Automotive Lean Production: Was die Besten anders machen

Shownotes

Was macht die erfolgreichsten Werke der Automobilindustrie heute aus? In dieser Folge von WAS MICH BEWEGT sprechen wir über die Gewinner des Automotive Lean Production Award 2026 und die Frage, wie Lean Management, Digitalisierung und künstliche Intelligenz in der Praxis zusammenwirken. Wir blicken auf die beeindruckende Transformation von Seat Martorell zu Volkswagens Schlüsselwerk für die E-Mobilität, die digitalen und operativen Exzellenzleistungen von Aumovio Sibiu, die Innovationskraft der BMW-Komponentenfertigung in Landshut, den radikalen Wandel bei Hirschvogel Marksuhl sowie den preisgekrönten KI-Anwendungsfall von MAN in Krakau. Welche Strategien, Technologien und Führungsprinzipien die Vorreiter der Branche auszeichnen und was andere Unternehmen davon lernen können, hören Sie in dieser Folge. Denn eines zeigt der Award seit fast 20 Jahren: Lean ist kein Technologie-Spektakel, sondern pragmatische Exzellenz, die Spitzenleistungen überhaupt erst möglich macht.

Die Gewinner des ALP-Awards im Detail: https://www.automobil-produktion.de/produktion/diese-unternehmen-sind-die-champions-der-lean-production/954231

Hintergründe und Details zu Seats Siegerwerk in Martorell: https://www.automobil-produktion.de/factory-tour/martorell-ist-die-heimat-der-kleinen-elektroautos/996016

Alle Infos und Tickets für den ALP-Kongress 2026 bei Porsche in Leipzig: https://www.automotive-lean-production.de/kongress

Mehr zu Pascal und Yannick finden Sie auf LinkedIn: Pascal Nagel: https://www.linkedin.com/in/pascal-nagel/  Yannick Tiedemann: https://www.linkedin.com/in/yannick-tiedemann

Hinweis: Die im Podcast getätigten Aussagen spiegeln die Privatmeinung der Gesprächspartner wider und entsprechen nicht zwingend den Darstellungen des jeweiligen Arbeitgebers

Transkript anzeigen

00:00:00: Es geht um Effizienz, stabile Prozesse und die Frage wie sich Fabriken unter massivem Veränderungsdruck weiterentwickeln können.

00:00:08: Die Gewinner der Automotive Lean Production Awards twenty-sixundzwanzig zeigen was moderne schlanke Fertigung heute bedeutet!

00:00:15: Wir schauen in der aktuellen Folge Was mich bewegt auf fünf ausgezeichnete Werke und Fragen uns wer konnte die renommierten Preise ergattern?

00:00:21: Und was können andere Standorte von ihnen lernen?

00:00:38: Hallo, Janik.

00:00:40: Schön, dass du heute da bist!

00:00:41: Ja ich freu mich.

00:00:43: Lass uns heute über siegreiche Unternehmen sprechen.

00:00:47: Positive Meldung... Das ist ja auch mal was.

00:00:51: Start on a high note and end of the high note High notes.

00:00:54: in der Mitte Ist

00:00:55: jetzt unser Credo für die heutige Folge.

00:00:57: auf jeden Fall

00:00:58: So sieht's aus.

00:00:59: Vielleicht muss man einmal ganz kurz für die Zuhörerinnen und Zuhörer das Ganze einordnen und einsortieren weil es nicht jedem womöglich einen Begriff ist, ja schon seit zwanzig Jahren verleihen wir die Automobilproduktion gemeinsam mit Agamos den Automotive Lean Production Award.

00:01:22: Das ist im Prinzip eine Initiative, eine Studie bei der sich Werke bewerben können.

00:01:28: dann werden sehr aufwendige Audits und auch Besuche in den Werken finden dann statt.

00:01:37: Also es ist wirklich ein sehr, sehr aufwendiger Prozess.

00:01:40: da ist es nicht mit einem fünfminütigen Ausfüllen eines Fragebogens getan sondern das wird schon sehr stark geprüft auch am Ende die entsprechenden Versprechungen und Verbesserung und Lösungen die da eingereicht werden Dann bekommen eben jedes Jahr Fünf Manchmal auch sechs.

00:02:03: Das ist ein bisschen variabel, weil es dann hier und da nochmal einen Special Award gibt wenn sich etwas aufdrängt in der Regel aber fünf OEMs oder Zulieferer Dann einen Automotive Lean Production Award.

00:02:18: vielleicht einfach mal ein paar ganz interessante Zahlen.

00:02:20: also seit zwei tausend sechs gibt es die Initiative.

00:02:25: mehr als eintausend vierhundert Fragebögen sind am Ende in die Studie eingeflossen, über diese über diese zwanzig Jahre.

00:02:32: Aus neunzehn Ländern wurden Einreichungen gemacht und insgesamt wurden mehr als einhundert Werke inzwischen schon ausgezeichnet.

00:02:44: Ja ich begleite das jetzt selbst eben auch schon seit einigen Jahren denn die Preise werden immer beim dazugehörigen Automotive Lean Production Kongress Ende des Jahres vergeben.

00:02:57: Ja, was ich fast gerade gesagt ist schon eine reiche Historie.

00:03:01: Schon viele Werke wurden ausgezeichnet in vielen Unternehmen auch.

00:03:03: und was sich dabei auch immer spannend finde es und das Ich bin jetzt ja nicht so involviert wie du in dem ganzen Projekt oder in dem auch in dem Award Du bist ja auch immer dann vor Ort und vergibst quasi mit ein bisschen die Awards und das Ganze natürlich auch Kennts dich da gut aus.

00:03:16: aber was ich auch ein bisschen als Außenstehender oder den Blick von außen auch immer ganz spannend finde is dass Auch viele Unternehmen dabei sind kleinere Unternehmen, mittelständische Unternehmen die auch in ihrem kleinen Kosmos quasi immer sehr spannende neue Konzepte, neue Lösungen rausbringen.

00:03:34: Somit ihre Werke optimieren und das ist ein bisschen das was ja manchmal unter dem Radar auf der allgemeinen Öffentlichkeit.

00:03:41: natürlich sprechen wir über die großen... PKW OEMs über die Nutzfahrzeughersteller, die ihre Werke transformieren in Richtung Linen und Richtung Digitalisierung.

00:03:51: Da schreiben wir viel drüber.

00:03:52: aber es gibt halt auch viele tolle Leuchtturmprojekte.

00:03:55: Viele tolle gesamtheitliche Projekte bei der Transformation der Produktion.

