbegriff aber ein anderer oder eine andere Vorstellung, und dort muss das Thema bei neunzig Prozent sein.
00:44:37: Dieses Thema reicht aber bei siebzig.
00:44:39: Also wissen wir auf wie hinaus will dass die Komplexität glaube ich jetzt so groß wird.
00:44:43: Wie bewerkstelligen Sie genau dieses Local for local Thema?
00:44:48: Diese große Lokalisierung, die inzwischen dieser ganzen Thema Fahrzeugentwicklung, Produktion, Verkauf drin steckt auch im Qualitätsmanagement?
00:44:56: Das wäre ein Thema für mindestens die nächsten zwei Stunden.
00:45:02: Wir dürfen eins nicht verwechseln, wenn wir sagen es ist zum Beispiel in einem anderen Land gibt es andere Qualitätenvorstellungen.
00:45:16: das heißt nicht dass die Qualität ich sag mal Vorschriften dort nicht erfüllt werden.
00:45:26: Die haben andere Qualitätsvorschriften, die müssen genauso erfüllt wird.
00:45:30: weil wo fange ich an?
00:45:32: Wo höre ich auf wenn ich sage na gut hier muss sich das erfüllen da muss ich zu achtzig Prozent erfülle.
00:45:38: das land ist zu siebzig prozent.
00:45:39: nein nein nein die brauchen unterschiedliche qualitäts.
00:45:42: vorschrifte.
00:45:43: kalt jetzt angaben natürlich weil wenn Sie in China maximal hundertzwanzig auf der autobahn fahren dürfen Dann müssen die Reifen so entwickelt werden, dass sie... Also ich brauche keine Reifen, die bis dreihundert gehen und so weiter.
00:46:00: Und sofort das sind technische Geschichten.
00:46:02: Das ist schon wichtig!
00:46:04: Da sind Masivkosten drin.
00:46:07: Auch Scheibendicke
00:46:09: usw.,
00:46:10: das ist ja die Akustik.
00:46:13: Bei Zweihundert kmH ist die Akustik eine ganz andere als irgendwo bei Hundertzwanzig oder bei Achtzig kmH.
00:46:20: Das sind die Themen Schlechtwege, Schlechtswegeländer, Heißländer und Kaltländer unbedingt.
00:46:27: Was auch nicht zu vernachlässigen ist, ist das Thema UXUI.
00:46:34: wie erlebt der Kunde des Fahrzeuges.
00:46:37: Es ist ein Markt Indien.
00:46:41: USA, es ist ein südamerikanischer Raum und so weiter.
00:46:45: Ganz anderes Erlebnis von dem Fahrzeug.
00:46:48: aber und das ist wichtig wir haben ja jetzt dieses UX-UI Team über den ganzen Planeten aufgespannt.
00:46:59: Achtzig Prozent ticken wir alle doch gleich.
00:47:04: also wir dürfen das nicht als auch eine Ausrede benutzen so nach Modenerklaren deutsches Auto Fast ja dort nicht.
00:47:11: Nein, nein!
00:47:12: Also von A nach B wollen immer noch alle ankommen und ein UXUI, ich sag mal Infotainment System was einfach ist das wollen auch alle haben.
00:47:26: also ich habe noch nie einen Anruf von einem Kunden bekommen der gesagt hat hey Mein Navi ist viel zu einfach, ich muss da noch zwanzig andere Sachen zur Einstellung haben.
00:47:38: Das heißt das sind so Basics und wenn man das Auto schaffen dann ist das was wir für Südamerika entwickeln, für Nordamerika entwickelten oder... Da sind der New Aston, ne?
00:47:49: Dann ist der Bumper ein bisschen anders, dann ist hier ein bisschen anderes so.
00:47:53: aber achtzig Prozent Mindestens ist von UXUI, von den Stoffen Von der Größe sind sehr, sehr ähnlich.
