Kann Europa technologische Souveränität?

Shownotes

Europa ringt um technologische Souveränität -- doch kann der Kontinent sich wirklich aus der Abhängigkeit von US Tech lösen? Bundeskanzler Friedrich Merz fordert einen Kurswechsel: weniger Leichtsinn bei digitalen Abhängigkeiten, mehr eigene Stärke bei Schlüsseltechnologien. Und tatsächlich gibt es Bewegung. Die Deutsche Telekom hat in München ihre erste große KI Fabrik eröffnet -- ein Milliardenprojekt gemeinsam mit Nvidia und SAP, das Unternehmen, Forschung und Staat mit sicherer, leistungsfähiger KI Infrastruktur versorgen soll. Wir haben dazu mit T-Systems' Automotive-Chef Christian Hort gesprochen. Parallel fordern VW Chef Oliver Blume und Stellantis-Boss Antonio Filosa ein „Made in Europe" für die E Mobilität, um Batterien, Antriebsstränge und Elektronik wieder stärker in Europa zu fertigen. In dieser Folge fragen wir: Reicht das für echte digitale und industrielle Souveränität -- oder bleibt Europa weiterhin nur Kunde im globalen Tech System?

Die Details zur neuen Industrial AI Cloud: https://www.automotiveit.eu/news/telekom-nimmt-grosse-kifabrik-in-muenchen-in-betrieb/2601633

VW und Stellantis fordern „Made in Europe-Label": https://www.automobil-produktion.de/news/chefs-von-vw-und-stellantis-fordern-made-in-europestrategie/2602544

Alle Infos zur Industrial AI Cloud von Folgenpartner T-Systems: www.t-systems.de/iaic

Mehr zu Pascal und Yannick finden Sie auf LinkedIn: Pascal Nagel: https://www.linkedin.com/in/pascal-nagel/  Yannick Tiedemann: www.linkedin.com/in/yannick-tiedemann

Hinweis: Die im Podcast getätigten Aussagen spiegeln die Privatmeinung der Gesprächspartner wider und entsprechen nicht zwingend den Darstellungen des jeweiligen Arbeitgebers

Transkript anzeigen

00:00:00: Diese Folge, was mich bewegt, wird präsentiert von T-Systems.

00:00:09: Das erfordert

00:00:10: Maßnahmen

00:00:11: zur Reduzierung von Abhängigkeiten,

00:00:13: Abhängigkeiten,

00:00:14: die wir

00:00:15: in den letzten Jahren und Jahrzehnten allzu leichtsinnig eingegangen

00:00:19: sind.

00:00:20: Maßnahmen

00:00:21: für mehr Souveränität,

00:00:23: gerade auch

00:00:23: technologische

00:00:25: Souveränität.

00:00:26: Das sagte Bundeskanzler Friedrich Merz kürzlich in seiner Regierungserklärung im Deutschen Bundestag und bezog sich damit vor allem auf die europäische Sicherheit und Verteidigungsfähigkeit, die ja viel zu sehr von den USA und deren Technologie riesenabhängig ist.

00:00:41: Doch womöglich sind wir in der vergangenen Woche ja der viel beschwornen digitalen Souveränität schon ein ganzes Stück näher gekommen.

00:01:04: Ja Pascal, das Schlagwort technologische Souveränität, wir haben es eingangs gehört, ist momentan in aller Munde wie eben gehört auch auf ganz hoher politischer Ebene mittlerweile ein sehr entscheidendes Thema, nicht nur technologisch, sondern auch in vielen anderen Bereichen sprechen wir über Souveränität hier in Europa, in Deutschland, aber natürlich ist das Thema technologische Souveränität ja auch für die hiesige Industrielandschaft ein sehr heiß diskutiertes Thema.

00:01:27: und da kann man sich ja schon fast die momentan die existenzielle Frage stellen, sind die Unternehmen in Europa

00:01:33: zu

00:01:34: stark abhängig von IT-Infrastruktur, von Software, von Dienstleistungen und auch Know-how aus den USA und auch aus anderen Teilen der Welt, wenn wir nach Asien schauen.

00:01:43: Deswegen wollen wir heute ein bisschen über das Thema digitale Souveränität diskutieren.

00:01:48: Und ich habe es ja eingangs schon angedeutet.

00:01:51: In der letzten Woche, da gab es so ein bisschen Bewegung oder sehr viel Bewegung, was das Thema digitale Souveränität anbelangt, einen spannenden Vorstoß von einem deutschen IT-Player, aber nicht nur.

00:02:03: Was hat es damit auf sich?

00:02:04: Was hat es damit auf sich?

00:02:06: Janik, du sagst es, digitale Souveränität.

00:02:09: und wenn wir jetzt mal auf eine Technologie vor allem schauen und das ist momentan das Hype-Thema natürlich überhaupt, ist künstliche Intelligenz und damit nennen wir es jetzt auch einfach mal KI-Souveränität, denn auch da reden wir natürlich über große Abhängigkeiten von genau den Playern, die du gerade angedeutet hast, jetzt noch nicht namentlich, aber eben zumindest aus welchen Weltregionen diese Player stammen.

00:02:33: Das hat natürlich auf der einen Seite gefährliche Abhängigkeiten, wenn wir über Datenkontrolle, Datenverarbeitung sprechen, zum anderen aber auch Wertschöpfung natürlich.

00:02:42: Es ist ja auch ein wirtschaftlicher Faktor, dass wir uns mehr Souveränität eben in Deutschland und Europa wünschen, damit eben auch mehr Wertschöpfung im eigenen Land oder auf dem eigenen Kontinent sozusagen, im eigenen Staatenbund hier stattfindet.

00:02:57: Und du hast es gerade schon angedeutet, da gab es in der vergangenen Woche durchaus eine News, die man, und das nehme ich jetzt mal, da nehme ich die Bewertung jetzt tatsächlich einfach mal schon mal vorwegfrecherweise.

00:03:09: Die man durchaus als einen recht großen Wurf betrachten kann und zwar hat die deutsche Telekom in der vergangenen Woche in München die erste KI Fabrik Deutschlands eröffnet.

00:03:23: die nennt sich industrial AI Cloud und ist im Prinzip ein KI.

00:03:28: Rechenzentrum, letzte Woche mit großem Tamtam, muss man sagen, in München eröffnet worden.

00:03:35: Natürlich auch viel Politik dabei.

00:03:37: Lars Klingbeil war da, Markus Söder war da.

00:03:39: Natürlich, klar, Telekom-Chef Tim Höttges, aber auch T-Systems-Chef Ferri Abol Hassan war da.

00:03:45: T-Systems, eben der Betreiber am Ende auch dieser Cloud und Dirk Reiter, der Bürgermeister von München.