00:04:00: Die super spannend sind von kleineren Unternehmen und das werden wir heute auf jeden Fall noch beim ein oder anderen Beispiel sehen wie sich das so ausgestaltet.

00:04:09: Genau!

00:04:10: Wir haben natürlich ja heute wieder große und größte Unternehmen dabei, aber wie du sagst auch die Kleineren.

00:04:16: Und was da spannend ist und das werden wir gleich sehen wenn wir, wenn wir gleich rein starten in die Sieger aus diesem Jahr, die dann Ende des Jahres vergeben werden ich sage natürlich nachher noch mal Die Daten für alle die sich da auch interessieren Am der Award Verleihung auch teilzunehmen und nicht nur an der Wortverleihungen sondern auch natürlich am dazugehörigen Kongress wo denn diese entsprechenden Siegern natürlich auch eben ihre Lösungen, ihre Transformationen dann entsprechend auch nochmal auf der Bühne an Detail präsentieren.

00:04:47: Immer sehr, sehr spannend.

00:04:49: Ich sage es schon mal am vierundzwanzigsten und fünfundzwanziger November in Leipzig bei Porsche in Leibzig.

00:04:54: das war nämlich der Vorjahres-Sieger.

00:04:55: Der richtet nämlich darauf immer den Kongress aus, der Sieger in der Kategorie OEM da kommen wir ganz am Ende heute zu über die aktuelle diesjährige Siegerin der Rubrik OEM ist und dementsprechend auch nächstes Jahr Ausrichter des Automotive Flien Produktion Kongresses.

00:05:13: Aber wie gerade gesagt, bevor wir jetzt gleich auf die Sieger schauen einfach auch nochmal meinen Gedanken dazu und ich sage es oft wenn wir über das Thema Lean sprechen was machen wir ab und an?

00:05:25: Dass sich einfach so unglaublich spannend finde dass ist in der Automobilproduktion von dem man meint dass sie im Verlauf der letzten hundert oder mehr als einhundert Jahre eigentlich doch bis ins aller, allerletzte Detail sozusagen ausoptimiert sein müsste.

00:05:45: Und es ist aber nicht der Fall.

00:05:46: erstens weil sich natürlich viele Dinge auch regelmäßig verändern und neue Rahmenbedingungen dazu kommen, weil vielleicht aber auch wie wir das aktuell sehen Kostendruck und Spardruck und Co.

00:05:56: Natürlich an der einen oder anderen Stelle vielleicht aber auch erst eine Notwendigkeit aufmachen, die es vorher in der Form vielleicht so nicht gab.

00:06:03: Und du immer mit zum Teil großen Projekten, aber du hast das ja gerade schon angedeutet, mit zum Teil auch ganz kleinen speziellen Projekte und ganz, ganz kleine Verbesserungen einfach noch ein paar Prozent... immer rausholen kannst.

00:06:18: und kleine Prozent, kleine Veränderungen können dann im großen oder in großen Stückzahlen.

00:06:24: Dann einen großen Unterschied ausmachen.

00:06:25: und das finde ich immer so spannend wenn man diese am Ende auch dieser Awards über die Jahre natürlich begleitet und sich immer anschaut welche Lösungen, welche Werke, welche Transformationen da primiert wurden.

00:06:36: weil manchmal reicht einfach was ganz Simples eine kleine Veranderung die man anschaut und sich denkt warum ist man da noch nicht vorher drauf gekommen?

00:06:42: Das kann doch gar nicht sein dass man da jetzt hinschaut und mit ganz einfachen Veränderungen.

00:06:47: manchmal sind es auch einfach nur Wege für die Arbeiter im Shopfloor, die manchmal irgendwie verkürzt werden.

00:06:55: Und dann hebt man darüber über diese einen Meter weniger, den man manchmal an Weg machen muss, hebt man dann einfach solche Potenziale, ich finde das unglaublich spannend.

00:07:05: Muss er in der Stelle sagen... Gibt ja verschiedene Triebfedern, die das Ganze so ein bisschen, sozusagen die Transformation und die Innovation vielleicht am Ende des Tages auch bewegen.

00:07:15: Das sind zum einen natürlich die äußeren Rahmenbedingungen der Strukturwandel in der Automobilindustrie natürlich Richtung Elektromobilität.

00:07:22: da gibt es immer wieder, wir müssen die Werke neu strukturiert werden.

00:07:26: Da gibt's immer wieder Potenziale, die sich auftun.

00:07:29: Es gibt regulatorische Rahmenbedinger wie CO²-Bepreisung oder CO² Reduktion, die da von der europäischen Seite aus irgendwie vorgegeben werden.

00:07:39: Wo man auch wieder gucken muss, ob man nicht an einem oder anderen Stelle im Werk etwas verändern kann und natürlich auch wenn man es positiv formulieren will – die Möglichkeiten, die sich durch die Digitalisierung jetzt ergeben, durch künstliche Intelligenz.

00:07:51: Da tut sich noch mal ein ganz neues Feldpotenzial auf um dieses Thema Lean Production nochmal auf neue Ebenen zu bringen und das werden wir heute bei den Gewinnern sicherlich an einer einen oder anderen Stelle auch wieder sehen.

00:08:03: Komm Janik, was machen wir jetzt auch?

00:08:05: Weil uns haben wir schon genug geredet und wir wollen ja heute Sieger verkünden hier im Podcast zumindest wer es noch nicht gelesen hat denn der zugehörigen Artikel der ist Ende der vergangenen Woche schon online gegangen.

00:08:17: aber wir wollen heute nochmal drauf schauen.

00:08:19: ich fange einfach mal an mit dem ersten Award und zwar in Kategorie Digital Use Case, also wir werden noch am Anfang ein bisschen spezieller sozusagen und werden dann später in den ja ich will fast sagen Hauptkategorien kommen natürlich an zu den großen Transformationen wo Werke dann wirklich für ihre Gesamtleistung ausgezeichnet werden.

00:08:42: Jetzt an der Stelle Digital Use case und der geht in diesem Jahr an das MAN Werk in Krakau und zwar wurde die Lösung AI Boost for New Parts Parametrization ausgezeichnet.

00:08:57: Was hat es damit auf sich?

00:08:58: Nummer ist jetzt so, dass neue oder veränderte Sachnummern im Produktionssystem eben mit den richtigen Parametern hinterlegt werden müssen.

00:09:07: und dieser Prozess bislang eben ein sehr manueller Prozess, ein sehr zeitintensiver Prozess damit auch, einen damit eben auch ein sehr fehleranfälliger Prozess.

00:09:18: der war von vielen Systemwechseln geprägt.