00:48:04: Mein Gedanke war auch eher achtet man in den unterschiedlichen Weltmärkten am Ende auf andere Schwerpunkte.
00:48:12: also jetzt ganz plakativ gesagt in Deutschland ist am Ende immer noch wichtig dass das Fahrzeug hervorragend verarbeitet ist.
00:48:18: aber das ist in China nicht die erste Frage die gestellt wird sozusagen in der Qualitätssicherung sondern wenn da das Thema UX UI oder App Ökosystemen und Smartphone Anbindung nicht funktionieren.
00:48:30: Das strafft uns der Kunde dort sofort ab, also dass man eher natürlich schon weiß das in den verschiedenen Märkten der Welt einfach auch unterschiedliche Schwerpunkte vorherrschen die auch einer Qualitätssicherung mit bedacht werden müssen weil es heißt also liebe Leute da müssen wir wirklich als allererstes hinschauen.
00:48:47: Das ist hier das Thema Nummer eins und zwar wenn man jetzt mal in der Masloffen Pyramide die Basics rausnimmt sie müssen überall gelten Aber dass man dann schon sagt, die Pyramide sieht vielleicht ja auch in den unterschiedlichen Regionen ja auch anders aus.
00:48:59: Genau und deswegen sagen wir ja auch das was da auf der Spitze der Pyramiden ist also zwei Drittel der Pylamide ist gleich überall aber es auf der Spitze ist Das ändert sich ein bisschen von einem Markt zum anderen.
00:49:15: aber ich sage ihnen das gleicht sich über die Jahre immer mehr an.
00:49:20: das heißt Es gibt immer weniger Märkte die einem etwas verzeihen.
00:49:26: Das heißt, wenn wir darüber reden, dass als ich vor zwanzig Jahren im Ausland oder vor fünfzehn Jahren irgendwo im Osten da mit einem Kunden gesprochen habe war der Label alleine Made in Germany das war schon genug.
00:49:51: Das ist sowas von Trust Das ist schon genug.
00:49:55: Die Leute sind weitergegangen, auch andere haben es gelernt und deswegen wird der Kampf um diese Spitze der Pyramide sein.
00:50:06: Das ist der Kampf für die nächsten zehn Jahre.
00:50:08: Um dieses Wettbewerbs-Differenzierende am Ende des Tages.
00:50:10: Und das ist ja aber auch so ein bisschen das Volatile am Ende eines Tages weil natürlich Software ist veränderlich, das wird ständig geupdatet, das ist fehleranfällig.
00:50:20: Das hat der Volksfragenkonzern in den letzten Jahren auch an einer oder anderen Stelle mitbekommen.
00:50:24: Vor allem kann ich mir vorstellen, dass die Sicherung dieser Qualität in dieser Spitze ja auch unglaublich anspruchsvoll ist weil sie eben auch so schnelllebig, so volatil is.
00:50:33: Weil es ja auch schnell ... naja, die Qualität ist nicht in Ordnung
00:50:38: und dann wisst du schon ... Die erste Anlaufstelle ist quasi ... Was
00:50:41: ist denn da?
00:50:42: Maschineninteraction quasi.
00:50:44: Genau!
00:50:44: Und das ist schon ein sehr anspruchsvoller Job also... Sag ich mal, das ist eine Aufgabe.
00:50:51: Ich finde jetzt einen Punkt gerade ganz spannend zu sagen weil da geht bei mir gerade so ein bisschen einfach.
00:50:55: dann auch die Gedanken wo es war sie einmal vorhin schon gesagt haben also beim Thema UXUI und beim Thema Knöpfe waren ja eigentlich kommen zwar die Region der Welt aus unterschiedlichen Richtungen aber man pendelt sich sozusagen auf ein gemeinsames Verständnis ein wenn man feststellt irgendwo gibt's dann doch irgendwo ein Level was in einem gewissen Optimum sozusagen liegt.
