Kommen VW, Mercedes und BMW aus dem Krisenmodus? (feat. Frank Schwope)
Shownotes
Jetzt ist der Geist aus der Flasche: die deutschen Autobauer haben allesamt ihre Ergebnisse für das Jahr 2025 der Öffentlichkeit präsentiert. Und eines wurde schnell deutlich: Das zurückliegende Geschäftsjahr war -- um es diplomatisch zu sagen -- turbulent. Egal ob VW-Konzern, BMW oder Mercedes-Benz: die deutschen Autokonzerne stehen zusammen so schlecht da wie seit der Corona-Krise nicht mehr. Die drakonische US-Zoll-Politik, Markteinbrüche in China oder strategische Schlingerkurse belasten die Gewinnmargen der OEMs massiv -- mit einigen wenigen (bayerischen) Lichtblicken, die Anlass für vorsichtigen Optimismus fürs laufende Jahr geben. In der aktuellen Folge WAS MICH BEWEGT schauen Pascal und Yannick im Detail auf Gewinne und Verluste der großen Drei und fragen Frank Schwope, Automotive Consultant und Lehrbeauftragter für Automotive Management an der FHM Köln, welche Lehren die deutsche Autoindustrie jetzt dringend ziehen muss.
Die Jahresergebnisse von Merces-Benz: https://www.automobil-produktion.de/news/gewinn-bei-mercedes-um-knapp-die-haelfte-eingebrochen/2607044
Die Jahresbilanz des Volkswagen-Konzerns: https://www.automobil-produktion.de/news/gewinn-bei-volkswagen-bricht-um-knapp-die-haelfte-ein/2624754
Wie kommt Porsche aus der Krise? https://www.automobil-produktion.de/management/darum-steckt-porsche-im-krisenmodus-fest/2625694
BMWs robustes Ergebnis: https://www.automobil-produktion.de/news/bmw-legt-robustere-zahlen-vor-als-die-konkurrenz/2626866
Mehr zu Pascal und Yannick finden Sie auf LinkedIn: Pascal Nagel: https://www.linkedin.com/in/pascal-nagel/ Yannick Tiedemann: www.linkedin.com/in/yannick-tiedemann
Hinweis: Die im Podcast getätigten Aussagen spiegeln die Privatmeinung der Gesprächspartner wider und entsprechen nicht zwingend den Darstellungen des jeweiligen Arbeitgebers
Transkript anzeigen
00:00:00: Der März ist da.
00:00:02: Für viele bedeutet das Frühling Aufbruch Optimismus, in der Autoindustrie allerdings bedeutet der Monat traditionell den Blick zurück auf das Vorjahr und der fällt naturgemäß nicht immer leicht.
00:00:15: wir schauen in dieser Folge was mich bewegt auf die Performance der deutschen Autobauer im vergangenen Jahr Die Gründe für teils massive Gewinneinbrüche unschauen drauf welche Konsequenzen jetzt in den Führungsetagen von Volkswagen, BMW und Mercedes gezogen werden.
00:00:37: Was mich
00:00:37: bewegt?
00:00:38: Der Automotive-Podcast.
00:00:47: Ja Pascal bevor wir uns abtauchen in die Performance Details der deutschen Autokonzerne und da richtig tief einsteigen vorweg erstmal eine Zahl die schon mal aufhorchen lässt und auch so ein bisschen zeigt wie die deutsche Autoindustrie momentan und vor allem natürlich auch im letzten Jahr performt hat, nämlich hat das Handelsblatt mal errechnet.
00:01:09: Das hat das Ganze auf den nun veröffentlichten eben Geschäftsberichten getan und eine Rechnung aufgestellt und die haben eben gezeigt dass BMW, Mercedes-Benz und der VW Konzern zusammen, zwanzig fünfundzwanzig nur einen Gewinn vor Zinsen und Steuern von vierundzwannzig Komma neun Milliarden Euro erwirtschaftet haben.
00:01:30: Das sind knapp vierundvierzig Prozent weniger als noch im Vorjahr, im Jahr zwanzig vierundzwanzig.
00:01:37: Das ist damit der Tiefstand seit zwanzich zwanzi.
00:01:42: Und damals wissen wir ja noch alle die leidvolle Zeit mit der Corona-Pandemie.
00:01:47: Da lag nämlich dieses Ergebnis bei zweizig Komma sechs Milliarden Euro was ja auch nochmal deutlich weniger war aber eben auch die Corona Pandemie auf dieses Jahr sehr stark eingeschlagen hat.
00:01:59: Und das ist schon eine, finde ich, eine sehr krasse Zahl.
00:02:03: Noch eine weitere Zahl die ebenfalls nicht besonders positiv ist für die deutsche Automobilindustrie.
00:02:08: Die kombinierte Marge der drei Großen in Deutschland liegt diesen Berechnung zufolge bei mitkriegen vier Komma zwei Prozent vor Jahr wanns sieben Komma Zwei Prozent also fast geil.
00:02:22: Wir wollen heute über die Performance der Industrie sprechen und diese Zahl vorweg, die zeigt schon mal so ein bisschen wo es hingeht wenn wir gleich einmal in den Details der einzelnen Konzerne einsteigen.
00:02:31: Du sagst das war natürlich erwartbar bevor man die Zahlen vorgestellt hat Janik hätte man wahrscheinlich auch genau so prognostiziert oder ähnlich prognosziert?
00:02:40: Wir schauen gleich drauf ob ist denn auch tatsächlich So für die einzelnen, für die Hersteller, die wir uns heute mal rausgenommen haben.
00:02:49: Du hast es ja gerade schon gesagt, wir schauen heute auf Mercedes und BMW und den Volkswagen Konzernen aber da vor allem auch auf die sagen wir sehr zentralen Marken.
00:02:59: also wir picken uns heute einfach mal so die wichtigsten Player raus Und schauen heute mal drauf ob's nicht vielleicht auch Überraschungen gibt Vielleicht auch.
00:03:11: Und das ist ja am Ende die Frage, du hast jetzt gerade eine Gesamtzahl genannt, die dort aufbereitet wurde und da ist dann die entscheidende Frage, naja gibt es jetzt einzelne Player?
00:03:21: Die sagen wir mal diesen Schnitt so stark runterziehen?
00:03:25: oder ist das was Du grade genannt hast auch was die Marge angeht usw.
00:03:28: tatsächlich sagen wir der Schnitt durch alle?
00:03:32: Das wird interessant sein zu sehen.
00:03:34: Ja, absolut.
00:03:35: Denn obwohl diese Zahl, wie du es ja schon gesagt hast auf sehr negative Ergebnisse hindeutet waren die Resultate der deutschen OEMs doch durchaus unterschiedlich zu bewerten nicht alle gleichermaßen negativ.