00:09:21: Beschäftigte mussten zum Teil Angaben mehrfach übertragen, an unterschiedlichen Stellen mehrfach eintragen.

00:09:28: Das heißt am Endeffekt war da der Engpass.

00:09:32: wenn es dann im Prinzip um diese Sachnummern geht, war nicht irgendwo in der Montage irgendwo am Band sondern einfach in einem vorgelagerten Daten- und Steuerungsprozess bei dem man festgestellt hat das ist nicht wirklich effizient Es sind zu viele Medienbrüche, es ist zu viel manuelle Arbeit.

00:09:48: Und die Lösung Jetzt hat MAN eben aus einer Gemeinschaftsentwicklung sozusagen zwischen dem Werk Krakau, der Zentrale von MAN und dem Digital Hub von MAN ein eigenes KI-Werkzeug entwickelt.

00:10:05: Und zwar schlägt diese KI nun passende Parameter für neue Sachnummern vor!

00:10:11: Das macht das Ganze auf der Grundlage von historischen Daten, erlernte Zusammenhänge hinterlegte Regeln, Rückmeldungen bereits geprüften Ergebnissen, also soll natürlich auch im Laufe der Zeit immer weiter lernen und immer intelligenter werden.

00:10:25: Was ich auch spannend finde ist die Anwendung zeigt neben dem Vorschlag auch ein Confidence Level.

00:10:31: Also der Beschäftigte, der am Ende dann eben das einträgt, erkennt also auch wie sicher die KI sich in diesem Vorschlag ist und in der Empfehlung ist und kann dann also einschätzen, wie viel Prüfaufwand man jetzt dort noch reinstecken sollte.

00:10:48: Und liegt der Vorschlag, der KI für den vorgeschlagenen Parameter bei einer Sachnummer?

00:10:53: Liegt das jetzt bei ninety-fünf oder fünfzehn Prozent und hat damit dann eben auch eine gute Vorstellung davon.

00:11:01: Wo dann vielleicht nochmal manuell etwas genauer hingeschaut werden muss aber sicherlich da wo es um sehr standardisierte sehr widerkehrende Aspekte geht wird man dann natürlich zu einem hohen Confidence Level kommen.

00:11:16: Was ich jetzt auch interessant finde, Janik wenn wir mal am Ende aufs Ergebnis kommen weil dadurch geht es darum geht's ja am Ende ausgezeichnet wird nicht einfach nur die Idee sondern ausgezeichnet würde am Ende auch die Umsetzung und dass das natürlich auch was gebracht haben muss.

00:11:29: Man wollte damit dreißig Prozent weniger Bearbeitungszeit erzielen.

00:11:34: Das war das Ziel mit dem man ins Rennen gegangen ist Und erreicht wurden rund vierzig Prozent.

00:11:40: Reduktion der Bearbeitung Zeit von Sachnummer also weniger manuelle Eingaben, geringere Fehler hat man schon festgestellt.

00:11:49: Schnellere Bearbeitung Entlastungen auch repetitiver Tätigkeiten.

00:11:53: jetzt kann man sich auch vorstellen Janik dass das eine Aufgabe ist die den Mitarbeiter sicherlich keinen großen Spaß macht vor allem mit mehreren Medienbrüchen und mit mehrfach eintragen und höllisch aufpassen keine Fehler beim bei verschiedensten ja Vernetzungen dieser Parameter untereinander usw.

00:12:13: Also hier tatsächlich, strich drunter mit einer kleinen Lösung.

00:12:18: Da sind wir wieder dabei mit einer ganz speziellen kleinen Lösung am Ende.

00:12:22: Vierzig Prozent weniger Bearbeitungszeit beim Anlegen von neuen oder veränderten Sachnummern und das sind genau diese kleinen Lösungen die dann am Ende wirklich große Veränderung machen vor allem aber dem Mitarbeiter faktisch in einer wirklichen Arbeitsrealität aber auch tatsächlich entlastet.

00:12:40: Wer hätte gedacht, dass beim Digital Use Case auch das Thema künstliche Intelligenz eine Rolle spielen wird.

00:12:46: Das war ja eigentlich zu erwarten weil die KI natürlich jetzt gerade im Produktionskontext haben wir hier in der Stelle schon viel drüber gesprochen da die Effizienzen und die Zeitersparnis definitiv einbringen kann.

00:12:57: also auf jeden Fall eine spannende Lösung.

00:13:00: Was kann ich sagen?

00:13:01: Wir gehen direkt zum nächsten damit wir nicht so viel Zeit verlieren.

00:13:05: Absolut!

00:13:08: Hauptgewinn, noch mal ein bisschen intensiver sprechen.

00:13:13: Ja beim nächsten Unternehmen da geht's um den Award, um den Special Award Lean Transformation, und da geht es jetzt nicht um eine kleine Lösung oder eine spezifische Lösung die jetzt auch vielleicht einen großen Impact hatte sondern ja auch schon um eine grundlegende Transformation.

00:13:29: und ich habe es ja eingangs gesagt beim Lean Automotive Lean Production Award haben wir oft auch kleinere oder mittelständische Unternehmen, die vielleicht nicht bei allen immer so auf dem Schirm sind.

00:13:39: Oder ganz im Rampenlicht stehen.

00:13:41: das ist jetzt ein Unternehmen was hier diesen Special Award bei der Lean Transformation gewonnen hat und es ist Hirschvogel der Metallumformer für viele wichtige Aluminium- und Stahlkomponenten in Fahrzeugen steht.

00:13:55: Und Hirsch Vogel hat für das Werk in Thüringischen Marksul diesen Award, Lean Transformation, zwanzig sechsundzwanzig gewonnen an dem Standort in Thüringen nahe Eisenach.

00:14:07: Da sind zwei Hirschvogelwerke quasi unter einem Dach ansässig, sechsohntachtzig Beschäftigte über einundzwantigtausend Quadratmeter Produktionsfläche jährlicher Output, einunddreißig tausend Tonnen Stahl und vierzehntausenden Tonnen Aluminium Komponenten.

00:14:22: also wirklich da wird einiges an Stahl oder Metall quasi umgeformt und dort werden wie gesagt sehr Wichtige und hochkomplexe Bauteile für die Automobilindustrie hergestellt Getriebewellen Fahrwerk und Motoren Teile Spurstangenhebel.

00:14:38: Und andere einbaufertige Strukturelemente.

00:14:41: und Hörschvogel sagt selber praktisch jedes in der EU gefertigter Auto hat mindestens einen Bauteil aus Marksul an Bord also schon ein auch ein sehr wichtiger Standort Auch für allgemein Für Die Automobil Industrie gerade wenn es um diese wichtigen Komponenten geht.