00:03:53: Also da war natürlich alles da, was dort auf Bundes, Landes und Stattebene Rangonamen hatte,

00:04:01: weil eben

00:04:02: dieses eröffnete KI Rechenzentrum als das erste seiner Art hier in Deutschland eben souveränen KI-Betrieb für deutsche Unternehmen sicherstellen soll und eben auch diese entsprechende Compute Power liefern soll.

00:04:21: Wir können ja mal kurz reingehen, Janik, in die Details.

00:04:23: Rund Zehntausend GPUs hat die Anlage und damit eben enorme Rechenkapazitäten für Training und Betrieb von KI Modellen.

00:04:35: Und das ist eben natürlich entscheidende Leistung, um mit KI auch nicht einfach nur zu nutzen, sondern wirklich auch weiter zu entwickeln, um da auch eine Progression wirklich drin zu haben.

00:04:45: Wenn wir mal ins Detail reinschauen, also die Infrastruktur basiert auf Zehntausend NVIDIA Blackwell GPUs, darunter zum Beispiel den NVIDIA B-Sweihundert oder den NVIDIA RTX GPUs und hat insgesamt eine Rechenleistung von Null Komma Fünf Exa Flops.

00:05:03: und weil vielleicht der ein oder andere Hörer das jetzt nicht einordnen kann wie viel denn da jetzt Null Komma Fünf Exa Flops sind.

00:05:10: Wie

00:05:10: viel ist das?

00:05:11: Wie viel ist das in Fußballfeldern?

00:05:13: Wie viel ist das in Fußballfeldern?

00:05:15: Ja, Telekom und T-Systems, die haben einen Vergleich, die sagen nämlich, das reicht, damit alle vierhundertfünfzig Millionen EU-Bürger gleichzeitig einen KI-Assistenten bzw.

00:05:25: Chatbot nutzen könnten.

00:05:26: Wenn wir uns alle gleichzeitig hier einloggen, um im Prinzip ChatGBT nach dem Rezept fürs Abendessen zu fragen, dann könnte alleine die Infrastruktur dieser KI-Fabrik dieses Rechenzentrums ausreichen, damit jeder EU-Bürger das gleichzeitig tun könnte.

00:05:41: Ja und jeder, der weiß, wie viel Rechenleistung KI schluckt und wie energieintensiv tatsächlich künstliche Intelligenz ist, der kann dann schon einschätzen, was für eine enorme Rechenpower das ist und das eben made in Germany.

00:05:54: Wenn wir jetzt mal sozusagen von dem Thema in Invidia GPUs, also von der tatsächlich rechen Hardware mal absehen, ist alles andere, alle Partner, der betrieb natürlich liegt am Ende bei deutschen Unternehmen auf deutschem Boden mit deutscher Datenkontrolle, deutschem Datenschutz.

00:06:13: Das ist natürlich extrem relevant für genau dieses Thema Souveränität und richtet sich vor allem aber, und das ist eben jetzt auch nochmal der Twist, den ja das Thema Industrial AI ja an der Stelle schon sagt, es richtet sich explizit an Industrien.

00:06:30: Also es ist jetzt keine Consumer-Rechenzentrum, was das Thema KI angeht, sondern richtet sich gezielt an industrielle Anwendungen, zum Beispiel Simulationen, Produktionsoptimierungen, Qualitätskontrolle, um eben KI auch direkt in der industriellen Wertschöpfung zu integrieren und eben deutschen Unternehmen, sowohl Großkonzernen bis hin zum Mittelstand einfach die Möglichkeiten gibt, genau solche KI-Modelle ja leistungsfähig laufen lassen zu können, zum Beispiel für Simulationen und am Ende ja.

00:07:01: Zum Beispiel auch Entwicklungszeiten zu verkürzen.

00:07:03: Wir werden gleich nochmal reinschauen, was das am Ende auch für die deutsche Autoindustrie zum Beispiel bedeutet, richtet sich ja erstmal an alle Industrien.

00:07:11: Und insofern, ja, Janik, ich finde einen absolut spannender Wurf, weil da ist wirklich richtig, richtig Rechenpower hinter.

00:07:20: Ja absolut, also wir sprechen ja viel über das Thema, auch im Podcast haben wir das Thema digitale Souveränität hier in Europa schon viel gesprochen.

00:07:27: Wir fordern das immer ein oder es wird immer gefordert, dass wir uns da unabhängiger machen müssen, vor allem natürlich von den Hyper-Scalern aus den USA.

00:07:35: Und das ist mal jetzt sozusagen ein erster Pflok oder einer der ersten Pflöcke, die jetzt hier wirklich auch mal ganz konkret in den Boden gerammt werden, was das Thema anbelangt und eigentlich auch eine sehr gute Nachricht für auch viele Unternehmen in Deutschland und Europa natürlich auch.

00:07:52: Also das ist auf jeden Fall ein wichtiger Schritt an der Stelle und auch, wenn man sich so ein bisschen momentan das Stimmungsbild auch in der Industrie bzw.

00:08:00: in der Wirtschaft anschaut, da gab es jetzt Gerade ganz aktuell auch eine Studie dazu, auch zum Thema KI, wie wichtig eigentlich KI als Wettbewerbsfaktor in den nächsten Jahren wird.

00:08:10: Unter anderem von der Digitalberatung Walantik und dem Handelsblatt Research Institute gab es eine Umfrage unter C Level Führungskräften und da sagen aus der Dachregion, dass sie eben KI für entscheidend für den Unternehmens Erfolg bis zwanzig dreißig halten.

00:08:26: Neunundsebzig Prozent sind überzeugt, dass Unternehmen die KI jetzt nicht konsequent und tief in ihre Geschäftsprozesse integrieren.

00:08:32: Verlieren werden auf kurze lang eben ihre Wettbewerbsfähigkeit verlieren.

00:08:36: Und da ist natürlich so ein Signal und so ein KI Rechenzentrum mit so einer Leistung, mit so einer Compute Power am Ende des Tages natürlich Für viele Unternehmen natürlich nicht nur Großkonzerne, die sich da jetzt natürlich interessieren, sondern auch Startups, so wie ich das verstanden habe, richtet sich das ja an eine breite Range an Unternehmen.

00:08:54: Also da geht es jetzt ja nicht nur um die BMWs und Mercedes dieser Welt, sondern da sollen ja viele mit einbezogen werden und auch beim Thema KI vorankommen.

00:09:03: Also ich sage immer, das ist auf jeden Fall für viele jetzt... ein gutes Signal an der Stelle.

00:09:07: Und was man aussagen muss, viele in der Wirtschaft, die rufen ja auch momentan danach, dass man sich unabhängiger macht von den US-Tech-Krisen, von den Microsofts, den AWS dieser Welt.

00:09:19: Dazu gibt es auch eine Studie vom Bitcoin, die ist allerdings schon aus dem Juni, aber natürlich immer noch relevant, in der es heißt, dass in der deutschen Wirtschaft die Sorge auch vor einer zu hohen Abhängigkeit von Clouddiensten aus dem Ausland.