00:03:51: da gibt's schon Nihonsen die man durchaus mal betrachten soll.
00:03:53: deswegen machen wir heute diesen Die sind schön deep dive und ich würde sagen, without further ado lass uns doch mal einsteigen.
00:04:00: Und uns den ersten deutschen Automobil Konzern anschauen.
00:04:04: Pascal mit wem hast du dich denn beschäftigt?
00:04:08: Mit wem habe ich mich beschäftigt?
00:04:08: Ich habe mich jetzt erstmal mit der Mercedes Benz Group Beschäftigt.
00:04:13: damit fangen wir einfach mal an, wir starten mit einem Premium OEM der natürlich auch immer für Performance operative Stabilität steht und schauen einfach mal drauf wie Mercedes-Benz im vergangenen Jahr performt hat.
00:04:27: Da stehen im Umsatz einhundert zweiunddreißig Milliarden Euro zu Buche Das ein Umsatzrückgang von über neun Prozent.
00:04:37: Man kommt von onehundertfünfundvierzig Milliarden Euro im Jahr vierundzwanzig, also da schon ein ordentlicher Rückgang und Speaking of ordentliche Rückgänge des bereinigte E-Bits von Mercedes Benz und in dem Fall der ganzen Group.
00:04:53: Wir schauen vielleicht euch auch noch mal bisschen an der einen oder anderen Stelle auf die einzelnen Segmente.
00:04:59: Das beeinigte eBit liegt bei acht Komma zwei Milliarden Euro nach drei zehn Komma sieben also da wirklich um knapp vierzig prozent oder ziemlich exakt vierzig Prozent eingebrochen im vergleich zum Vorjahr.
00:05:11: das Konzernergebnis am Ende fünf Komma Drei Milliarden Euro Nach Zehn Komma Vier Milliarden Euro Im Vorjah Also Hier Fast Fünfzig Prozent Rückgang.
00:05:22: Das heißt, wenn wir hier schon mal auf die ganz nackten übergeordneten Zahlen sprechen dann steht dir natürlich dickes Minus zu Buche was am Ende Ergebnis ebett und Umsatz angeht.
00:05:35: Und wenn man an der Stelle mal so ein kleines bisschen du hast ja auch über Margen gesprochen, über Rendite gesprochen Die liegt bei Mercedes-Benz K also bei fünf Prozent aktuell und im Vorjahr waren es acht Komma eins Prozent Hier auch Mercedes gibt an wie ohne Zölle und da kommen wir schon auf einen der Knackpunkte natürlich, die wir gleich bei allen unseren OEM sicherlich ansprechen werden.
00:05:59: Nämlich die Effekte, die auch genau zu diesem Ergebnis führen.
00:06:02: Ohne Zöller wären das ungefähr sechs Prozent gewesen.
00:06:06: also auch da schlägt es natürlich ins Kontor.
00:06:10: Wer hier noch sozusagen ein bisschen ertragreicher unterwegs ist, ist Mercedes-Benz Vans Die immerhin noch zehn Prozent Marge machen nach vierzehn Prozent im Vorjahr, also da zurückgegangen trotzdem zum vierten Mal in Folge zweistellig.
00:06:26: Also das Van-Geschäft ist auch das was man hier dann sagen muss im Ergebnis, sagen muss was Mercedes Benz, was der Group noch so ein bisschen rettet hinten raus oder Kelenius selber sagt irgendwie zum Ergebnis in einem dynamischen Marktumfeld lagen unsere finanziellen Ergebnisse im Rahmen unserer Prognose getragen von einem klaren Fokus auf Effizienz, Geschwindigkeit und Flexibilität.
00:06:55: Janik was macht so ein Satz mit dir?
00:06:57: Die klassischen Sätze aus Jahrespressekonferenzen und Co.
00:07:02: Ja übersetzt heißt es ja eigentlich ist lief überhaupt nicht gut und das war wirklich ein SCH-Punkt ja kann man sagen nein aber Diese Formulierungen sind natürlich wohl gewählt, auch in den Presseveröffentlichungen zu dem Thema.
00:07:15: Es geht ja immer um eine solide Performance in einem robusten Marktumfeld.
00:07:19: Das ist ja immer das Übersetzte sozusagen.
00:07:22: Eigentlich geht es uns der Abpunkt auf Grundeise an dieser Stelle und das gilt für die über die wir gleich noch sprechen.
00:07:32: Aber man muss auch ganz klar, du hast es ja gerade auch schon gesagt.
00:07:35: Gerade das Jahr zwanzig fünfundzwanzig, das lag ja wirklich unter dem Eindruck der neuen Regidenzollpolitik der US-Regierung unter Donald Trump und das hat ja quasi, findest du momentan eigentlich in jedem Geschäftsbericht den Du aufschlägst?
00:07:51: In der deutschen, nicht nur in der deutschen Autoindustrie, in jedem Unternehmen dass sich in der Automobilindustrie momentan bewegt spielen die Zoll-Effekte natürlich immer eine große Rolle, heißt dann auch immer an vielen Stellen noch Währungsbrei nicht oder Währungseffekt, die dazukommen.
00:08:06: Aber der Große Brocken und die großen Auswirkungen das sind jetzt ganz klar die Zolt thematik.
00:08:16: Und auch da weiß man natürlich jetzt nicht wie sich das in den nächsten in diesen nächsten Zeit, in den nächsten Monaten weiterentwickelt.
00:08:23: Zumal jetzt aber der Blick von Donald Trump momentan sicherlich nicht so sehr auf dem Thema Zoll liegt sondern erst mal wie kriegt er eigentlich den von ihm sozusagen angefangenen beziehungsweise fortgesetzten Krieg im Iran zu Ende bzw wo geht es dahin?
00:08:41: Das ist ja momentan seinem Fokus.
00:08:43: deswegen wird aktuell vielleicht da keinen neuen Zoll-Thematiken aufkommen.
00:08:50: Auch das ist natürlich völlig ungewiss, wie sich die Zukunft da weiterentwickelt.
00:08:54: So ist es.
00:08:55: Janik, wenn wir mal auf den Absatz schauen weil Finanzziele sind das eine und dazu führen natürlich verkaufte Fahrzeuge am Ende heißt Wenn wir hier sehen dass wir Umsatzrückgang haben dass wir am ende natürlich auch Rückgang im Ergebnis haben dann wäre jetzt erwartbar auch ein rückgang bei dem Bei den fahrzeug absetzen zu verzeichnen.
00:09:13: Und so ist es auch.