00:14:56: Nun war es so, dass aber genau eben diese klassische Stahlumformung dieses Geschäftsmodell, das Fundament in den letzten Jahren ein bisschen ins Bank geriet.

00:15:06: also die Kompetenzen der Maschinenpark, die Prozesse waren alles auf dieses klassische Produkt ausgerichtet.

00:15:15: nun habe ich auch gerade eingangs gesagt erinnern sich ein bisschen die Rahmenbedingungen immer stärker, Formage-Elektromobilität, CO² Reduktion, Leichtbau.

00:15:23: Und genau dieses Kerngeschäft, das droht ja gerade bei so mittelständischen Unternehmen wie Hirschvogel jetzt ein bisschen wegzubrechen.

00:15:29: Die klassischen Stahlumfänge für den Antriebsstrangen die gingen deutlich zurück und für einen Standort dessen Kompetenz und Anlagen komplett auf Stahl ausgerichtet waren war dass Wirklich keine Marktdelle, sondern wirklich auch eine existenzielle Bedrohung.

00:15:42: So was ist jetzt so ein bisschen der Ansatz gewesen von Hilschvogel für den Standort?

00:15:47: In dem Jahr zwanzig entwickelte der Standort auf Basis einer Marktpotenzialanalyse eine neue Strategie bis zwanzich dreißig mit dem klaren Ziel Wettbewerbsfähigkeit und Beschäftigung trotz der genannten Marktverschiebung langfristig zu sichern.

00:16:02: Wichtig dabei, ich habe es eingangs gesagt.

00:16:03: Es ging jetzt hier nicht um eine punktuelle Verbesserung, eine Stellschraube im Werk die man jetzt drehen kann damit alles wieder besser läuft sondern es ging schon um eine grundlegende Neuausrichtung des gesamten Werks.

00:16:14: Flankiert eben von einer Lean Roadmap mit über twenty-fünf Verbesserungsprojekte, die die Wege und Durchlaufzeiten dann durchaus und spürbar verkürzt haben einige nur noch am Rande genannt.

00:16:26: eine Technologie technologische Hebel waren zum Beispiel dass man die Pressen umgebaut hat und sie nicht neu gebaut hat.

00:16:35: Vorhandene Substanz wird quasi hier mit zum neuen Geschäftsfeld, es gab eine weltweit einzigerartige Anlage, die dort installiert wurde, eine vollverkettete Aluminium-Langteilpresse also ein bisschen das Vorzeigeprojekt dieser Transformation.

00:16:48: auch das Thema Digitalisierung hatten entscheidend Rolle gespielt.

00:16:51: Es gab eine eigene Smart Factory Web App für das Werkzeugmanagement, für die Wartung selbst entwickelt, nicht zugekauft ganz wichtig an der Stelle auch zu sagen herausstellen, dass eben auch so ein Unternehmen wie Hirschvogel absolut in der Lage ist hier innovativ gerade auch bei den neuen Themen zu sein.

00:17:08: und natürlich auch gehört auch dazu eine durchgängige RMS Anbindung der Maschinen um das Thema Datenverfügbarkeit und auch Transparenz nach oben zu bringen.

00:17:18: Also hier ein ganzheitlicher ansatz der gewählt wurde auch mit einem klaren monetären ziel also was den umsatz anbelangt der aluminium umsatzt.

00:17:28: zwanzig fünfundzwanzig lag bei neun achtzig millionen euro und der soll bis achtundzwanziger hundertsechzig millionen Euro als nahezu verdoppelt werden in drei jahren und das eben auch mittels dieser.

00:17:40: dieser Maßnahmen, die man jetzt im Rahmen dieses Linprojekts auch umgesetzt hat.

00:17:45: Also, man kann sagen Hischvogel hat in Marksul aus einer strukturellen Krise quasi auch ein bisschen der strategische Chance gemacht Lin, Digitalisierung und auch die technologische Neuausrichtung eben zusammen und überzeugend verbunden.

00:17:59: Und das kann ja wie gesagt auch ein Vorbild sein für andere Zuliefer, die sich in dieser Größenordnung bewegen genau das zu tun.

00:18:07: und darauf kommt es momentan an dass man aus einer schwierigen Situation eine Chance irgendwo erkennt.

00:18:15: Absolut Janik!

00:18:17: Ich würde auch sagen... Wir gehen direkt weiter zum Nächsten, weil während du jetzt gerade gesagt hast ein bisschen der Hidden-Champion.

00:18:22: Der in jedem Fahrzeug ist aber nicht in den ersten Riegel an Unternehmen vielleicht ist die zuerst genannt werden kommt jetzt ein Award an einen OEM, der sicherlich das Gegenteil davon ist nämlich immer einer der erstgenannten und zwar ist es die Kategorie OEM Component Manufacturing.

00:18:44: und dieser Kategori hat in diesem Ja, BMW ein Landshut gewonnen.

00:18:49: Vielleicht ganz kurz einmal zur Ausgangslage?

00:18:51: Das Komponentenwerk in Landshuth hat rund drei tausend achthundert Beschäftigte und fertigt rund fünf Millionen Komponenten im Jahr.

00:18:59: Macht auch ein sehr breites Technologiespektrum im Werk von Leichtmetallguss über Kunststoff- und Verbundtechnik Antriebs- und Fahrwerkkomponenten, Elektrikelektronik hochwollt Systeme.

00:19:09: Generell steigende Elektromobilität auch da die gefertigten Teilesystemekomponentinnen zum Beispiel auch E-Motorengehäuse.

00:19:17: also Da ist eine ganze Menge los in dem Werk und das Interessante ist jetzt aber.

00:19:24: Und ausgezeichnet ist es eben nicht einfach nur, weil vielleicht die Komplexität so groß ist oder weil das Werk eben auch in der Lage ist verschiedene Technologien und ganz viele verschiedene Komponenten zu fertigen sondern Weil das Werk mehr macht als einfach nur Komponenten zu produzieren übernimmt nämlich auch zusätzliche wichtige Aufgaben, auch im Produktionsverbund.

00:19:46: Es werden zum Beispiel viele neue Technologien dort am Standort industrialisiert, es werden Fertigungsverfahren entwickelt und weiterentwickelt.

00:19:54: Es wird Produkte auf ihre Herstellbarkeit geprüft, es werde Standards für andere Standorte erschaffen.

00:20:01: Intern und externe Lieferanten werden dort unterstützt und befähigt.