00:09:34: irgendwie besteht, fast zwei Drittel, zweiundsechzig Prozent der Unternehmen in Deutschland würden ohne Cloud-Dienste stillstehen, zugleich halt mehr als drei Viertel Deutschland für zu abhängig von US-Cloud-Anbietern, zweiundachtzig Prozent wünschten sich einen Cloud-Anbieter aus Deutschland oder aus Europa, um es eben mit den außereuropäischen Marktführern auch aufnehmen zu können, am Ende des Tages.

00:09:57: Also der Wunsch danach, dass wir einen digitalen Player haben, ein Player im Cloud-Bereich, im KI-Bereich, der eben eine ähnliche Infrastruktur bereitstellen kann, wie es die US-amerikanischen ja Platzhörige, muss man sagen, leisten können.

00:10:12: Der ist auf jeden Fall groß.

00:10:13: und ja, das ist jetzt für mich auf jeden Fall einer der ersten und guten Schritte in die richtige Richtung.

00:10:20: Ja, auf jeden Fall.

00:10:20: Ich habe vorhin ja schon gesagt, dass auch einfach ansonsten einfach viele deutsche Partner und Unternehmen beteiligt sind.

00:10:26: Das sind namentlich zum Beispiel SAP, Siemens sind solche Industrie- und IT-Aktöre, die dort an diesem Stack auch am Ende, was ein Applikationslayer angeht, auch mitmischen und dort eben auch ihre Angebote bereitstellen.

00:10:40: Am Ende geht es auch zum Beispiel um die Auch um diesen Deutschland-Stack, den sogenannten Initiative der Bundesregierung, um einen souveränen Tech-Bau-Kasten für Behörden IT, der unabhängig von ausländischen Anbietern aufgebaut werden kann, bereitzustellen, dieser Deutschland-Stack.

00:10:58: Auch das ist sozusagen Teil davon oder eben die auch die Basis davon infrastrukturell an der... Stelle.

00:11:05: und insofern ich zitier an der Stelle einfach noch mal Tim Hördköst in Telekom Chef.

00:11:10: er sagt wir investieren in KI in den deutschen Standort und in Europa.

00:11:14: unsere KI Fabrik in München ist die Basis für innovative Geschäftsmodelle für die Industrie Startups und den Start und für Souveränität.

00:11:22: wir beweisen hier.

00:11:23: dass Europa KI kann.

00:11:26: Weil das natürlich eine Frage, die man häufig stellt, kann Europa KI kommen, die entsprechenden Modelle aus Europa?

00:11:32: Ist die entsprechende Rechenleistung in Europa?

00:11:34: Liegt das überhaupt in Europa?

00:11:37: Oder geht das gar nicht ohne amerikanischen Grund und Boden?

00:11:42: Und das ist natürlich jetzt hier einfach eine Initiative, die zeigen soll, es geht.

00:11:46: Ja, das passt ja auch zu den Initiativen, die auch von Staatswegen kommen.

00:11:50: Also es gibt ja auch ganz klare Initiativen, unter anderem vom BSI, vom Bundestag, von den Ministerien, dass man sich da jetzt auch schrittweise von US-Software auch abschieben will und es versucht zum Beispiel mit Open Source auch zu ersetzen.

00:12:03: Da gibt es jetzt schon einige Leuchtturmprojekte, diesen Cloud-Umbau am Ende des Tages auch voranzutreiben und sich nach und nach von AWS oder Azure auch irgendwie zu lösen.

00:12:14: Aber das ist natürlich trotzdem weiterhin auch kein Sprint, sondern quasi schon auch noch ein Marathon, der da vor den Behörden, vor den Unternehmen natürlich auch liegt.

00:12:23: Aber ich habe es ja gesagt, es ist jetzt der erste Flock, der hier reingerammt wurde und jetzt muss es weitergehen und man muss sich da unabhängiger

00:12:30: machen.

00:12:31: Absolut Janik, aber die Systems, das müssen wir der Transparenz halber dazu sagen, aber wir freuen uns natürlich auch darüber, werbepartner unserer heutigen Folge ist.

00:12:43: Wollen wir natürlich auch die Gelegenheit nutzen, die Systems selbst zur Sprache kommen zu lassen, vor allem wenn es um die Frage geht, was bedeutet das denn jetzt auch für die Automobilindustrie?

00:12:52: Bislang und das Angebot natürlich nicht nur explizit für die Autoindustrie, gilt quasi für die ganzen industriellen Raum in Deutschland.

00:13:00: Wir wollen aber jetzt genau mal wissen, was genau für die Autoindustrie bedeutet und was Automobilunternehmen sich wirklich davon versprechen können und erwarten können.

00:13:08: Und dafür hatte ich die Gelegenheit, mit Automotive und Manufacturing Chef Christian Hort zu sprechen.

00:13:13: Und Janik, lass uns doch da mal reinhören.

00:13:20: Ja, hallo Christian.

00:13:21: Schön, dass du dabei bist.

00:13:23: Nein, passt gar nicht.

00:13:24: Freut mich, dass da sein kann.

00:13:25: Klasse.

00:13:27: Ja, Christian, wir haben es gerade eben schon gehört.

00:13:29: Ihr habt in der vergangenen Woche die KI-Fabrik Industrial AI Cloud in Betrieb genommen in München.

00:13:37: Vielleicht kannst du ja einfach uns nochmal sozusagen in deinen Worten skizzieren.

00:13:41: Was soll sie können?

00:13:43: Worin unterscheidet sie sich vielleicht auch von anderen Ansätzen oder vielleicht auch anderen Angeboten vom Wettbewerb, die man bislang schon nutzen könnte?

00:13:50: und vor allem natürlich, was kann sich denn die Autoindustrie von ihr erhoffen?

00:13:55: Ja, gerne.

00:13:55: Es war eine unglaublich intensive Woche mit einem fantastischen Event.

00:14:00: Unser großer Schriftteil, Tim, wird gesagt, wir haben Industriegeschichte gemeinsam geschrieben, weil wir haben wirklich in sehr, sehr kurzer Zeit, in weniger als sechs Monaten und das muss man auf der Zunge zergehen lassen.

00:14:12: in Deutschland ein riesiges Datenzentrum gebaut, mit der neuesten Technologie von NVIDIA, mit einem gesamtheitlichen Software-Stack und einem Ökosystem von deutschen Partnern, die wirklich der gesamten Industrie zur Verfügung stehen.

00:14:27: Und ich glaube, wenn wir uns alle das so vor zehn, zwölf Monaten vorgestellt hätten, hätten wahrscheinlich doch viele Fragezeichen bei dem einen oder anderen wahrscheinlich viele Fragezeichen entstanden.

00:14:39: Und das hat mich unglaublich stolz drauf.