00:09:13: also der gesamte Absatz von pkw und vans beträgt rund zwei Komma zwei Millionen Einheiten.
00:09:20: die PKW sparte dabei steht für Millionen Fahrzeuge.
00:09:24: Und das sind für Mercedes-Benz Kars über neun Prozent, neun Komma zwei Prozent weniger als vierundzwanzig und für Mercedes Benz Vans noch etwas mehr nämlich minus elf Komma fünf Prozent gegenüber vierund zwanzig.
00:09:38: Wir haben jetzt mal gerade eben gesehen dass die Van Sparte zwar noch ertragreicher ist aber der Absatz Rückgang dort ein bisschen größer ausfällt also insgesamt immer einen Daumen.
00:09:47: gepeilt kann man also sagen ja gute Gute zehn Prozent weniger Absatz als vierundzwanzig hat dann am Ende auch Mercedes-Benz zu verzeichnen.
00:09:56: Die Gründe und was sie gerade schon genannt und auch Mercedes führt sie natürlich ins Feld, sind globale Zölle, sind Wechselkurseffekte, Währungseffekte und vor allem auch – das hast du jetzt vielleicht noch nicht so genannt – habe ich aber an anderer Stelle genauso auch schon als einer der Gründe gelesen.
00:10:10: Der intensive Wettbewerb in China und damit eben auch das China-Geschäft, was dort deutlich kleiner ausfällt, Ich sag jetzt bewusst erhofft hat, weil prognostiziert.
00:10:22: Ich glaube schon so wie Ola Kelenius das auch gesagt hat lagen unsere finanziellen Ergebnisse im Rahmen der Prognose.
00:10:27: ich glaub man hat schon erwartet dass das ja so werden würde wie es am Ende gekommen ist und insofern ist die Aussage dir getroffen hat auch faktisch richtig auch wenn sie natürlich ein etwas nüchtern beschönigend klingt.
00:10:38: aber am ende hat man sicherlich genau diese Probleme auch irgendwo im weitesten Sinne erwartet man das überhaupt hat, antizipieren können.
00:10:46: Also die ganzen Zoll-Thematik war jetzt vielleicht nicht zu antizepieren.
00:10:49: Das Wegbrechen des China-Geschäftes oder das Schrumpfen des China Geschäfts ist dann eher schon und das sind so die drei Faktoren, die da genannt werden.
00:11:00: Das Interessante ist jetzt aber – und das jetzt vielleicht nochmal.
00:11:02: letzter Punkt zu Mercedes Benz – dass man es aber auch geschafft hat, jetzt vor allem in der Cars-Sparte mehr als µm Euro Kosteneffizienzbeiträge zu heben.
00:11:14: Also das ist dann im Prinzip auch die Geschichte, die dieses Ergebnis am Ende auch einordnet.
00:11:20: Schwächer als vierundzwanzig definitiv finanziell wirtschaftlich natürlich aber auch gleichzeitig alles andere als instabil oder in schwierigen oder gefährlichen Fahrwassern natürlich nicht.
00:11:31: und dass vor allem auch weil Mercedes-Benz es eben auch geschafft hat in der Cars sparte drei fünf Milliarden Euro zu sparen.
00:11:39: Ja absolut Pascal Bevor wir jetzt zu tief noch in die sozusagen Bewertung und Einordnung des Ganzen reingehen, kleiner Spoiler.
00:11:49: Kleiner Spoiler an dieser Stelle!
00:11:50: Wir werden in dieser Folge auch mit einem Automobilexperten dazusprechen und das Ganze auch nochmal ein bisschen einordnen lassen.
00:11:58: also am Ende der Folge für alle die jetzt zuhören wenn sie nochmal so ein bisschen zusätzliche Einordnung und Bewertungen des Ganztes haben wollen Wollen wir natürlich auch da mit einem Auto und Milch Experten Frank Schwoppe tatsächlich sprechen.
00:12:12: Und das ganze nochmal ein bisschen einordnen lassen.
00:12:13: deswegen lass uns gleich zum nächsten zum nächsten Autokonzern gehen, da spielt das das Thema China auch eine große Rolle werden wir gleich sehen.
00:12:23: Wir wollen nämlich auf den Volkswagen Konzern schauen und da im speziellen natürlich also auf dem konzern allgemein aber natürlich auch auf die Töchter Porsche und Audi, die ja wirklich in der vergangenen Woche da auch für einiges an Schlagzeilen negativer Hinsicht gesorgt haben.
00:12:41: Aber wir blicken erst mal auf den Gesamtkonzern.
00:12:44: Schwaches Geschäftsjahr, Jahr zwanzig fünfundzwanzig.
00:12:47: Der operative Gewinn ist auf acht Komma neun Milliarden Euro zurückgegangen halbiert bei einem Umsatz, der mit dreihundertzwanziger Milliarden Euro so nahezu Stabil geblieben ist.
00:12:59: Die operative Marge liegt bei zwei Komma acht Prozent und dieser Wert ja, der ist schon bemerkenswert.
00:13:07: So niedrig lag die Redite da zuletzt in der Diesel-Krise.
00:13:10: zwanzig sechzehn also.
00:13:11: dann müssen wir ein bisschen zurück schauen um auf so einen Werk zu kommen und da haben wir auch wieder eine Krisenphase.
00:13:17: also das sieht man ja.
00:13:19: da sind wir momentan auch in einer Krise beim Volkswagen Konzern.
00:13:24: Ursachen auch hier natürlich China.
00:13:26: Du hast es ja bei Mercedes schon angedeutet, lange Zeit wichtigste Ertragsquelle liefert nur noch einen anteiligen Gewinn von unter einer Milliarde Euro.
00:13:34: Früher lag das bei vier bis fünf Milliarden Euro.
00:13:37: die US Zölle auch hier schlagen mit rund drei Milliarden Euro zur Buche und da wollen wir gleich noch ein bisschen tiefer darauf eingehen Porsche traditionell ja schon eine der stärksten Gewinnbringer im VW-Konzern hat durch eine, wie ich persönlich und viele andere auch sicherlich finden.
00:13:56: Eine sehr schwierige strategische Neujustierung wenn man auf das Thema Elektro- und Verbrenner Strategie schaut doch deutlich belastet.
00:14:06: aus diesen Gründen hat VW Chef Olli Blume jetzt auch angekündigt den Sparkus hier weiter zu verschärfen.
00:14:14: er sagt wörtlich Man werde jetzt jeden Stein umdrehen.
00:14:17: alle Bereiche kommen Auf Den Prüfstand Entwicklung Einkauf Produktion Vertrieb Qualität.