00:20:05: das Werk ist im Prinzip ein Wissens- und Kompetenzzentrum für das Komponenten Thema innerhalb des Produktions Netzwerks von BMW und dass eben auch alles auf einer konsequenten Lin Grundlage Basis bildet, das BMW Produktionssystem.

00:20:24: Und die Jury auch der Automotive Production Awards hat hier besonders hervorgehoben, dass das Werk im Landshut ganz Ja, ganz deutlich entlang des Wertstroms auch geführt wird.

00:20:37: ein sehr konsequentes shopfloor management klare lin rotinen direkte problemlösungen in der produktion also Lien und das so wurde es am endeffekt auch ausgezeichnet ist im werk BMW Landshut keine Aufgabe einzelner Verbesserungs Abteilung die vielleicht hier und da mal drauf schauen Sondern absolut Teil der täglichen Führungsarbeit.

00:21:01: So wurde es Am ende auch von der Jury gewertet.

00:21:04: Interessant zum Beispiel, dass man inzwischen auch die klassische KVP-Werkstatt dieser sicherlich in vielen Werken so gibt, inzwischen durch eine digitale KVPS Werkstatt kontinuierliche Verbesserungswerkstatt ergänzt wurde, z.B.

00:21:19: ein eigenes AI Lab, optische Prüfsysteme, digitale Plug and Play Lösungen, Citizen Developer – da sind wir wieder beim Thema, die Mitarbeiter mitzunehmen und einfache Lösungen und digitale Lösungen selbst entwickeln zu lassen Und eben Lösungen nah am eigentlichen und tatsächlichen Produktionsproblem zu lösen.

00:21:39: Das ist wirklich der Anspruch des Werks.

00:21:42: gleichzeitig, und das ist jetzt ein bisschen noch der Abschluss und das finde ich auch immer besonders interessant wird uns auch an anderer Stelle noch begegnen heute.

00:21:50: Gleichzeitig geht es nicht darum jetzt einfach nur jedes Problem mit komplexer Automatisierung oder KI zu löse sondern weiterhin auch die ganz einfachen mechanischen Hilfsmittel zu nutzen, Low-Cost Automation, pragmatische Arbeitsplatzverbesserungen und Ergonomie Verbesserungen.

00:22:04: Also nicht immer nur die Frage zu stellen wo kann ich jetzt möglichst Digitalisierung KI, Automatisierung und Co einsetzen sondern das Problem zu sehen und sich die Frage zustellen hilft uns an der Stelle jetzt eigentlich Automatisierungen und irgendwelche komplexen Lösungen weiter oder sind es manchmal weiterhin die ganz einfachen Lösungen für ein Problem, um einen Schritt weiterzukommen.

00:22:27: All das ist also für die Jury der Automotive Production Awards Grund genug das BMW-Werk in Landshut auszuzeichnen mit dem Award in der Kategorie Component Manufacturing OEM.

00:22:42: Auf der Stelle sieht man wieder, wo es sozusagen der Veränderungsdruck auch groß ist.

00:22:47: Natürlich auch Geschäftsfeld in der Elektromobilität ganz wichtig.

00:22:50: dieser Standort von BMW kommt eine große Bedeutung zu.

00:22:53: Von daher sieht man auch das da, wo auch der Druck groß ist.

00:22:57: dass das da auch immer oft zu sehr positiven Veränderungen finde ich auf jeden Fall auch sehr spannend.

00:23:01: Janik

00:23:01: wir kommen.

00:23:02: im Prinzip kann man jetzt sagen Zwei Hauptkategorien kann man im Großen und Ganzen vielleicht sagen

00:23:07: ja ich hab vorhin vom Hauptgewinn gesprochen ist vielleicht ein bisschen, also wird den anderen vielleicht nicht so gerecht.

00:23:13: aber es sind nun mal die beiden zentralen Kategorieren auch beim alp award.

00:23:18: Und das ist zum einen eben der OEM und auf der andern Seite jetzt sprechen wir über den Zulieferer war den Supplier Award beim Alpe Und der geht in diesem Jahr an Aumovio für das Werk in Sibiu, in Rumänien.

00:23:31: Manchen ist die Stadt auch bekannt und den deutschen Namen Hermannstadt

00:23:36: mir nicht.

00:23:37: Mir auch war es vorher auch nicht bekannt aber ich habe es in der Recherche nochmal gelesen dass quasi sieben Bürgen und gut die Geschichte müssen wir an dieser Stelle nicht aufrollen aber auch bekannt eben unter dem Namen Herrmannstadt Aber wie nennst du jetzt Sibio?

00:23:51: Unter dem rumänischen Namen natürlich bislang ein Kontinentalwerk, aber seit letztem Jahr ja unter dem neuen Namen AuMovio.

00:23:58: Drei tausend sechshundert Beschäftigte davon ein dritter Ingenieure.

00:24:02: CBO gehört zu den wichtigsten also das Werk in CBO gehörts zu den Wichtigsten Arbeitgebern der Stadt.

00:24:07: eine der wichtigsten Automotive Elektronikfertigung auch des Konzerns in ganz Mitteleuropa.

00:24:13: dort werden elektronische Komponenten und Systeme für vernetzte und automatisierte Mobilität hergestellt also ein ganz wichtiges Geschäftsfeld auch Für Aumovio.

00:24:22: weiterhin ein bisschen im Unterschied zum Schwesterwerk in Rumänien von Aumowio und Timmy Schoara, dass wir ja bei Automobilproduktion auch schon besuchen durften.

00:24:33: Und auch schon eingehend analysieren durften.

00:24:36: dort werden ja Displays und User Experience Produkte hergestellt.

00:24:40: In CBO liegt der Fokus ein bisschen anders Und genau in dieser Produktlinie oder in diesen Produktlinien, da steckt auch so ein bisschen die Herausforderungen drin.

00:24:50: Denn Amovio in Sibiu muss eine außergewöhnlich hohe Produkt- und Kunden- und Materialflusskomplexität beherrschen.

00:24:58: Das ist jetzt nicht Stillstand der Produktion sondern natürlich im laufenden Betrieb und im weiteren Ausbau auf der Produkation.

00:25:03: Die Aufgabe war eben Exzellenz und Prozessstabilität zu sichern während der Standort gleichzeitig neue Module hochfährt, neue Produktlinien integriert und eben auch immer größer wird und skaliert.

00:25:15: So die Lösung, die jetzt für die Amovio in Seaview aufprimiert wurde liegt so ein bisschen auch in der Führungsphilosophie ja auch ein wichtiges wenn wichtige Komponenten beim Thema Lean Production.

00:25:26: Operational Excellence gilt hier nicht als quasi abgeschlossenes Programm sondern eine kontinuierliche Aufgabe gerade der Füllungsebene.