00:14:41: auf unsere große Magenta-Familie, dass wir das hingestellt haben, dann über zweihundert Leute, wirklich Tag und Nacht, dreißig Meter unter der Erde, ein fantastisches Ergebnis erzielt mit den vielen Partnern.

00:14:51: Überwiegend auch deutsche Firmen bis hin zu den Elektro-Insternationen, den Kühlsystem, den Rohrsystem.

00:14:57: Und das hat auch die Gelegenheit gehabt, die... Afterparty des Bildteams mitzubegleiten.

00:15:04: Und das war fantastisch, was du da alles aus erster Hand gelernt hast und unglaublicher Enthusiasmus und wirklich viel, viel stolz in der ganzen Truppe, was wir dorthin gestellt haben.

00:15:14: Ganz gezielt auch noch mal.

00:15:15: Was ist jetzt genau der Ansatz des Angebotes und wo unterscheidet es sich?

00:15:20: Genau.

00:15:21: Wir bezeichnen es als Industrial AI Cloud.

00:15:24: Und ich glaube, der große Unterschied ist, dass wir uns auf die Industrie konzentrieren.

00:15:29: Ich glaube, Lars Lenkwitschmodelle gibt es in Hülle und Fülle, jeder von uns nutzt sie, aber es gibt viel zu wenig Modelle in der entsprechenden Qualität für unsere Industrie.

00:15:40: Was heißt das?

00:15:41: Wir haben für die Kunden in der Automobilindustrie, das heißt für die OEMs, die Tier eins, die Tier zwei, aber auch das große Feld des Maschinenbaus, aber auch für Pharma und auch zunehmend für den Gesundheitsbereich eine große Plattform geschaffen, die darauf abzählt, dass die Wertschöpfung in den einzelnen Wertschöpfungsschritten unserer Kunden massiv gesteigert wird.

00:16:04: Ich gebe dir mal ein Beispiel, Pascal.

00:16:05: Wir haben uns da schon ja öfters drüber unterhalten.

00:16:07: Ich bin ein ganz großer Fan von der virtuellen Entwicklung, weil das ist für uns natürlich als IT-Unternehmen auch ein sehr, sehr spannendes Welt, weil da viele Technologien zustande kommen.

00:16:18: Und diese virtuelle Entwicklung ist geprägt davon, dass wir Simulationssoftware zum Einsatz bringen.

00:16:24: die in der Qualität und in der Leistungsstärke enorm gewachsen ist, enorm.

00:16:29: Wir sprechen von photorealistischen Darstellungen, von physikalisch korrekter Simulation und die braucht hochwertigen Comput, also die baut die entsprechende Rechenpower.

00:16:40: Und genau das bringen wir zusammen.

00:16:42: Und wenn wir diesen, sprechen wir gerne da auch von Newscases, diesen Newscase sich in der Entwicklung anschauen, schaffen wir das damit und so Kunden, zu stärken, die Entwicklungszeit massiv zu kürzen.

00:16:55: Was vorher durch langsame Systeme oder weniger qualitative oder schlechtere Auswertung länger gedauert hat, schaffen wir jetzt in kürzerer Zeit.

00:17:05: Wir alle wissen, dass das entscheidend ist, in der Automobilindustrie wegzukommen.

00:17:10: Wir brauchen dafür fünf bis sechs Jahre runterzukommen auf zwei Jahre und das geht eben nur durch diese Abstraktion in der Simulation, in der virtuellen Welt.

00:17:18: und genau das.

00:17:19: haben wir in München geschaffen, in einen gesamten Stack, nicht nur die Hardware, sondern auch die entsprechende Plattform drauf, dass jeder sich dieser Toolkette oder dieser Instrumente bedienen kann und seine Wertschöpfung z.B.

00:17:32: in der Simulation in der Entwicklung zu steigern.

00:17:35: Wir üben es nicht nur für die Großen, sondern auch für den Mittelstand.

00:17:38: Ich glaube, das ist das Entscheidende, was uns hier wirklich am Markt unterscheidet.

00:17:42: Wir haben das Rennpferd, das Formel-I-Fahrzeug, die ihn wie die Industrie klaut für diese Heavy-Compute.

00:17:48: Simulationsbereiche und unsere T-Cloud als Fels in der Brandung, der sich immer größerer Beliebtheit freut, um den Zugriff des Datenmanagement, des Backup-Management zu betreiben.

00:17:59: Und das in Kombination ist absolut einzigartig.

00:18:02: Übrigens, was halt hast du gewusst?

00:18:04: Das will ich dir natürlich gerne mitteilen.

00:18:05: Wir sind drittgrößter Hyperscaler in Europa mit der T-Cloud.

00:18:09: Und das zeigt, wie das Interesse wächst und wie stabil wir in der Kombination sind.

00:18:13: Und das gibt uns auch Das nehmen wir auch immer mit Stolz auf, das Feedback unserer Kunden wieder.

00:18:18: Ich spreche persönlich mit den Simulationsleitern in den einzelnen Unternehmen, die sind absolut begeistert von dem Angebot.

00:18:25: Und wir haben auch schon, wie gesagt, erste Kunden auf der Plattform und ich bin sicher, dass wir in kürzester Zeit viel mehr werden.

00:18:30: Vielleicht noch einen Satz an der Stelle.

00:18:33: Ich fand es sehr wichtig auch für die Politik und die Industrie, dass der Tim Hirtges gesagt hat, passt nahauf.

00:18:39: Leute, das ist eine Haltung für uns.

00:18:41: Was hat er damit gemeint?

00:18:43: Wir haben was in Deutschland geschaffen.

00:18:45: Wir haben zusammen mit der Stadt München, dem Land Bayern, wir haben eine Möglichkeit geschaffen in die Nvidia und vor allem die Telekom investiert hat.

00:18:54: Und diese Möglichkeit, die bringt uns in unserem Land in der Industrie definitiv voran, muss aber auch genutzt werden.

00:19:01: Und von daher ist es wichtig, dass wir in Deutschland mit unserer Industrie zeigen, dass wir gegen die großen Entwicklungen einen Kontrapunkt setzen und dass wir das können.

00:19:12: Ich bin absolut überzeugt mit unserem Ökosystem, der Partner, die wir zusammengebracht haben, die dort wirklich Schulter an Schulter arbeiten, Seite an Seite, dass wir ein überzeugendes Angebot liefern, was überragend ist momentan.

00:19:24: Und da müssen wir alle mitmachen.

00:19:26: Und ich war bei allen OEMs zu diesem Thema, gesagt, Leute, wir haben das vor eurer Hauszwecke gesetzt, was Besseres gibt es nicht.

00:19:33: Jetzt mach mit und es machen einige bereits mit uns kommen.

00:19:36: Ja.

00:19:37: Das wäre zum besten meine nächste Frage gewesen, weil wir diskutieren heute über Souveränität, über digitale Souveränität, über KI-Souveränität in Deutschland.