00:14:23: Da wird jetzt wirklich nochmal geschaut, wie kann man das strukturell effizienter und besser aufstellen für die Zukunft.
00:14:30: Beschlossen ist ja bereits auch schon ein massiver Stellenabbau an dieser Stelle also thirty-fünftausend Jobs im sozusagen Kernbereich VW Volkswagen Marke dann bei Porsche, Audi, Carriott.
00:14:45: Wenn man die noch dazu nimmt sind es insgesamt fünfzigtausend.
00:14:48: Das war ja schon auch im letzten, beziehungsweise vorletzten Jahr schon im Rahmen dieser Tarifeinigung, die erzielt wurde ja auch schon kolportiert worden dass hier der Stellenabbau da sehr gravierend sein wird.
00:15:03: ein positives signal an der stelle aus dem konzern gibt es quasi im bereich netto cashflow.
00:15:11: der ist nämlich bei der autosparte unerwartet stark.
00:15:13: sechs vier milliarden euro liegt vor allem am reduzierten lagerbestand geringere investitionen und geringeren entwicklungskosten.
00:15:22: also hier kann man zumindest da eine positive zahl sozusagen ausweisen so.
00:15:29: Das ist jetzt mal so ein bisschen der grobe Blick auf den Konzern.
00:15:32: Wir wollen jetzt aber ein bisschen tiefer reingehen mit sozusagen zwei, ich habe es ja eben schon gesagt, mit zwei Marken und einer davon die ja schon eigentlich auch für hohe Margen steht im Volkswagenkonzern und das ist Porsche.
00:15:44: vielleicht der negative Überraschungsmoment in Für zwanzig fünfundzwanzig ist ganz klar die Sportwagen-Bauer im Konzernen normalerweise wie gesagt der Goldeasel so ein bischen zweistellige Margen hohe Nachfrage, auch eine klare strategische Positionierung.
00:16:01: Aber das hat sich wie gesagt im letzten Jahr doch deutlich verändert.
00:16:05: die Zahlen, die jetzt da verlautbar wurden klingen fast unwirklich.
00:16:09: der Umsatz sinkt auf sixunddreißig Komma drei Milliarden Euro.
00:16:14: operativer Gewinn bricht ein von fünf Komma Drei Milliarden Euro auf nur noch vierhundert dreizehn Millionen Euro also wirklich einen massiver Einbruch des Gewinns.
00:16:26: Im reinen Fahrzeuggeschäft bleiben wirklich noch neunzig Millionen davon übrig.
00:16:30: Das ist wirklich, wenn man das mit den Vorjahren vergleicht.
00:16:35: Wirklich dramatisch.
00:16:36: die operative Marge liegt bei eins Prozent.
00:16:39: vorher im Vorjahr waren es vierzehn Prozent.
00:16:42: also das ist schon massiv und einer der zentralen Gründe ist hier quasi die Neujustierung der Elektrostatologie also da wieder auf stärker auch auf Verbrennungsmotoren zu setzen.
00:16:56: Allein diese Umstellung, die kostet Porsche im vergangenen Jahr fast vier Milliarden Euro.
00:17:02: Ein weiteres Problem ist auch im Absatz zu erkennen.
00:17:06: der US-Markt wird durch die Zölle extrem teuer für Porsche.
00:17:10: China hier auch lange Zeit ein wichtiger Wachstumsmarkt, der schwächelt deutlich.
00:17:15: Taycan zum Beispiel dort ist kaum noch verkäuflich.
00:17:18: Auch der Elektromarkan oder der Cayenne in der Elektroversion tun sich da schwer und der neue Vorstand... Das war ja bislang Oli Blume noch, jetzt gab es im letzten Jahr auch einen Wechsel.
00:17:29: oder vor kurzem besser gesagt Michael Leiters der seit Beginn des Jahres am Amt ist.
00:17:35: Der steht schon ganz stark unter Druck.
00:17:38: Er muss Porsche auch wieder anders aufstellen er muss auch hier schlanker werden schneller werden und er muss die Begehrlichkeit das ist etwas was bei Porsche auch ganz stark im Vordergrund steht Die muss auch wieder geweckt werden.
00:17:51: Da wird es auch in Sachen Personaleinschnitte sicherlich noch einiges kommen und man hofft natürlich auch bei Porsche auf eine bessere Marge.
00:17:59: Man peilt dieses Jahr eine Marge so zwischen fünf Komma Fünf und sieben Komma fünf Prozent an, aber auch in diesem Jahr werden wieder einmalige Belastungen auch auf die Marke zukommen.
00:18:10: So das mal kurz zu Porsche also sozusagen der schwierigste Kandidat im Volkswagen Konzern, der wirklich...
00:18:19: Also wenn wir mal so überlegt bis vor ein paar Jahren hätte man noch oder ja bis vor kurzem hätte man doch gesagt Porsche ist einer von diesen deutschen Autobauern wo man gar nichts falsch machen kann.
00:18:29: Und wo die, was ich da gesagt, Margen immer im zweistelligen Bereich in der Mitte der Zähne haben um die fünfzehn Prozent so roundabout.
00:18:39: also das ist schon beeindruckend und natürlich kann man auch sehr kritisch jetzt bewerten, du hast schon gesagt wir wollen gar nicht zu sehr in die Bewertung rein.
00:18:48: Sondern das am Ende natürlich auch von den Experten machen lassen.
00:18:50: aber einfach als Marktbegleiter und Beobachter Janik, die wir sind muss man dann schon auch sagen... Die strategische Ausrichtungen von Porsche und die strategischen Entscheidungen, die dort getroffen sind ist schon schwierig ja?
00:19:05: Ja also es ist eine absolute Hypothek kann man sagen im VW-Konzern diese Die Rejustierung, die ja quasi auch auf den Gesamtkonzern auswirkt.
00:19:16: Und da muss man sich schon wahrscheinlich... Da muss ich natürlich auch einen Olli Blume ganz stark hinterfragen, der ja diese neue Justierung von Porsche noch zu verantworten hatte als Chef und als Volkswagen-Oberschef sozusagen als Boss, als Konzernchef musste sowieso diese Konsequenz da tragen und sich selbst hinterfragt.
00:19:37: Wenn man jetzt, wenn man so ein bisschen in den Populismus abdriftet und sich anschaut was da auch wieder an Bonuszahlen für die Bundeszahlungen für die Volkswagen Vorstände jetzt auch wieder Anstehen kann man sich natürlich auch fragen ob das in der Fall so gerechtfertigt ist.
00:19:51: Aber dass es jetzt vielleicht ein anderes Thema und müsste sicherlich noch differenzierter betrachtet werden.