00:25:35: Die fünf S-Methode spielt eine wichtige Rolle, standardisierte Arbeit.

00:25:39: Das ist alles fest verankert im Alltag in Zebio und bilden eben auch das stabile Fundament auf dem dann Automatisierung und Digitalisierung erst wirksam aufgebaut werden können.

00:25:51: die digitalen Lösungen, die dabei entstehen, die entstehen nicht isoliert.

00:25:56: Bedarfe werden aufgenommen durch IT und Cyber Security geprüft priorisiert und dann auch bis zur Umsetzung begleitet.

00:26:03: Also Digitalisierung wird hier nicht irgendwie als separates IT-Programm verstanden, sondern wirklich als Produktionsnaheteil des kontinuierlichen Verbesserungsprozesses.

00:26:15: Einige technologische Hebel sind das gruppenweite Shopfloor Management System, dass die tägliche Führungsarbeit strukturiert, das Virtual Line Information Board, dass bestimmte Informationen direkt an der Linie bündelt die sofort dann auch irgendwie Abweichungen und eventuelle Ausfälle oder Eskalation eben auch transparent darstellt.

00:26:37: Es gibt ein KPI-basiertes Performance Management, eine praxisnahe Automatisierung in SMT und Endmontage und Logistik und auch ein ganzheitliches Intralogistikkonzept wurden im Rahmen dieses Transformationsprogramms aufgesetzt.

00:26:54: also hier wie wir es ja bei den anderen Beispielen schon hatten ist es nämlich so, dass es eben nicht

00:27:01: jetzt

00:27:02: irgendwie die Verbesserung zum Selbstzweck also Digitalisierungsmethoden zum Selbstwerk passieren sondern natürlich wirklich eingeschlossen in ein konsequentes Performance Management entlang des gesamten Wertstroms und klare Führungsroutinen sind wichtig gezielte Digitalisierung eben.

00:27:20: Und das macht diesen Standort so besonders und deswegen auch auszeichnungswürdig in Sachen Lean Production, also hier auch wieder ein ganzheitlicher Ansatz der her gefahren wurde.

00:27:32: Ja Janek wir kommen damit zum Gewinner in der Kategorie OEM die und was ja völlig richtigerweise gesagt im Großen und Ganzen wird hier natürlich nicht in irgendwie Haupt- oder Nebenkategorien unterschieden und insofern gibt es hier keine Priorität innerhalb der Sieger das muss man nochmal dazu sagen.

00:27:51: Aber es gibt schon eine gewisse Besonderheit, denn

00:27:54: der

00:27:55: Gewinner in der Kategorie OEM da kann man schon so ein bisschen sagen dass das die Hauptkategorie ist.

00:28:00: Denn das wird auch im Folgejahr immer der Ausrichter des Kongresses sein um eben vor Ort nicht einfach nur im Rahmen des ja Kongresses auf der Bühne sondern wirklich auch vor Ort meistens auch in Form einer Werksführung die dann wirklich zum Teil sehr sehr umfangreich sehr detailliert stattfindet diesen immer extrem spannend Kann ich nur jedem ans Herz legen, eben auch wirklich zu sich einlädt und zeigt was man verändert hat.

00:28:28: Und warum man ausgezeichnet wurde?

00:28:30: Was man verändert hatte um effizienter verschwenderungsfreier schlanker Prozessorientierter unterwegs zu sein.

00:28:39: Und diesem Jahr konnte die Jury überzeugen in der Kategorie OEM das Werk von Seat in Martorell.

00:28:50: Glückwunsch erstmal dazu!

00:28:51: Aber Janik, wir haben ja an der einen oder anderen Stelle über Martorell auch schon gesprochen und insofern wundert es mich nicht, dass am Ende dieses Werk ausgezeichnet wurde.

00:28:59: Denn hier geht es natürlich nicht um eine Lösung, sondern um ganzheitlichen Ansatzveränderungen zu wuppen.

00:29:06: Und die Veränderung sind natürlich massiv weil, wie wir wissen – ich glaube das ist wirklich vielen draußen, die vor allem mit dem Thema Produktion ein wenig mehr zu tun haben – ist das bewusst?

00:29:19: auf diesem Werk momentan eine große Verantwortung ruht, nämlich nicht nur die Verantwortung der eigenen Fahrzeuge und des eigenem Werks gegenüber sondern das Werk in Martorell übernimmt große Verantwortung wirklich für Produktionsprojekte im ganzen Konzern.

00:29:34: Nämlich erstmals übernimmt das Werk die Rolle des Cluster Leads für eine ganz neue Fahrzeugfamilie denn die neue elektrische Urban EV-Familien des Volkswagenkonzerns unter anderem zum Beispiel der Cupra Raval aber auch Volkswagen ID Polo.

00:29:49: Die werden alle dort im Werk gefertigt, heißt wir haben ja also nicht einfach nur in Anführungsstrichen die Transformation zur Elektromobilität, die das Werk bewältigen muss.

00:29:59: Das gilt für viele Automobilwerke oder für alle vielleicht sogar fast der größten wichtigsten Automobilwerke weltweit sondern man nimmt hier gleichzeitig eben auch übernimmt man Verantwortung für andere Marken im Konzern, die ebenfalls dort gefertigte werden zum Beispiel Neben all der Dinge, die man natürlich tagtäglich sowieso weiterhin fertigen muss.

00:30:21: Die Fertigung bleibt ja nicht stehen.

00:30:22: trotzdem muss man eine ganze Menge an Veränderungen dafür anstoßen zum Beispiel die neue Batterieffertigung, die neuen Batteriemontage.

00:30:30: zwischen Projektentscheidung und geplantem Serienstart liegen nur dreiunddreißig Monate.

00:30:36: in der Zeit musste man parallel Produktentwicklung betreiben Anlagenplanung Hallenbau Produktionsvorbereitung.

00:30:43: Es mussten neue Kompetenzen aufgebaut und natürlich auch Mitarbeiter geschult werden Alles während natürlich die normale Produktion, die übliche tagtägliche Produktion weiterläuft.

00:30:54: Und das ist auch explizit zum Beispiel von der Jury noch mal hervorgehoben worden, dass genau dieser Anlauf trotz der hohen Komplexität ruhig und kontrolliert verlief, dass Qualitäts- und Reifegradprozesse konsequent durchlaufen wurden – und auch Verzögerungen, die es auch gab z.B.

00:31:11: beim Thema Software &

00:31:12: Co.,

00:31:12: durch enge Abstimmung im Projekt aufgefangen werden.