00:51:14: Wir haben ja auch gerade gesagt, eigentlich gleichen sich vielleicht die verschiedene Märkte und Kunden Vorstellungen an.
00:51:21: Weil man immer weniger verzeiht.
00:51:23: Also dass vielleicht die Angleichung in Zukunft dilautet, dass man irgendwann in allen Märkten, eigentlich in allen Aspekten wirklich die hohe Qualität erwartet.
00:51:32: Dass es nicht mehr.
00:51:32: das gibt im asiatischen Raum.
00:51:36: da ist vor allem das Thema UI, UX, Software, Ökosysteme und Co.. Und da kommt genauso das Thema Verarbeitungsqualität rein und kommt genau so rein, dass man irgendwann sagt, da akzeptiert man auch nicht mehr.
00:51:49: Dass da vielleicht irgendwas nicht sauber gearbeitet ist.
00:51:51: Das hier aber natürlich auch Kunden längst nicht nur gucken ob mein Fahrzeug sauber verarbeitet ist sondern natürlich genauso ob das Infotainment System sauber funktioniert und ob die Updates vernünftig funktionieren.
00:52:04: also ist ja vielleicht das Interessante sogar vielleicht aus einer Vorstellung von Qualität, die über Jahre... Vielleicht kann man auch sagen wir haben jetzt viel über das Labelmate in Germany gesprochen.
00:52:16: Über deutsche Industrie, die vielleicht auch eine ganze Zeit lang irgendwo definiert wurde durch deutsche europäische westliche Industrie und die sich dann gerade etwas ausdifferenziert um womöglich sogar wieder auf einem gewissen Level Vielleicht sogar weltweit eigentlich wieder zueinander zu finden, ist gerade so meine.
00:52:34: Das war schon fast eine industriephilosophische Fragestellung aber...
00:52:37: Aber es ist so!
00:52:38: Ich sehe es ja in den... Also Sie haben vollkommen recht.
00:52:42: also das ist meine Beobachtung.
00:52:43: auch wenn ich mir anschaue JD-Bauer Kundstudien gibt's seit über dreißig Jahren IQS ist einer der wichtigsten das ist Initial Quality Study Quality hat es ja mal, so heißt das eine Qualität wie der Name schon sagt und wenn ich mir anschaue die haben dann plus minus über zweihundert zweihundert dreißig Fragen die dann gestellt werden.
00:53:11: Wenn ich mir die erste Studie angucke die war zu achtzig Prozent ging's darum sind sie von A nach B angekommen?
00:53:21: ist ihnen dabei das Rad abgefallen?
00:53:24: hatten Sie da mal Nebel in der Hand gehabt oder konnten sie ihr Sitz verstellen.
00:53:33: Die neueste Ausgabe vom letzten Jahr ist schon bei Achtzig Prozent UX UI, das heißt die Fragen schon gar nicht weil die wissen okay was soll ich den Kunden fragen?
00:53:47: Das funktioniert eh alles.
00:53:49: D.h.,
00:53:49: der Fokus hat sich total und UXUI ist vieles über das Gefühl, wie fühle ich mich verstanden von dem Hersteller?
00:53:59: Weißte Herstelle was ich überhaupt will!
00:54:02: Und d.h.
00:54:02: hatte mir genug Cup Holder eingebaut.
00:54:05: Hat er mich ein Thema schnell genug finden lassen im Interface und hat er es so einfach wie möglich für mich gemacht wenn etwas am Auto ist Dass das Thema, dass ein Auto irgendwas ist.
00:54:21: Ich glaube es ist nicht das große Thema.
00:54:23: Das große Thema ist wie schnell wird das gefixt?
00:54:26: Und da gibt es auch eine interessante Beobachtung die ich mit verschiedenen Studienherstellern besprochen habe.
00:54:35: Ist das eine ist wenn am Auto irgendetwas ist und sie gehen zum Händler Naja, auch wenn der Händler sagt naja ich will ja nur die Dichtung wechseln.