00:19:56: Aber Pascal, lass uns doch einmal einen Blick auf Audi werfen.
00:19:59: Denn da sind die Zahlen auch rückläufig aber weiter nicht ganz so dramatisch wie bei Porsche.
00:20:07: Audi erwirtschaftet im Jahr zweizig-fünfundzwanzig fünf Minuten Euro ein Gewinn von zwei Komma drei Milliarden Euro und eine bereinigte Marge von drei Komma neun Prozent.
00:20:17: vorher waren es vier Komma sechs Prozent also das ging hier auch zurück.
00:20:21: Aber man sieht sich doch da deutlich solider aufgestellt.
00:20:26: Trotzdem muss man sagen, mit der Marke Lamborghini zusammen da steigt im Konzernverbund so ein bisschen die Marge höher auf fünf Komma eins Prozess.
00:20:33: doch selbst dann bleibt Audi auch noch hinter den Konkurrenten BMW und Mercedes zurück.
00:20:39: Auch selbst wie gesagt durch die Unterstützung anderer Marken in diesem Performance Segment im Volkswagenkonzern ist man da wirklich auch hinter den Premium Konkurrenzen aus München oder Stuttgart bleibt man da deutlich zurück.
00:20:51: Selbst Skoda ist im Konzern an dieser Stelle noch profitabler.
00:20:55: Also da ist es eine wenig bessere Perspektive auf die Zahlen, aber doch nicht so rosig wie man das vielleicht nicht unbedingt erwartet hatte.
00:21:09: Aber wie man es vielleicht grundsätzlich erhofft und vor allem auch in der Konkurrenz mit den anderen beiden Premium-Autoherstellern.
00:21:20: Auch die Gründe hierfür Geopolitische Probleme, ganz klar.
00:21:26: Audi ist belastet von den US-Zellen in einem Jahr.
00:21:31: China läuft es ebenfalls zäh.
00:21:33: Der neue Elektro E-Fünf der neu auf dem Markt gebracht wurde verkauft sich auch eher schleppend Und auch Audi-Chef Döllner muss natürlich sehen, hier die Marke neu auszurichten.
00:21:47: Auch da wurden jetzt bereits schon neue Modelle angekündigt unter anderem den A-II E-Tron, den man jetzt so ein bisschen als Designstudie gesehen hat und ja das Concept C. wir haben es hier im Podcast auch schon kurz angesprochen.
00:22:04: Da gibt's verschiedene Dinge, die jetzt sozusagen ausprobiert werden und erweitert werden um sich da besser aufzustellen.
00:22:10: Fürs laufende Jahr, zwanzig, sechsundzwanzig ergibt man sich bei Audi auch durchaus optimistisch.
00:22:16: Die Marge soll da wieder ein wenig steigen und man will sich so bei sechs bis acht Prozent einpendeln.
00:22:21: also durchaus Optimismus angesagt auch in Ingolstadt an der Stelle.
00:22:27: Janik, dann lass doch einfach mal den Blick auf den noch letzten im Bunde sozusagen werfen wenn wir vor allem die drei Premium Hersteller miteinander vergleichen Unser Blick geht schweift nach München und wir haben jetzt BMW an der anderen Stelle heute auch schon so ein bisschen anklingen lassen.
00:22:44: Denn dort sind tatsächlich einige der Ergebnisse, ja ich denke den den Umständen entsprechend eher erfreulicher ausgefallen als vielleicht zu erwarten war.
00:22:55: So bewährt einen Umsatz von onehundertdreißig Komma fünf Milliarden Euro erzielt.
00:23:00: nach Milliarden Euro aus dem Vorjahr sind das sechs Prozent weniger.
00:23:05: Und vor allem im Vergleich mit Mercedes wird jetzt schon deutlich, Mercedes kam von einer höheren Zahl der Umsatzrückgang fällt beim Mercedes größer aus.
00:23:14: und nun liegt nachdem man im Vorjah eben hinter Mercedes lag was den Umsatz angeht BMW jetzt eben leicht vorne die Dinger.
00:23:21: ich habe ja vorhin gesagt einhundert zweiunddreißig Milliarden Euro bei Mercedes-Benz.
00:23:24: Einhundert dreiunddreizig sind es jetzt bei BMW.
00:23:28: Also da ganz knapp davor, dass einfach der Umsatzrückgang deutlich kleiner ausgefallen.
00:23:33: Auch das Ergebnis vor Steuern mit zehn Komma zwei Milliarden Euro minus sechs Komma sieben Prozent also immer noch sehr, sehr respektabel und mit großem Abstand nicht so stark eingebrochen zum Beispiel auch im Vergleich eben zu den Stuttgartern.
00:23:50: Und ein Konzernüberschuss am Ende von sieben Komma vier fünf Milliarden Euro Minus drei Prozent.
00:23:56: Eine Marge auch immer noch von sieben Prozent, wenn man jetzt mal auf den Konzern schaut.
00:24:02: Auf das Automobilsegment ist man noch bei fünf Prozent, aber insgesamt was die Marge angeht schon auch noch stabiler.
00:24:09: hat man sich stabiler gehalten als die entsprechenden Konkurrenten aus Ingolstadt.
00:24:13: und Stuttgart hat insgesamt letztes jahr und auch das ist muss man sagen in diesen zeiten fast schon als erstaunlich zu bezeichnen.
00:24:22: Hat mit zwei vier sechs millionen fahrzeug tatsächlich ein kleines absatz plus von null fünf fünf prozent gemacht also null fünf Prozent, man kann sagen man ist auf dem vorjahr geblieben dort gab es keinen rückgang und dass es schon interessant.
00:24:36: vielleicht noch mal eine kleine einordnung auch nochmal von walter mertl den finanzvorstand vom bmw zur zoll thematik.
00:24:43: Er sagt ohne die Zollbelastung von rund eins fünf Prozent Punkten Ebit Marge im Gesamtjahr hätten sowohl unser Konzernergebnis als auch unser eBit.
00:24:53: Im Segment Automobile über dem Vorjahr gelegen.
00:24:56: also da nochmal die ganz klare, die ganz Klare Analyse.
00:24:59: Die Zoll thematik ist es am Ende die da eben so stark ins Kontor geschlagen hat und sonst wäre eben der Automobilbereich in der BMW Group auch deutlich Über Feuer gewesen.
00:25:09: schon eine interessante Analyse.
00:25:10: aber wir sehen es eben auch, dass die Einbrüche deutlich geringer ausfallen als bei den anderen Herstellern.
00:25:16: Interessant jetzt mal drauf zu schauen wo das herkommt.