00:31:16: konnten, also auch da Problemlösungskompetenz ist explizit nochmal hervorgehoben worden.

00:31:23: Interessant ist in dem Fall wirklich das Lean-System auf dem Martorell beruht und auf den Martorellen im Prinzip alles aufbaut.

00:31:30: Man konzentriert sich nämlich auf achtzehn zentrale Bausteine – für eine Lean-Bibliothek sozusagen, für ein Methodenkatalog ist das relativ geringe Anzahl an Methoden und Prozessen.

00:31:45: Die sollen eben dazu führen, dass das System verständlich bleibt übersichtlich bleibt einheitlich anwendbar bleibt für die ganze Belegschaft zugänglich bleibt.

00:31:53: Man wollte eben bewusst keinen großen Katalog schaffen sondern Dass man eben Werkzeuge schafft dem Alltag auch wirklich Anwendung finden.

00:32:02: und was jetzt spannend finde ist Und es kommt wieder so ein bisschen zu dem was wir vorhin schon gesagt haben was ich auch bei BMW in Landshutschen angesprochen habe Es gibt nämlich eine ganz explizite Lösungslogik im Werk Martorell bei einem Problem, nämlich erstens den Prozess verstehen und ihn wirklich verstehen.

00:32:20: Also erstmal anschauen was ist eigentlich das Problem?

00:32:22: Was ist der Prozess, der hier gerade ein bestimmtes Problem aufweist?

00:32:26: Zweitens dem Prozess nach Möglichkeit schon simpel vereinfachen mit einfachen Lösungen, einfachen Methoden haben wir vorhin schon darüber gesprochen.

00:32:35: dann technische Unterstützung prüfen um diese womöglich auch erstmal einfache Lösungen So sie denn auch in ihre Grenze kommen mit einfachen technischen Möglichkeiten, einfach erstmal zu supporten.

00:32:47: Und erst dann an vierter Stelle wird automatisiert oder in weitere technologische Innovation investiert.

00:32:55: also ganz klare Reihenfolge wir sehen ein Problem Wir verstehen das problem wir versuchen es so einfach und simpel wie möglich zu lösen Dann versuchen wir erst Technisch zu unterstützen und erst dann wenn das alles nicht greift oder nicht ausreicht wird sozusagen das Schwere geschützt aufgefahren in Sachen Digitalisierung, Automatisierung, KI-Unterstützung und Co.

00:33:18: Also ganz klare Reihenfolge!

00:33:21: Und das gleiche was wir vorhin bei BMW auch im Landshut angesprochen haben.

00:33:24: also es geht hier nicht darum einfach nur riesig groß sozusagen auszurollen was man mit Digitalisierungs, KI und Automatisierungsmöglichkeiten machen kann sondern das Ganze eben gezielt einzusetzen und gezielt dort, wo das diese expliziten Lösungen dann auch wirklich Wirkung entfalten einzusetzen und an anderer Stelle wirklich aber auch bei den einfachen und kleinen und wenig komplexen Lösungen für vielleicht auch manchmal einfache Probleme zu arbeiten.

00:33:56: Zum Beispiel auch Ergonomie.

00:33:58: also mehr als dreihundertsechzig Arbeitsplätze wurden schon ergonomisch verbessert und dadurch hat man schon eine Million Euro eingespart Einfach durch ergonomische Verbesserung eines Arbeitsplatzes.

00:34:09: Und das ist am Ende auch das, was die Jury so für in dem Werk überzeugt hat.

00:34:13: Wir haben eine große Komplexität, eine große Transformation, eine steigende Verantwortung.

00:34:19: innerhalb all dessen muss eben auch viel Veränderungen stattfinden und die geht sehr dematorell jetzt eben nicht Jetzt mit der großen Investitionskeule oder mit dem mit den großen Digitalisierung Paket und Co.

00:34:33: an, sondern einfach mit dem genauen Blick fürs Detail und der Frage was braucht dieses Problem jetzt explizit in der Lösung.

00:34:41: Und das ist natürlich einfach ein ganz spannender herangehensweise.

00:34:45: auch wir haben ja in den vergangenen Jahren das Werk auch begleitet hat man verschiedensten Stellen zum Beispiel auch mit Rossa Erretsche, dem Werkleiter im Arturell gesprochen sprechen können.

00:34:55: Seat hat im vergangenen Jahr schon einmal einen Award gewinnen können, eben nicht in der Hauptkategorie aber da ging es zum Beispiel auch stark um das Thema Digitalisierung vor allem in Bezug auf Citizen Developer.

00:35:07: Das spielt bei Seat immatoriell eine große Rolle die Belegschaft mitzunehmen bei der Entwicklung einfacher Digitalisierungslösungen.

00:35:17: also ja ein unglaublich spannendes Werk wie ich finde und deswegen freue ich mich auch schon darauf dass nächstes Jahr Seat in Martorell Ausrichter des Kongresses sein wird, damit man sich das wirklich auch noch mal vor Ort anschauen kann.

00:35:29: Ja und gerade der letzte Punkt den du angesprochen hast mit dem Citizen Developer Programm für das ja Seat im letzten Jahr eben den AP Award bekommen hat zeigt ja auch nochmal dass das Ganze jetzt schon nicht irgendwie ich sag mal aus Wolfsburg quasi ein Investitionsprogramm und wir werden es von oben alles bestimmen wie das jetzt laufen muss weil Wir wissen ja, Sie hat materiell, du hast es auch gesagt ein absolutes Schlüsselwerk im gesamten Konzern verbunden.

00:35:56: Nein das ist hier zeigt man dass man die Verbesserung im Werk auch wirklich aus der Belegschaft heraus an den Stellen wo's auch wirklich sinnvoll ist, wo man mit einem pragmatischen Ansatz bestimmte Dicke an vielleicht einen kleinen Stellschrauben dreht, die da eine große Wirkung haben.

00:36:11: aber auch in Sachen Digitalisierung, dass man da die Belegenschaft mit integriert und sich heraus entsteht Das ist schon, finde ich ein sehr interessanter Ansatz.

00:36:19: und dass man jetzt hier nicht quasi so zentralistisch von oben da das Investitions- oder Transformationsprogramm vorgibt.

00:36:26: Sondern die Startorte wirklich da auch frei lässt und auch wirklich den Leuten, die ihre Stationen, ihre Linie, ihr Werk kennen, am besten verstehen eben auch da die Optimierung irgendwie zu integrieren.

00:36:42: Das finde ich schon sinnvoll und einen richtigen Weg Und das hat ja auch die Jury anscheinend jetzt schon zweimal überzeugt sehr hier zu primieren.