00:19:46: Wir haben sogar heute in der Folge schon ganz kurz Friedrich Merz zitiert, der erst vor wenigen Tagen in einer Regierungserklärung auch gesagt hat, wir brauchen diese technologische Souveränität, um Abhängigkeiten auch irgendwo in der Welt zu vermeiden.

00:20:00: Wie lässt sich denn eigentlich diese Anspruch von Souveräner IT, Souveräner KI, Souveräner Cloud und natürlich aber auch Geschwindigkeit und Skalierbarkeit sozusagen miteinander vereinen?

00:20:11: Ist das überhaupt ein Trade-Off oder lässt sich beides wirklich ja bestmöglich auch abbilden?

00:20:17: Ich glaube, man muss uns ein bisschen aufklappen, was in dem Zusammenhang gemeint ist, wenn wir mal so die Definitionen und so anschauen von Souveränität.

00:20:24: Wir haben die Souveränität auf der technischen Ebene, da geht es um welche Hardware ist im Einsatz, welche Software kommt zum Einsatz, dann die betriebliche Ebene, wer darf da überhaupt in das Datenzentrum ein, welches Team, welche Firma betreut das entsprechende Datenzentrum?

00:20:40: und dann die Datenebene, wo liegen die Daten, wer hat Zugriff auf die entsprechende Daten?

00:20:45: und wenn wir alle diese Souveränitätsebene nebeneinander legen, erreichen wir momentan mit der Lösung den höchsten Standard, die höchste Souveränitätsebene, die überhaupt möglich ist in Deutschland, denn Pascal, was haben wir noch nicht geschafft, ist, dass wir eben aus Deutschland, aus Europa diese leistungsfähige Hardware in unsere Rechenzentrum bringen.

00:21:05: Das ist der einzige Aspekt, den wir momentan nicht leisten können.

00:21:08: Und deshalb haben wir auch bewusst, sagen wir die Champions League in der Chippenindustrie als Partner, Ausgesucht beziehungsweise uns zusammengefunden, damit wir dort in der Gesamtkombination eben dieses überragende Angebot hinstellen können.

00:21:24: Und was ist uns ganz klar bewusst, dass wir dort Abhängigkeit haben und deshalb gehen wir dort auch sehr sorgfältig mit den Abhängigkeiten um.

00:21:32: Du hast ja noch die Skalierbarkeit angesprochen, vielleicht noch ein Wort dazu.

00:21:37: Souveränität und Skalierung ist immer regionenbezogen.

00:21:41: Das heißt, die Frage, die wir auch gestellt bekommen, jetzt habt ihr Na das Magenta Team, die Telekom Zehntausend GPUs dort mal in München, dreißig Meter unter der Erde verbaut, geht da noch mehr in Richtung Skalierung.

00:21:53: Ja, da geht mehr.

00:21:54: Wir können dort am Standort verdoppeln.

00:21:57: Das ist kein Problem und durch die entsprechenden T-Cloud Anbindungen, was das Thema Speicher, Datenmanagement angeht, haben wir nach wie vor die Möglichkeit dort auch weiter zu skalieren.

00:22:08: Das heißt, technologisch geht das auf jeden Fall.

00:22:10: Wir haben auch die beste Konnektivität in diesen Standort rein.

00:22:13: Ich sage daher technologisch sehe ich da momentan erstmal keine Hindernisse der Eskalierung, sondern ich komme immer wieder auf den Punkt zurück.

00:22:20: Die Eskalierung kommt ja vor allem dann, wenn wir die Adaption steigen, das heißt, wenn wir viele Kunden gewinnen, die auf diese Plattform wollen, dann wird es für die Kunden auch wieder interessant.

00:22:31: Das ist mal ein Aspekt der Eskalierung.

00:22:34: Aus deinem Anwendungsbereich kann man die Skalierung auch noch mal anders beleuchten.

00:22:38: Und vielleicht sollte man das noch tun, auch für mögliche Interessenten an der Technologie.

00:22:43: Wir wissen, dass in der Entwicklung Zeit, vor allem in der Automotive-Industrie zum SOPG, der entscheidende Faktor ist.

00:22:51: Und dort haben wir festgestellt und gelernt, dass es immer wieder Iterationen gibt in der Simulation, die an einem Ordeneck kommen, nämlich dass sie die Computerleistung.

00:23:01: Das heißt, wenn wir jetzt unseren Kunden die Möglichkeit geben, diese Spitzen-Nachfragen, BIRST heißt das im Konzipter in dem Chacon, diese Spitzenleistungen abwickeln zu können, in unserem Rechnensystem gibt das eine enorme Flexibilität, die wiederum dazu führt, dass diese Frage der Skalierung durch unser Angebot sehr, sehr positiv beantwortet werden kann, weil wir die Möglichkeit haben, mit mit Modellen PSU Go, die entsprechenden Spitzenleistungen auch zu liefern, in einem Umfeld, das in Deutschland ist, das entsprechend gesichert ist und vor allem diese sensiblen Entwicklungsdaten mit dem notwendigen Souveränität und Respekt auch bearbeitet.

00:23:47: Also für die deutsche Autoindustrie ganz ganz sicher interessant, vielleicht zum Abschluss, Christian, wenn du nochmal, wir haben über das Thema Entwicklung, Entwicklungsgeschwindigkeit schon gesprochen, Simulation, vielleicht fallen ja noch ein, zwei, drei andere Use Cases ein, die man jetzt mit dieser Compute Power sozusagen Made in Germany und auf deutschen Boden, die man damit jetzt umsetzen könnte, worauf sich die Autoindustrie sozusagen freuen kann in der Umsetzung.

00:24:13: Ja, gerne.

00:24:13: Also, was auch ein ganz großes Feld ist, ist das Thema Fabrikplanung, Fabriksteuerung, Fabrikumsetzung in den Umbauten bzw.

00:24:23: ein Bau von Fabriken ansteht.

00:24:24: Hier arbeiten wir eng mit Siemens zusammen, auch mit der NVIDIA Universe Technologie, eben die Fabrikplanung im Vorfeld in der Qualität zu steigern und auch wieder wie im Engineering die Entwicklungszüge massiv zu kürzen.

00:24:39: Und dieses ganze Thema rund um das Thema Digital Twin, die digitale Zwilling der Fabrik, ist ein weiteres riesiges Einsatzgebiet.

00:24:47: Und die eingehende Frage von der, was heißt das eigentlich im Industrie-Cloud?

00:24:51: Genau diese Use-Cases und die dafür notwendigen Modelle, die erschaffen wir mit unserem Partner-Ökosystem, also in dem Fall, wie bereits erwähnt, mit Siemens-Plattformen, die bei uns auf der auf der Pass-Ebene, auf der Applikations-Ebene.

00:25:07: Und die ist zugänglich für die großen Unternehmen, aber auch für den Mittelstand.

00:25:11: Und ich glaube, das ist was, was wir noch mehr hervorheben sollten.