00:25:20: denn man kann absurdzeitig nämlich ganz klar sagen, dass einer der Marken in der BMW Group tatsächlich dort ein bisschen der Garant war.
00:25:32: Es ist nicht die BMW-Kernmarke Die hat nämlich minus einen Prozent verloren mit fast achtzehn prozent.
00:25:41: Zuwachs in den absetzen ist mini im prinzip so ein bisschen der garant eigentlich dafür, dass bmw stabil geblieben ist.
00:25:49: auch beim wm konnte tatsächlich drei drei prozent Zulegen und hat mir zwei hundert dreizehntausend fahrzeugen auch einen neuen rekord aufgestellt.
00:25:58: also da auch offensichtlich weiterhin rege nachfrage und interessantes vor allem eben auch wenn man jetzt mal schaut auf die auf die Absatzmerkte, das ist in dem Fall nämlich auch ganz beeindruckend.
00:26:10: In China erwartbar minus zwölf, fünf Prozent was die Absätze angeht aber das konnte man mit einem Plus von sieben, drei Prozent in Europa und plus fünf, sechs Prozent in Amerika eben wieder Wett machen.
00:26:24: also hier tatsächlich einfach die.
00:26:26: die Analyse wenn mal BMW in dem fall Analysiert, man hat es geschafft eben stabil zu bleiben deutlich stabiler als die Konkurrenz zu bleiben.
00:26:35: Die Einbrüche fallen deutlich geringer aus der Absatz sogar auf dem Vorjahresniveau und man hat das hier auch geschafft im Heimatmarkt oder in Märkten die man womöglich eher als gesättigt betrachtet hätte tatsächlich noch zuzulegen um China-Geschäft auszugleichen.
00:26:53: Das finde ich schon wirklich ein ganz interessante Erkenntnis dass das gut funktioniert muss an der stelle und das ist jetzt letzter Satz dazu.
00:27:02: Man muss an dieser Stelle aber auch sagen, auch BMW hat natürlich ein schmackiges Kostenreduktionsprogramme hinter sich.
00:27:10: also Walter Mertl sagt insgesamt haben wir durch unsere aktive Steuerung von F&E-Kosten minus acht Komma vier Prozent Vertriebs- und Verwaltungskosten minus sechs Prozent Und am Ende auch geringere Investitionen insgesamt minus zwanzig Komma eins Prozent insgesamt zwei Komma fünf Milliarden Euro Kosten gesenkt.
00:27:31: Also auch zweit auch hier kosten Effizienzprogramme im Milliardenbereich, die natürlich dann am Ende dazu führen dass man dieses Ergebnis ebenso erzielen konnte wie man es jetzt getan hat.
00:27:44: aber meine Vermutung wäre das BMW zu den Plänen die wir heute gesprochen haben gehören die angesichts Dieses Jahres, was wir hinter uns haben nicht furchtbar und zufrieden sein dürfen.
00:27:56: Absolut!
00:27:57: Also wenn man sich die Autoindustrie momentan als ein Ort vorstellt in den Blitz- und Donnerwalten und sozusagen die dunklen Wolken eigentlich sehr dicht geworden sind dann kann man sagen das vielleicht BMW an dieser Stelle hier ein kleines Leuchtfeuer gezündet hat und gezeigt hat dass es auch in schwierigen wiederigen Zeiten, die wir momentan ja nun absolut haben auch absehbarer Zeit wahrscheinlich nicht rauskommen werden.
00:28:22: Doch durchaus robust agieren kann, wie ich finde mit einer relativ konsequenten Strategie und einer relativ klaren Strategie.
00:28:31: Das ist ja das was so ein bisschen im Kontext Volkswagenkonzernen mit Porsche
00:28:35: usw.,
00:28:36: also ein bisschen dass das Ergebnis jetzt getrübt hat.
00:28:38: Auch bei Mercedes ist das natürlich ein Thema.
00:28:41: Also da wurde jetzt ja auch diese Luxus Only-Strategie.
00:28:46: sage ich mal wieder Neigt man sich ein bisschen davon wieder weg oder will es zumindest auch ein bisschen wieder anders angehen?
00:28:53: Auch bei Mercedes war die Strategie nicht immer so ganz eindeutig und beim BMW sehe ich da deutlichere Konturen dieser klaren Strategie.
00:29:03: Ist vielleicht am Ende, ob man das jetzt immer sagen kann dass das wirklich einen Einfluss auf die Zahlen im letzten Jahr hat ist natürlich jetzt dahingestellt aber du hast es ja gerade schon ganz schön dargelegt.
00:29:15: Aber Pascal Wir wollen jetzt diese Ergebnisse und was das alles für den Automobil Deutschland eigentlich zu bedeuten hat, auch noch mal ein bisschen einordnen lassen.
00:29:26: Und wir brauchen hier an der Stelle glaube ich auch nochmal eine richtige qualifizierte Einschätzung.
00:29:31: Wir brauchen aber
00:29:31: eine richtige Qualifizierung.
00:29:34: Eine echte Meinung.
00:29:36: Eine dritte Meinung sagen wir mal so die das Ganze auch nochmal ein bisschen weitergehend einschätzt Freue ich mich, dass wir jetzt einmal reinhören können in ein kurzes Interview das sich führen konnte mit dem Auto Wirtschaftsexperten Frank Schwoppe von der Fachhochschule des Mittelstandes hier in Hannover.
00:29:54: Und dann lass uns doch kurz mal rein hören was denn Frank Schwope zu den Ergebnissen der deutschen Autoindustrie zwanzig fünfundzwanzig gesagt hat.
00:30:02: Herr Schwoppa herzlich willkommen hier beim Podcast Was Mich Bewegt.
00:30:11: Ja schönen guten Tag
00:30:13: Herr Schupe, wir haben es gesehen in der vergangenen Woche.
00:30:16: Volkswagen BMW Mercedes die haben im vergangen Jahr so wenig Gewinn gemacht wie ja quasi seit den Hochzeiten der Corona-Pandemie nicht mehr genauer gesagt seit zwei tausend zwanzig.
00:30:27: tatsächlich.
00:30:29: Wie fällt ihre aktuelle Diagnose des Patienten deutsche Autoindustrie aus?
00:30:35: Naja es wird oft schlimmer dargestellt als es ist.
00:30:39: Sie haben gerade die Corona-Zeit angesprochen, dass Jahr zwanzig zwanziger war natürlich eine Katastrophe für alle Hersteller.
00:30:45: aber die Jahre einzwanzig bis dreinzwanziger teilweise vierundzwanzige haben die Autohersteller exorbitant hohe Summen verdient und wir sehen im Moment auch ne Stück weit Normalisierung.