00:54:47: Dann haben sie schon das Gefühl dass Auto ist repariert worden und Reparatur... Dadurch wird es ja nicht besser.
00:54:56: Das ist so vom Gefühl hier.
00:54:58: Und dann haben Sie irgendwas, dann ist das Auto abgedatet worden?
00:55:04: Dann haben Sie unter Umständen das Gefühl mein Auto ist besser geworden Und ich habe nichts dafür bezahlt, das heißt sie kreieren.
00:55:13: Das muss man sich mal überlegen.
00:55:15: Sie kreiern dadurch dass die Updates liefern, kreiert sogar ein besseres Gefühl beim Kunden.
00:55:21: Wow!
00:55:22: Die haben jetzt verstanden, dass ich einen Thema hatte und ich hab das schon reingekriegt.
00:55:26: Ich musste nicht sagen mein Auto ist jetzt besser.
00:55:29: und das ist Wahnsinn wenn man sich das so anschaut.
00:55:32: und deswegen... ...ich gucke immer eher in die Richtung Wann können wir in die Serie?
00:55:41: Das ist natürlich auch wichtig.
00:55:43: Aber wenn da was passiert, wie schnell kriege ich etwas rein?
00:55:46: Wie schnell krieg' ich was rein?
00:55:47: und das nächste Update?
00:55:49: Und so weiter und so fort.
00:55:50: Weil sie kreieren sogar positive Kunden.
00:55:54: Wahnsinn!
00:55:56: Ja, zum Ende des Podcasts oder unseres Gesprächs wollen wir ja quasi auch noch mal so ein bisschen in die Zukunft schauen.
00:56:04: Oder so'n bisschen nach vorne schauen.
00:56:05: Ihr Credo ist ja so'nn bisschen Qualität durchsetzen und Vertrauen zurückgewinnen.
00:56:10: Das steht so'nißchen über ihn als Credo.
00:56:15: Wenn wir jetzt nochmal auf das Thema, auf ihre Organisationen, auf die Qualitätsorganisation schauen... Wie wollen sie denn ihre Organisation in Zukunft aufstellen oder welche Hebel haben Sie dann um dieses Credo auch gegen all die Widerigkeiten, die auch in der nächsten Zeit in diesem Jahr.
00:56:31: In den nächsten Jahren auch auf den Volkswagen Konzernen, auf die Autoindustrie allgemein zukommen so durchsetzen?
00:56:36: Also was ist da ein bisschen der entscheidende Punkt, die entscheide Machtwirkung, die sie vielleicht in ihrer Organisation haben wollen oder denen sie noch kreieren wollen, um das auch durchzusetzen?
00:56:48: Ein gutes Thema!
00:56:50: Weil genau mit dem Gedanken bin ich ja vor einem Jahr hier in Deutschland angekommen.
00:56:56: Wir müssen das Thema Qualität viel größer denken, viel globaler denken.
00:57:01: Qualität ist überall.
00:57:03: Schlechte Qualität bringt Ihnen nur Probleme egal in welche Phase ob das jetzt ein Produktqualität oder ein Prozessqualität ist was auch immer.
00:57:15: Das heißt qualitativ als Fahrzeug als also Entwicklungsqualität alles.
00:57:23: Das ist in allen Schritten dabei und das in die Köpfe reinzubringen, ich glaube, dass wird die größte Aufgabe sein.
00:57:32: Dass wir auch hier im Podcast häufig einmal über das Thema aussprechen.
00:57:35: Genau!
00:57:36: Zum Beispiel.
00:57:37: Machen
00:57:38: wir heute und haben wir heute gemacht so ein bisschen.
00:57:41: letzte Frage Krepp?
00:57:43: Der Abschluss, wir haben ja heute schon viel darüber gesprochen.
00:57:46: Es ist sogar ein bisschen angeklungen.