00:25:15: Es geht immer bei diesen Hightech-Themen immer schnell um die großen OEMs.

00:25:19: Aber der ganze Mittelstand, auf dem der Deutschland wirklich von seiner Wertschöpfung massiv abstellt und auf massiv angewiesen ist, hat die Möglichkeit über unsere T-Cloud einfach einen Zugang, auf die Modelle und die Technologie zu bekommen, um zum Beispiel Selbstsimulationen laufen zu lassen.

00:25:36: Und pass auf, da werden wir noch viel hören, wie wir das zugänglich machen, einfacher machen und damit auch wirklich den Backbone unserer deutschen Industrie auch zukommen zu lassen.

00:25:48: Herr Christian, ganz, ganz herzlichen Dank dafür.

00:25:51: Ich denke, ich habe es eingangs gesagt, es ist ein großer Schritt in Richtung KI und digitaler Souveränität in Deutschland.

00:25:58: Ganz, ganz herzlichen Dank, dass du uns heute nochmal das Thema ein bisschen leer gebracht hast.

00:26:03: Vielen Dank, dass ihr mich eingeladen habt und gerne wiederum geht ein Update, wie es gelaufen ist.

00:26:07: Danke schön.

00:26:07: Grüße an alle.

00:26:13: Ja, ganz spannend, was Christian auch zu sagen hatte.

00:26:16: Janik, er hat es ja nochmal ein bisschen einsortiert auf der einen Seite.

00:26:20: Natürlich nochmal, was das auch für einen Aufwand einfach war.

00:26:26: dieses Rechenzentrum am Ende auch umzusetzen und auf die Beine zu stellen in einer gewissen Zeit, von der man ja auch sagen muss, wir sprechen ja auch häufig an, dass uns vieles in Deutschland auch ein bisschen zu langsam geht und viele Branchen sich ein bisschen zu langsam entwickeln.

00:26:41: Und ich glaube gerade in Sachen KI ist das wichtig, dass wir nicht darüber sprechen, dass wir in Zukunft auch mal müssten und mal sollten und auch mal könnten, sondern tatsächlich es schafft, schnell auch etwas auf die Beine zu stellen, was jetzt im Betrieb einfach ready ist und insofern sicherlich einfach ein ganz spannendes Projekt.

00:27:01: Ja, absolut.

00:27:02: Also die Zeit ist jetzt, wie es so schön heißt, das zu tun an der Stelle.

00:27:07: Nun, man muss jetzt natürlich auch sehen, dass viele Unternehmen jetzt diese Chance oder diese Chance auch vielleicht ergreifen und auch sozusagen die gleiche Notwendigkeit an der Stelle aussehen.

00:27:17: Ich meine, wenn man so ein bisschen sich umhört auch in der Automobilindustrie, dann gibt es natürlich schon den Ansatz oder den Willen dazu sich auch.

00:27:25: da unabhängiger und vielleicht am Ende des Tages natürlich resilienter aufzustellen.

00:27:31: Wenn man sich die geopolitischen Verwerfungen der letzten Monate anschaut oder auch der letzten Jahre und immer wieder geht es um Handelskriege und so weiter, dann hört man das natürlich schon, aber man muss auf der anderen Seite aussagen.

00:27:43: Viele Unternehmen sind natürlich auch haben ihre gesamte Infrastruktur, ihre IT-Infrastruktur natürlich in den letzten Jahren sehr stark auch auf den US-Hyperscaler eben auch aufgebaut.

00:27:56: Und da ist natürlich jetzt nicht so, dass man von heute auf morgen sagen kann, ja gut, wenn wir jetzt das hier haben, dann können wir jetzt sofort umschwenken.

00:28:02: Das wird natürlich nicht von heute auf morgen gehen.

00:28:05: Und es ist auch die Frage, ob das auch gewollt ist, weil natürlich auch viele der großen Unternehmen, der Automobilunternehmen natürlich international auch unterwegs sind, in verschiedenen Märkten unterwegs sind.

00:28:15: Und da gibt es natürlich auch wieder das Problem, dass man natürlich nicht an allen Stellen auch sich komplett los sagen kann von der bisherigen Infrastruktur, die nun mal eben noch auf den Hyperscalern eben aufbaut an der Stelle.

00:28:28: Das stimmt, Janik, und was ich auch noch spannend finde, ist, und das hatte Christian ja auch angesprochen, auch offen angesprochen, was ich wirklich auch gut finde, ist, dass Souveränität Natürlich auch nur so weit geht, wie man am Ende auch das entsprechende Angebot auch umsetzen kann.

00:28:43: Und das geht momentan eben auch noch nicht auf deutscher oder europäischer Hardware in den nächsten Mal.

00:28:49: Weil am Endeffekt ist es nämlich dann doch wieder Nvidia, die für die entsprechende Rechenpower sorgen.

00:28:55: Also da muss man wirklich sagen, auch in allen Versuchen Und das ist ja immer wieder, muss man sagen, einfach beeindruckend, wie sich dieses Unternehmen entwickelt.

00:29:03: Weil in allen Versuchen, sich unabhängig zu machen und es auch schafft, sich unabhängig zu machen, an Nvidia kommst du am Ende trotzdem nicht vorbei.

00:29:13: Das ist schon einfach absolut, man muss halt einen Hut vorziehen.

00:29:17: Wenn man sich auch andere in anderen Domänen der jetzt mal mal wirklich beim Automobil bleiben und wenn man sich in anderen Domänen umschaut im Software Defined Vehicle, da hat man ja nun gerade erst in den letzten Jahren den Weg eingeschlagen, dass man auch auf internationale Partner setzt an der Stelle auf die Digital Kompetenz, wenn man jetzt allein auf Volkswagen und Rivian und Schaupengen guckt und so weiter.

00:29:40: Also da gibt man sich ja quasi schon wieder in eine Abhängigkeit und die ist ja auch gewollt und die ist ja auch gar nicht schlecht an der Stelle.

00:29:48: Das haben wir ja an Fishti Ten jetzt ja auch schon gesagt.

00:29:51: Aber klar ist, dass man natürlich trotzdem schaut, dass man sich auch resilienter aufstellt und das ist bei der Infrastruktur vielleicht noch würde ich jetzt mal sagen, vielleicht mit am einfachsten an der Stelle.

00:30:03: Aber in vielen anderen Bereichen muss man eben auch auf der Expertise von außereuropäischen Playern eben setzen, sonst kommt man eben auch nicht voran.

00:30:10: Das ist eben auch eine Realität an der Stelle.

00:30:13: Ja, aber Pascal, an der Stelle kann man vielleicht noch mal einen kleinen Schwenk machen, wenn man so ein bisschen weggeht von der digitalen Souveränität, technologische Souveränität, das ist ja nicht nur Digitalisierung.