00:30:56: Und wir sehen aber natürlich im moment auch die massiven Probleme Die aus den USA mit den Zöllen kommen die aus China neuen Konkurrenten kommen, die durch die geopolitischen Krisen kommen.
00:31:07: Also viele Probleme, die auf die Autoindustrie zukommen.
00:31:11: aber nichtsdestotrotz haben die Hersteller noch satt verdient.
00:31:14: und gerade BMW hat wenn man die Corona Jahre mal weglässt operativ mehr verdient als in den Jahren vor Corona das darf man nicht vergessen.
00:31:23: und auch Mercedes-Benz hat operativ.
00:31:32: Ich hatte ja mit meinem Podcast-Kollegen Pascal Nagel schon erörtert und auch schon aufgezeigt, wenn wir auf die einzelnen Unternehmen, auf die deutschen Autokonzerne schauen dann sticht natürlich ein Unternehmen bzw.
00:31:47: ein OEM da besonders hervor und das ist Porsche sozusagen im Konstrukt des Volkswagen Konzerns, die hat es besonders stark getroffen in dem vergangenen Jahr.
00:31:57: Der Sportwagen-Bauer drückt mit seinem massiven Gewinnrückgang über neunzig Prozent heftig auf das Gesamtergebnis des Volkswagenkonzerns.
00:32:07: Würden Sie sagen, dass der Strategieschwenk den Porsche im vergangenen Jahr vorgenommen hat?
00:32:13: Also wieder stärker Richtung Verbrennungsmotor ein schwerwiegender Fehler auch für die Zukunft ist?
00:32:21: Sie meinen jetzt den Schwenk hin zum Verbrenner wieder!
00:32:23: Genau
00:32:24: Das ist momentan natürlich erforderlich, weil Porsche ja schon für viele Käufer sehr wichtig ist.
00:32:34: Dass man den Motorenzaun sozusagen hört und dass man die Technologie bekommt.
00:32:39: Porsche is ein klassischer Sportwagen mit Verbrennungsantrieb nicht unbedingt Elektro-Antrieb.
00:32:45: da ist es hierlich schwerer durchzusetzen.
00:32:47: insofern ist der Strategie schwenkt zurück oder ein Stück weit zurück zum Verbrenner sicherlich sinnvoll, aber ich glaube perspektivisch ab dem Zwei-Tausen-Dreißiger Jahren wird man auch reporschen nicht um die Elektromobilität rumkommen.
00:33:00: Also Sie würden schon sagen für das Denischenmarkt des Sportwagens und des Luxus-Sportwagens in diesem Fall macht es schon Sinn sich immer noch auf die sag ich mal gewohnten Antriebsfade zu begeben oder dort zu bleiben und auch stark auf, sag ich mal die Emotionalität des Sportwagens.
00:33:20: Und das ist ja für viele Kunden am Ende des Tages ja sicherlich durch den Verbrennungsmotor ja gegeben – durch die Geräusche quasi um es mal ganz platt zu sagen.
00:33:28: Also wenn Sie schon sagen dass man in der Amnesienmarkt schon noch bei dem Verbrenner bleiben sollte?
00:33:34: Ja, der Kunde isch König was er will, verkauft sie am besten.
00:33:40: quasi angesprochen, natürlich will der Porsche Kunde den echten Sound aus dem Auspuff hören und das bedient jetzt Porsche wahrscheinlich ein Stück weit besser mit diesem Strategie-Schwenk.
00:33:52: Es gibt ja weiterhin auch bei Porsche Elektrofahrzeugesäulen, es gibt ja auch dem Plan da weiterzugehen und auch dieses Segment anzubieten aber man muss schon sagen im letzten Jahr eben auch durch andere Bedingungen die für alle Automobilhersteller schwierig waren natürlich kein gutes Jahr für Porsche gewesen und wir müssen abwarten, wie sich da auch die Margen... Die sind ja massiv auch gefallen bei Porsche.
00:34:15: Das ist ja eigentlich quasi so ein bisschen der Gold-Ise im VW-Konzern, wie es sich das weiterentwickelt.
00:34:21: Sie haben's gerade auch schon in ihrer ersten Antwort auch schon ein bisschen angedeutet.
00:34:25: Ein OEM hat es im letzten Jahr doch deutlich besser gemacht und hat jetzt wenn man allein auf die Ergebnisse twenty-fünfundzwanzig schaut einen sehr robustes, sehr solides Ergebnis abgeliefert.
00:34:36: und das ist BMW.
00:34:38: Wo würden Sie sagen, sind die Münchner momentan besser als die Konkurrenz unterwegs?
00:34:44: In welchen Bereichen sind sie vielleicht besser aufgestellt.
00:34:47: Ist es eine strategische Stringenz, die da durchkommt?
00:34:50: oder vom Modellportfolio ist der Vorteil zu sehen bei BMW-Momentaren?
00:34:59: Es gibt ja dieses Wort Technologieoffenheit, das lange verpönt war aber auch dass BMW durchaus gesetzt hat zu Recht und sie bieten Elektroautos an.
00:35:06: Sie bieten Verbrenner an, sie können es relativ einfach produzieren in ihren verschiedenen Werken und da hat BMW in den letzten Jahren verdammt viel richtig gemacht.
00:35:16: und wir haben jetzt letztes Jahr die Vorstellung der neuen Klasse gesehen ein Fahrzeug dass als Elektroauto aber als Verbrenner angeboten werden kann.
00:35:25: Ich glaube ein relativ großer Wurf, jüngst wurde der neue Dreier BMW vorgestellt.
00:35:32: ich glaube das BMW weiterhin gut unterwegs ist im Vergleich zu der Konkurrenz und man muss auch sagen, dass BMW in den letzten Jahren wirklich immer sehr unaufgeregt gearbeitet hat während die anderen viel lamentiert haben egal ob es jetzt um Zölle geht Schlafzölle aus den USA oder ob das um die Strafzahlung für CO-Zweihausstoß geht.
00:35:56: BMW hat da gar nicht großartig diskutiert, BMW hätte einfach straight weitergearbeitet und nicht lamentiert wie die anderen deutschen Hersteller.
00:36:03: Das ist tatsächlich das was ich auch mit Stringenz gemeint habe an der Stelle, die man doch bei BMW deutlich stärker merkt – das haben wir jetzt noch im Podcast gerade nochmal auch noch mal besprochen, also hier doch deutlich im Vorteil.
00:36:16: Natürlich sind alle OEMs da auch durch die Zollproblematik im letzten Jahr betroffen.
00:36:20: das gilt für BMW.
00:36:22: aber hier hat man doch deutlich besser gearbeitet beziehungsweise solider was zumindest die Ergebnisse, die reinen Finanzergebnisse am Ende des Tages betrifft.