00:57:47: deswegen habe ich ein bisschen das Gefühl und da werde ich jetzt gleich schauen ob sie so antworten wie ich gerade das Gefühl habe dass die es tun werden.
00:57:53: aber was müssten denn aus ihrer Sicht Kunden des Volkswagen Konzerns in den nächsten Jahren konkret bemerken?
00:58:03: Was würden Sie gerne sagen mal in fünf Jahren sozusagen von Kunden hören damit Sie das Gefühl haben Sie haben in der Zwischenzeit mit Ihrem Qualitätsteam einen guten Job gemacht.
00:58:13: Ja, es ist eine spannende Frage.
00:58:15: Oder
00:58:15: auch gar nichts bemerken vielleicht?
00:58:16: Ist das hier gar nicht zu bemerkend?
00:58:21: Ich bin schon Realist genug zu sagen dass also sicherheitstechnisch gar nix bemerkt.
00:58:29: und da steht über alle UXUI Das heißt auch Software usw.
00:58:40: Möchte ich, dass wir in fünf Jahren auf dem Stand sind Wie bei den Telefonherstellern, das einfach alle paar Wochen eine Aufschrift ist.
00:58:53: Sie haben heute Nacht das Update und das bekommen.
00:58:57: Und ihr Auto kann jetzt das und das mehr.
00:59:00: Das heißt es geht ja nicht nur um zu fixen sondern es geht darum um einige Module da freizuschalten und einfach mal einem Kunden Freude zu machen.
00:59:13: Wow!
00:59:14: Mein Auto kann jetzt mehr als gestern.
00:59:17: Das ist meine Vision.
00:59:19: Ja, das wäre auch gerade das was ich auch im Kopf hatte weil es ein bisschen bei dem was wir gerade eben zuletzt besprochen haben nämlich wie schnell reagiere ich eigentlich darauf wenn etwas ist mit einem Update und vermittel ich eigentlich den Kunden das Gefühl das Fahrzeug ist kontinuierlich besser geworden.
00:59:33: So genau das gleiche Gefühl was man mit Smartphone hat.
00:59:37: Wir haben sie nicht vergessen!
00:59:39: Wir haben ihnen das Auto verkauft, wir haben sie dass sie sicher und ich sage mal ja, dass sie zufrieden sind.
00:59:51: Sie kommen dann wieder und haben das nächste Auto und helfen uns durch die Studien und durch ihr Feedback nochmal die Autos besser zu
01:00:00: machen.
01:00:01: Herr Krepp wir sagen ganz herzlichen Dank weil es war ein unglaublich spannendes Thema von dem wir haben selbst gesagt wir selbst noch nicht zu häufig zumindest so im Kern gesprochen haben.
01:00:13: also insofern ganz herzlichen dank für die für die Einblicke, für die offene Worte und für die Gedanken.
01:00:19: Vielleicht an alle Zuhörerinnen- und Zuhöhre.
01:00:21: gerade Andreas Krepp ist auch auf unserem Mobility Circle.
01:00:25: Das sind sechsundzwanzig Speaker.
01:00:27: Wer also all das noch mal wenig mehr vertieft haben möchte oder vielleicht auch die Gelegenheit haben möchte natürlich persönlich nochmal mit ihnen Wort zu wechseln weil es vielleicht die eine oder andere Frage unter den Nägeln brennt dann die Gelegenheit am achtzehnten November in München im Hochhaus des Süddeutschen Verlages.
01:00:43: Alle Infos gibt's dazu auf www.mobility.com team-circle.com und natürlich auch in den Show Notes verlinkt, da würden wir uns freuen!
01:00:51: Wir sagen an der Stelle ganz ganz herzlichen Dank dass Sie heute hier waren bei uns im Studio Narnofat und sehr gefreut und an alle die zuhören sage ich vielen dank bis nächste Woche
01:01:08: und tschüss!
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