00:30:23: Und da würde ich gerne noch eine Sache mit reinbringen heute, denn in der letzten Woche gab es auch eine interessante Forderung von zwei sehr prominenten Personen aus der Automobilindustrie, wo es auch genau um das Thema technologische Souveränität ging, jetzt nicht aus der Digitalisierungsperspektive, sondern vielleicht eher aus der Fahrzeugperspektive, aus der Antriebsperspektive.

00:30:45: Denn die beiden Bosse von Volkswagen und Stellantis, Olli Blume und Antonio Filosa, die haben nämlich einen gemeinsamen Gastkommentar verfasst im Handelsblatt in der vergangenen Woche, der sehr spannend war und der auch so ein bisschen die Runde gemacht hat, in der sie so ein bisschen eine Forderung gestellt haben, dass wir doch schon sehr schauen sollten auf das, was wir in Europa im Stande sind, zu leisten im Rundum das Thema Elektromobilität.

00:31:15: Also Europa steht vor der Frage, ob es künftig quasi nur ein Absatzmarkt sein will oder auch weiterhin eine Industriemacht sein will.

00:31:23: und da pochen sie nun wirklich auf dieses Made in Europe, auf das Made Europe als industriepolitische Leitlinie und das meinen sie jetzt nicht im Sinne von Protektionismus, sondern auch hier wieder eher als Konzept der Resilienz in vielen strategischen wichtigen Bereichen und das ist ein bisschen exemplarisch, haben sie das festgemacht, am E-Auto, am Elektroauto.

00:31:46: Wo Sie sagen müssen, wir brauchen hier die Wertschöpfung in Europa, gerade wenn es um das Thema Elektromobilität geht, in quasi vier zentralen Bereichen.

00:31:55: Das ist die Fahrzeugproduktion, die inklusive Entwicklung.

00:31:58: Das ist der elektrische Antriebsstand.

00:32:00: Das sind die Batteriezellen, auch ein ganz wichtiges Thema und auch ein sehr diffiziles Thema, wenn es um das Thema Abhängigkeit und Souveränität geht.

00:32:07: Und zentrale Elektronikkomponenten auch.

00:32:11: Haben wir eben hattest du eben auch schon angesprochen nicht ganz einfach sich da immer auf sozusagen von den internationalen Märkten unabhängiger zu machen.

00:32:20: Und die fordern eben so eine Art gute Siegel in Europe.

00:32:25: denn wer all diese Kriterien die ich gerade aufgezählt habe diese Bereiche.

00:32:29: eben erfüllt, der soll dieses Made in Europe Label bekommen, verbunden mit Vorteilen wie Kaufprämien, priorisierten öffentlichen Aufträgen oder auch steuerlichen Anreizen.

00:32:40: Also sie nehmen hier auch den Staat sozusagen mit ins Boot.

00:32:43: Und es geht auch um einen CO-Zwei-Bonus für E-Autos, die in Europa gefertigt werden, sozusagen quasi so local Content-Regeln, die hier gefordert werden.

00:32:57: Auch Tersteller, die weite Teile ihrer Flotte europäisch produzieren, würden diesen Bonus für alle ihre Modelle erhalten.

00:33:03: Das Ganze soll am Ende zu weniger Strafzahlungen für größere Investitionsspielräume und ebenal die Produktion auch und die Wertschöpfung im Binnenmarkt halten.

00:33:14: Also den beiden geht es hier ganz klar darum, auch hier eine Art Souveränität herzustellen.

00:33:20: Dabei geht es nicht um Abschottung.

00:33:22: sondern wie gesagt, um sich hier auch stärker in Europa aufzustellen, ohne jetzt sich komplett aus dem Markt zu verabschieden und jetzt hier das große Zollregime, wie es die USA gerade macht, aufzuziehen, sondern eben ganz kleinen Vordergrund zu stellen, dass Europa eben zu leistenden Stande ist und das eben auch mit so einem Art Gütesiegel, mit verbundenen Boni sozusagen und Vorteilen eben zu verknüpfen.

00:33:49: Also ganz spannender.

00:33:51: Eine ganz spannende Forderung von zwei sehr wichtigen Personen, von zwei sehr wichtigen Konzernen in Europa.

00:33:57: Und vielleicht auch ein Signal in diesem Bereich, wo es doch deutlich stärker auch an die Kernkompetenzen der europäischen Unternehmen, der europäischen Wirtschaft herangeht, nämlich um Antriebe, um Hardware im Auto, eben da eine Produktion vor Ort, eben so ein gute Siegel aufzusetzen, fand ich auf jeden Fall ganz interessant und passt ganz gut in die Zeit und in die Diskussion auch um zum Thema digitale Souveränität an der Stelle.

00:34:23: Und die Diskussion rund um digitale Souveränität oder technologische Souveränität, die wird ja jetzt nicht heute aufhören.

00:34:31: Wir merken ja gerade im Prinzip, startet diese Diskussion eigentlich erst.

00:34:34: Und wenn man so will, dann startet sie natürlich auch aus einer.

00:34:42: Wir haben es ja eingangs gehört, dass diese Abhängigkeiten vielleicht auch zu lange hingenommen wurden und zu lange geduldet wurden, weil nämlich so lange nicht alles funktioniert.

00:34:54: Auch in einer globalisierten Welt sind diese Abhängigkeiten irgendwie unproblematisch und sobald dann die ersten Zahnräder ein bisschen ins Stocken kommen.

00:35:02: dann merkt man nämlich erst, wie unangenehm diese Abhängigkeiten sein können.

00:35:06: Und jetzt sind wir natürlich an einem Punkt, an dem wir an allen Ecken und Enden eben fordern, ja, diese berühmte Aufholjagd dann irgendwie auch zu starten, um genau solche Abhängigkeiten auch zu vermeiden.

00:35:17: Wir wollen uns an dieser Stelle nicht schon wieder die Diskussion führen, ja, ist das jetzt zu spät?

00:35:21: Hätte man, hätte, wenn, hätte man das nicht alles vor Jahren schon machen müssen, aber Man muss auch mal der Realität ins Auge schauen und das haben wir in den letzten Folgen auch schon häufiger besprochen.

00:35:31: Es ist nun einfach so, dass wir gerade, was diese, ich nenn es jetzt mal, salopp modernen Themen angeht, diese modernen Hightech-Themen angeht, da ist Europa einfach nicht so aufgestellt wie andere Weltregionen.

00:35:42: Wir haben uns ein bisschen auf unsere industriellen Identität und industriellen Expertise ein bisschen ausgeruht.

00:35:51: Und jetzt sieht man eben, um genau diese Abhängigkeiten auch zu vermeiden, dass man eben mit Hochdruck daran arbeiten muss diese Abhängigkeiten aufzulösen.

00:36:00: und diesen Rückstand am Ende auch kleiner werden zu lassen.