00:36:53: Was ich ganz grundsätzlich aber auch noch mal sagen, wo ich habe es gerade gesagt eben des Werk ist ja für den Konzern ein absolutes Schlüsselwerk.

00:37:01: wir haben im Podcast ja schon in den letzten Wochen und Monaten viel über Volkswagen diskutiert über Werke die in Deutschland vielleicht auf der Kippe stehen.

00:37:10: Bei welchen Werken kommt es darauf an, dass man effizienter ist?

00:37:13: Dass man sozusagen gerade im Bereich Elektromobilität da wirklich auf die Zahlen auf die Straße bringt und auch wirklich solider arbeitet.

00:37:22: Aber für mich ganz wichtig und entscheidend wird eben die Rolle von Martorelle eben aus sein weil es eben dieser Hub für die Smallbaths ist, für die kleinen Elektroautos, die jetzt aus dem VW-Konzern kommen Und die natürlich auch so ein bisschen überwohl und wehe des gesamten Konzerns am Ende des Tages auch entscheiden.

00:37:39: Weil das haben wir hier ja auch schon diskutiert, müssen jetzt nicht mehr in die Tiefe reingehen aber die Elektromobilität gerade im Einstiegsbereich natürlich super entscheidend sein wird um weiterhin erfolgreich zu sein.

00:37:51: und deswegen

00:37:52: ist der Druck

00:37:53: nun auf das Werk in Martorell so groß dass das funktioniert und diese Verbesserungen die dort stattfinden einen mittel- und langfristigen Effekt am Ende des Tages haben, um da effizient zu arbeiten und erfolgreich zu arbeiten.

00:38:09: Das ist ja wohl sehr offensichtlich!

00:38:11: Und ich will da nicht unbedingt immer in der Haut der Verantwortlichen stecken die dieses Transformationsprojekte da auch schultern müssen und auch forcieren müssen.

00:38:20: also das ist schon eine sehr verantwortungsvolle Aufgabe, die unter anderem jetzt Rosse Erretsche da sozusagen trägt.

00:38:26: Genau und ich denke deswegen all das was wir gerade diskutieren unterstreicht einfach schon mal warum Dieses Werk, dieses Jahr auch ausgezeichnet wurde einfach aufgrund dieser extrem großen Relevanz für den Konzern diese Transformation zu schultern und Lösungen zu finden.

00:38:43: Genau das eben hinzubekommen effizient hinzubekommen denn auch eine Sache die wir immer mal wieder hören dass vor allem die Werke der Iberischen Halbinsel Halten sehr zusammen tatsächlich.

00:38:55: Es gibt ja einige Jahre Portugal zum Beispiel, Palmela und auch schon den Award gewonnen.

00:39:01: das VW-Werk in Pamplona Auch schon den award gewonnen weil diese Werke auf der Iberischen Halbinsel eben auch auszeichnet dass sie Ja erstens auf der einen Seite ist es schon noch sehr zu zusammenhalten aber weil es eine sehr ausgeprägte Eine sehr ausgeprägte Denke gibt aus wenig viel zu machen Denn du hast es schon ein bisschen angedeutet.

00:39:21: Es geht jetzt nicht darum, dass Martorell diese Verantwortung trägt und dafür irgendwie mit Investitionsgeldern aus Wolfsburg irgendwie überschüttet wird sondern auch da ist die Herausforderung diese Verantwortung zu tragen, diese Transformation zu gestalten gleichzeitig das aber so effizient und auch kosteneffizient wie möglich zu machen.

00:39:37: ja deswegen ist er wirklich auch... Deswegen ist es nicht einfach nur eine Transformation und einen Umbau auf genau diese Kapazitäten die man in Zukunft da braucht sondern einfach eine große auch linentransformation.

00:39:50: deswegen ausgezeichnet.

00:39:52: also an der stelle ich fasse noch mal kurz zusammen in diesem jahr wurden von der jury primiert man hirschvogel bmw amovio und seat in martorel.

00:40:03: die werden im nächsten ja dann auch den automotive lean production congress ausrichten.

00:40:09: zwanzig siebenundzwanzig traditionell immer im november und ich sage es an dieser stelle eben nochmal in diesem Jahr.

00:40:18: Wir haben den OEM Award gewonnen und werden dieses Jahr zeigen, was das Werk auch auszeichnet.

00:40:26: Ein ganz anderes Werk, ein Werk, das noch keine hundert Jahre Historie hat... vergleichsweise kann man sagen jung ist mit guten ja zwanzig, fünfundzwanzig Jahren.

00:40:37: Ein Werk was sich in vielen jahren auch erst weiterentwickelt hat erst zum vollwerk auch entwickelt hat im laufe der Jahre und heute ein sehr zentralen Aspekt im Porsches Produktionsnetzwerk abbildet.

00:40:53: Insofern ich freue mich darauf im November bei Porsche in Leipzig nochmal genauer in die Produktion zu schauen.

00:41:00: Wer sich dafür auch interessiert, alle Infos zum Kongress und natürlich auch zu den entsprechenden Tickets.

00:41:06: Wer jetzt gerade zuhört und sagt das möchte ich nicht verpassen.

00:41:08: Ich möchte auch mir gerne mal das Porsche-Werk in Leipzig genauer angucken und vor allem natürlich das was wir heute besprochen haben nämlich die Transformationen Lösungen der Sieger nochmal im Detail hören von dem Protagonisten selbst.

00:41:21: Ich kann nur Werbung dafür machen.

00:41:22: es findet auf diesem Kongresszimmer sehr offener, sehr transparenter Austausch statt an sehr vom Gemeinsamen voneinander lernen geprägten Stimmung, die ich so wirklich selten auch auf entsprechenden Kongressen und Co mitbekomme.

00:41:39: Da geht es wirklich darum dass man sehr sehr offen auch einfach teilt hey diese Probleme hatten wir!

00:41:43: So haben wir sie gelöst.

00:41:45: das konnten wir damit erreichen.

00:41:47: Ich kann da also nur jedem wärmstens ans Herz legen sich das mal anzuschauen.

00:41:51: alle Infos dazu gibt's natürlich in den Show Notes aber auch noch einmal die Details zu den diesjährigen Siegern bei uns im Artikel nochmal nachzulesen.

00:41:59: Wir freuen uns natürlich darauf, wenn ihr euch das noch mal anschaut.

00:42:03: Ansonsten sage ich Janik bis kommende Woche!

00:42:06: Das machen wir bis kommender Woche.

00:42:08: Ciao!

00:42:08: Bis dahin

00:42:22: ciao!

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