00:36:30: wenn man jetzt nochmal so ein bisschen in die Nahezukunft schaut Also wenn man guckt zurück bei den Jahresergebnissen auf das Vorjahr natürlich wie es gelaufen Aber gleichzeitig Versucht man natürlich auch gewisse Erwartungen zu schüren.
00:36:44: Alle Samt sind so vorsichtig optimistisch, kann man sagen.
00:36:47: Man hat margen Erwartung die so langsam wieder in den Normalbereich gehen.
00:36:53: was würden Sie denn sagen jetzt für die nahezukunft fürs restliche Jahr?
00:36:57: Was haben sie dafür erwartungen wie es weitergeht auch wenn man sich so die allgemeine politische geopolitische wirtschaftspolitische Situation anschaut?
00:37:06: Wie geht es da weiter?
00:37:07: Und was würden Sie sagen, woran müssen die OEMs jetzt mit Hochdruck arbeiten, damit man so ein bisschen aus diesem kleinen Teil der Tränen oder größeren Teil der Trenen, weil das konsequenterweise ja auch um zum Beispiel Stellenabbau geht.
00:37:19: Das sind wirklich dramatische Themen hier bei den OEM's.
00:37:22: Woran müssen sie arbeiten und was für Erwartungen haben Sie für dieses
00:37:26: Jahr?
00:37:26: Es gilt für alle deutschen Hersteller und wahrscheinlich auch alle internationalen Herstellern permanent an den Strukturen zu arbeiten also jedes Jahr natürlich die Strukturen zu überprüfen, ob wir noch angemessen sind in Relationen zu den Verkaufszahlen.
00:37:40: und die deutschen Hersteller bleiben auch BMW sicherlich dauerbaustellen.
00:37:47: Immer wieder Störungen geben.
00:37:48: Es wird immer wieder neue Probleme geben, wir haben es in den letzten Jahren gesehen mit den amerikanischen Strafzellen Sie haben es gerade angesprochen oder angedeutet die geopolitischen Probleme, die es gibt jetzt mit dem Krieg im Iran.
00:38:01: Das führt natürlich auch zur Verwerfung.
00:38:02: der Ölpreis geht vielleicht noch nicht durch die Decke, aber wenn man an den Tankstellen einen Preis von mehr als zwei Euro sieht führt das natürlich auch zu starken Irritation und seriöse Planungen oder seriöser Erwartung sollte man glaube ich gar nicht haben.
00:38:17: Man sollte bereit sein für krisen jegliche Art dass man darauf reagieren kann und auch wenn die Margen möglicherweise oder aus heutiger Sicht Ende des Jahres besser seien sollten sicher kann man sich in Zeiten wie diesen glaube ich nie sein und es gilt immer Ja, immer bereit zu sein für irgendwelche Krisen.
00:38:39: Da ist jetzt natürlich die Frage oder wenn ich das so ein bisschen herauslese können sich die OEMs oder die Autobauer überhaupt am eigenen Schopfer aus dieser Krise befreien?
00:38:47: Wenn man sich anschaut wie viele externe Faktoren es momentan gibt, gibt's da überhaupt eine Möglichkeit sich da so aufzustellen dass man das wirklich aus eigener Kraft schafft?
00:38:58: weil Ich habe das Gefühl, die äußeren Bedingungen, die externen Faktoren sind momentan so eklatant und so massiv was den Impact auch auf die Autoindustrie anbelangt.
00:39:09: Dass man sich da fast gar nicht nur alleine herausarbeiten kann am Ende des Tags!
00:39:13: Ich glaube schon, dass die deutschen Hersteller in den letzten Jahren gezeigt haben, dass sie aus eigener Kraft rauskommen.
00:39:18: Auch im Jahr zwei Tausend Neun damals als die Finanzkrise stattgefunden hat, hätte es keine Abwrackprämie gebraucht, der Staat trotzdem ausgelobt hatte in Deutschland.
00:39:27: Die deutschen Herstellern haben eigentlich die letzten Jahre alle immer wieder recht gut auf Strukturkrisen oder Skandale wie dieses Skandal bei VW reagiert haben in den letzten Jahren auskömmliche Margen verdient, satte Milliarden Gewinne eingefahren gerade auch in den Corona-Jahren.
00:39:47: Die kommen recht gut allein zu Recht bisher und es gilt glaube ich weiterhin dass die Unternehmen sich stärken und nicht auf den Staat verlassen.
00:39:55: also ich bin kein großer Freund von Intervention des Staates in Form von Abfragprämien, in Form der Elektroprämie oder dergleichen Rahmenbedingungen setzen, der soll sich vielleicht um die Ladeinfrastruktur kümmern.
00:40:08: Aber den Rest haben die deutschen Hersteller letzten Jahren durchaus recht gut bewältigt und es wird sicherlich in den nächsten Jahren dahin dazu übergehen.
00:40:19: dass ist mehr Joint Ventures oder mehr Zusammenarbeit, vielleicht auch mit chinesischen Herstellern gibt in der Autoindustrie und natürlich werden nicht alle Marken oder alle Konzerne die wir heute kennen überleben.
00:40:30: Ich meine es ist nicht zwangsläufig die Deutschen sondern international wird sicherlich weiter zu Konsolidierung kommen.
00:40:39: Ja, das war das Interview mit Frank Schwoppe.
00:40:42: Spannend wie er das Ganze gesehen hat an der Stelle.
00:40:47: Interessante Einordnung nochmal aus dem Blickwinkel eines Automobilwirtschaftsexperten.
00:40:53: ja dann würde ich jetzt an dieser Stelle sagen Pascal war auf jeden Fall wieder eine sehr aufschlussreiche Folge und wir werden natürlich weiterhin beobachten wie sich die Autoindustrie in diesem Jahr speziell natürlich die deutsche Autoindustrie in diesem Jahr weiterentwickelt, ob es da zu weiteren positiven Leuchtfeuern kommt oder ob sich die dunklen Wolken da noch weiter verdichten und vielleicht schon in der kommenden Folge in den nächsten Wochen.
00:41:21: Wir werden das sehen!
00:41:22: Ich freue mich auf jeden Fall wieder mit dir zu diskutieren und über die Autoindustrie hierzulande zu sprechen.
00:41:28: So ist es bis dahin und ciao!
00:41:30: Ciao!
00:41:34: Ein Podcast von Automotive IT und Automobilproduktion.
00:41:38: Alle Infos zur Folge in den Showrooms.
00:41:40: Weitere Folgen überall, wo es Podcasts gibt!
Neuer Kommentar