00:36:05: Und insofern, ja, es wundert mich nicht, dass das jetzt sozusagen aus verschiedenen Richtungen kommt und wir sowohl über digitale Souveränität sprechen, KI-Souveränität sprechen, über technologische Souveränität, auch im Hinblick auf solche, ja, zum Beispiel solche Antriebsfragen generell, einfach industrielle Wertschöpfung.

00:36:22: Natürlich, und da wollen wir uns an der Stelle jetzt gar nicht mit anfangen, weil es nicht unser Thema ist, das Thema Sicherheit und Defense.

00:36:27: Und da am Ende sich natürlich auch unabhängiger zu machen von Weltregionen, die vielleicht auch geopolitisch momentan ein bisschen problematisch sind.

00:36:36: Also insofern, es wundert mich nicht, meine erste Regelung gerade einfach zu der Forderung dann auch von Volkswagen und Stellantis waren, es gibt nichts Gutes, außer man tut es.

00:36:44: Also vielleicht muss man auch dann ein bisschen, ja, das auch nicht nur mit Forderungen und mit markigen Worten sozusagen auch forcieren, weil ich sage jetzt mal von Von einer Zusammenarbeit zwischen Volkswagen und Stellantis zum Beispiel beim Effizienten entwickeln und bauen von kleinen Elektrofahrzeugen habe ich jetzt noch nicht gehört.

00:37:06: Also da muss man vielleicht auch mal wirklich in die gewisse Vorleistung gehen, wohlwissend und das sage ich jetzt nicht irgendwie blauäugig, dass ich jetzt sage, naja, da muss man einfach mal alles hier entwickeln und produzieren, ja natürlich.

00:37:17: gibt es sozusagen Standortnachteile, was Kosten angeht.

00:37:19: Natürlich geht es ja auch im Prinzip ja auch gerade darum, zu sagen, wir wollen hier wettbewerbsfähig das Ganze.

00:37:24: Wir wollen es gerne hier alles machen.

00:37:27: Wir wollen wettbewerbsfähig sein.

00:37:29: Aufgrund bestimmter Rahmenbedingungen ist das aber zum Teil einfach gar nicht möglich.

00:37:33: Also bitte kommt uns an verschiedensten Stellen sagen wir mal auch politisch und was politische Rahmenbedingungen angeht entgegen.

00:37:40: Aber so ein bisschen Initiative ergreifen muss man dann aber auch schon.

00:37:45: Spannend auf jeden Fall, dass man hier auch die Politik auffordert, auch den Rahmen zu geben.

00:37:50: Normalerweise ist man ja eigentlich immer schnell dabei, zu sagen, wir wollen da jetzt möglichst wenig Rahmen haben und möglichst viel Spielraum, was unsere eigenen Tätigkeiten anbelangt.

00:38:00: Wenn wir jetzt nochmal auf die Diskussion, wollen wir jetzt nicht aufrollen, aber nur als Randbemerkung, wenn man auf die Diskussion zum Verbrenner ausschaut, also da soll es auf jeden Fall keine politischen Rahmenbedingungen geben, möglichst oder wenig, um möglichst wenig Eingriff von politischer Seite an dieser Stelle.

00:38:14: wird jetzt die Politik aufgefordert, da die entsprechenden Rahmenbedingungen zu schaffen.

00:38:19: Also auch ein ganz interessanter Twist an der Stelle.

00:38:23: Aber auch spannend zu sehen, dass es hier auch eine Forderung gibt an möglichst viele Stakeholder, an möglichst viele, die jetzt da auch beteiligt sein müssen, weil es auch ja auch faktisch ja nicht von der Industrie alleine kommen kann, weil ja solche Bevorzugungen und ein Bonus für E-Autos und so weiter, das muss ja nun mal von Staatswegen eben auch kommen.

00:38:44: Also ganz spannend, was sich jetzt daraus entwickelt, ob da wirklich was raus entsteht.

00:38:48: Ist ja auch ein Riesenprojekt, was dann angestoßen werden müsste.

00:38:51: Aber es geht alles ganz klar in eine Richtung an der Stelle.

00:38:57: Ja, und im Endeffekt, wenn man es mal runterstrippt, als Fazit Janik, es werden einfach an vielen Stellen, wird im Prinzip gerade die Forderung nach einem starken Europa laut, so kann man es vielleicht ganz, ganz simpel sagen, ein starkes Europa in der Welt.

00:39:11: Und das ist natürlich etwas Gutes, weil Europa hat einfach einen großen Nachteil gegenüber anderen großen Weltregionen und das ist einfach die Versprengtheit, die Vielfalt, die Heterogenität, also alle an einen Tisch zu bekommen, sich zu einigen, um eben einen gemeinsamen großen europäischen, industriellen Raum zu schaffen, ist einfach überhaupt nicht trivial und hat alleine schon in seiner förderalistischen Anlage einfach schon Nachteile gegenüber.

00:39:42: Denn wenn wir uns mal vor allem mal auf USA und China jetzt mal fokussieren, einfach große Nachteile in den politischen Rahmenbedingungen.

00:39:50: Und insofern ist das natürlich einfach sehr positiv, wenn hier sozusagen die Stimmen für ein starkes Europa laut werden aus der Industrie.

00:40:00: Ja, spannend war, wie sich das auf jeden Fall weiterentwickelt an der Stelle.

00:40:03: Wir werden das weiter verfolgen.

00:40:05: Interessante Diskussionen, viele Forderungen im Raum.

00:40:08: Wir haben heute gesehen, es ist auch vieles was konkret passiert.

00:40:11: Also es geht nicht nur um Forderungen und um politische Diskussion und Strategien, sondern es wird tatsächlich umgesetzt.

00:40:17: Das ist ja auch mal ein gutes Signal und positiv auf jeden Fall.

00:40:21: Und dann wollen wir das jetzt in... Da wird sicherlich noch einiges geben, was wir in diesem Jahr auch diskutieren können.

00:40:27: Und da freue ich mich drauf.

00:40:28: Und Pascal, da würde ich sagen, setzen wir die Diskussion vielleicht auf LinkedIn fort und hören uns dann im Podcast in der nächsten Woche wieder.

00:40:36: So sieht's aus.

00:40:37: Bis dahin.

00:40:38: Ciao.

00:40:38: Ciao.

00:40:41: Was mich bewegt.

00:40:42: Ein Podcast von Automotive IT und Automobilproduktion.

00:40:46: Alle Infos zur Folge in den Showrooms.

00:40:48: Weitere Folgen überall, wo es Podcasts gibt.

Neuer Kommentar

Dein Name oder Pseudonym (wird öffentlich angezeigt)
Mindestens 10 Zeichen
Durch das Abschicken des Formulars stimmst du zu, dass der Wert unter "Name oder Pseudonym" gespeichert wird und öffentlich angezeigt werden kann. Wir speichern keine IP-Adressen oder andere personenbezogene Daten. Die Nutzung deines echten Namens ist freiwillig.